«Es wird nicht einfacher»

Der FC Lerchenfeld hat in der 2 .Liga interregional gegen Allschwil 0:1 verloren. Damit hat sich die Lage für die Thuner im Abstiegskampf nochmals verschlechtert.

Pascal Cerrone (links) konnte die Niederlage von Lerchenfeld auch nicht verhindern.

Pascal Cerrone (links) konnte die Niederlage von Lerchenfeld auch nicht verhindern.

(Bild: Patric Spahni)

Adrian Lüpold

Die Verzweiflung in den Aktionen des FC Lerchenfeld war gegen Ende der Partie deutlich spürbar. Wenigstens ein Punkt wollte die Equipe von Coach Bruno Feller im Heimspiel der 2. Liga interregional gegen das Spitzenteam Allschwil noch irgendwie mitnehmen, zumal der FCL vorab in der ersten Spielhälfte die klar bessere Mannschaft gestellt hatte. Doch ein einfacher Ballverlust der Berner Oberländer im Mittelfeld lud die Baselbieter in der Mitte des zweiten Spielabschnitts zur schmeichelhaften 0:1-Führung ein. Und Allschwil liess sich beim Konter nicht zweimal bitten, schaltete blitzschnell um und nutzte die Überzahlsituation nach 58 Minuten knallhart aus.

Also warfen die Oberländer in der Schlussphase nochmals alles nach vorne. Selbst Abwehrchef Pascal Cerrone, der ehemalige Profi des FC Thun und des FC St. Gallen, der seit der Winterpause die Mannschaft als eine Art Libero in der Verteidigung stabilisiert, hielt es nicht mehr hinten aus. Der 37-Jährige forderte Bälle, schlich sich immer wieder am rechten Flügel nach vorne und versuchte mit Flanken oder klugen Pässen gefährliche Aktionen zu kreieren. Doch leider aus Sicht von Lerchenfeld blieb in der gefährlichen Zone zu vieles Stückwerk oder fehlte es spätestens im Strafraum an Präzision bei der Ballannahme oder beim finalen Torschuss.

Die Verzweiflung bei den Thunern schien von Minute zu Minute grösser zu werden – und einige Akteure des FCL taten ihren Unmut auch verbal kund und fluchten wie Rohrspatzen. Allein, es nützte nichts, Allschwil schaukelte den Sieg über die Runden und klaute den Thunern wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Schwierige Ausgangslage

Vier Runden vor Ende der Saison beträgt der Rückstand des FCL auf das rettende Ufer und Tabellennachbar Prishtina bereits vier Punkte. «Schade, konnten wir die gute Leistung in der ersten Halbzeit nicht in Tore ummünzen. Es warten schwierige letzte Runden auf uns, aber wir werden bis am Schluss an den Klassenerhalt glauben und dafür kämpfen», sagte Coach Bruno Feller.

Gegen Allschwil fehlte gegen Ende der Partie auch etwas die Frische in den Beinen von Lerchenfelds Akteuren, was aber nur bedingt erstaunt, weil diverse Spieler des FCL gerade erst von langen Verletzungspausen zurückgekehrt sind. «Beim einen oder anderen war die mangelnde Spielpraxis tatsächlich spürbar, dennoch wäre mehr drin gelegen», erklärte Feller. Stürmer Melvin Sarbach appellierte nach dem Spiel derweil an den Glauben an die eigene Stärke. «Es wird nach dieser Niederlage nicht einfacher werden. Aber es ist nach wie vor alles möglich.»

Berner Zeitung

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