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Gegangen, um zu bleiben

Der zurückgetretene Jonas Hunziker coacht künftig Ski Freestyle-Nachwuchskräfte.

Entspannt nach 10 intensiven Jahren: Jonas Hunziker. Foto: Patric Spahni
Entspannt nach 10 intensiven Jahren: Jonas Hunziker. Foto: Patric Spahni

Am Ende ergab alles Sinn. Neunter geworden war Jonas Hunziker im letzten Weltcupbewerb der Saison, an einem frühlingshaften Spätwintertag im bündnerischen Silvaplana hatte sich der Brienzer im Beisein von Familie, Freundin und Kumpels für den Final qualifiziert. Glücklich war der 25-Jährige, als er im Ziel stand, und er wusste: Das wars.

Einen schönen Abschied bereitete sich der Berner Oberländer mit einem Wettkampf, in dem ihm alles gelungen war. Und der ihm in Kombination mit der Rangierung aufzeigte, dass doch ein Stückchen fehlt zur Spitze. Wenn er den Rückstand würde wettmachen, wenn er fortan ganz vorne würde mitmischen wollen, würde er einen noch grösseren Aufwand betreiben müssen.

Dass er hierzu nicht bereit ist, das ist ihm klargeworden in den Wochen davor. Nach rund 10 Jahren Spitzensport, nach Teilnahmen an Olympischen Spielen, an den X-Games und an Weltmeisterschaften war der Wunsch nach einer Veränderung aufgekommen. Der Auftritt in der Heimat – er war in vielerlei Hinsicht ein perfektes Ende.

Neue Rolle, altes Terrain

Knapp zwei Monate liegt dieser zurück. Hunziker spricht nun in Interlaken darüber, wie es sich anfühlt, nicht länger Profi zu sein, und wirkt dabei aufgeräumt. Ihm sei stets bewusst gewesen, dass seine Karriere nicht ewig dauern würde; er habe sich oft mit der Frage beschäftigt, was er später tun werde, erzählt er.

Die Aussage passt zu ihm, einem Menschen, der sich eine Menge Gedanken macht und das Klischee des sorglosen Freeskiers so gar nicht bedient. Die Zukunft ist denn auch längst aufgegleist. Der Berner kümmert sich ab August um die talentiertesten Nachwuchskräfte des Landes, womit er der Szene erhalten bleibt.

Parallel dazu wird er die Pädagogische Hochschule im Kanton Schwyz besuchen; diese ermöglicht gewisse Freiheiten.

Vermissen wird er das Adrenalin vor einem Run, die Wettkampfsituation, die er so sehr mochte. Die Gelegenheit, mit jungen Leuten zu arbeiten, ist für ihn mehr als bloss Entschädigung. Darin, sein Wissen zu teilen, hat er Erfahrung. Mit seinem Bruder Cyrill leitete er auf dem Schilthorn Camps für Schüler. Und die eigenen Skier mag er nicht an den Nagel hängen: An ausgewählten kleineren Wettkämpfen wird er an den Start gehen. So viel Freestyle muss dann doch sein.

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