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Eine Kopie seines Bruders

Gil Reymondin vom EHC Thun hat den Traum von einer Profilaufbahn noch nicht aufgegeben.

Gil Reymondin (links) ist nach Thun zurückgekehrt.
Gil Reymondin (links) ist nach Thun zurückgekehrt.
Markus Grunder

Wer bei den Elitejunioren des SC Bern spielt, hat keine schlechte Ausgangslage, um eine Profilaufbahn einzuschlagen. Auch Gil Reymondin verfolgt dieses Ziel, wollte eigentlich den Sprung in die Swiss League schaffen, als er im Frühling seine Zeit beim Nachwuchs altershalber zu Ende war. Er erhielt jedoch keine Angebote. «Ein bisschen enttäuscht war ich schon», gibt der 20-Jährige zu. Also kehrte er zu seinem Stammclub Thun zurück, wo sein Vater Alex als Sportchef die prägende Figur des Vereins und sein acht Jahre älterer Bruder Joel Captain ist.

Und feierte gleich einen traumhaften Einstand, als er beim 5:4-Erfolg nach Penaltyschiessen in Bülach vor einer Woche drei Tore erzielte. Am Samstag lief es Reymondin wie dem ganzen Team weniger gut. Die Oberländer waren gegen Seewen in der Startphase unterlegen und kassierten bei der 0:1-Niederlage das entscheidende Tor bereits in der 3. Minute. «Wir sind danach nie richtig in die gefährliche Zone vor dem gegnerischen Tor gekommen, Seewen stand defensiv gut», nannte Reymondin Gründe für die offensive Harmlosigkeit seines Teams.

Kein Rückschritt

Der Vater bezeichnet seinen jüngeren Sohn als Kopie seines Bruders. «Das ist so», gibt Gil Reymondin sofort zu. «Joel war immer mein Vorbild, ich wollte so spielen wie er.» Auch der 20-Jährige wählte die Position des Centers, auch er wird im Powerplay als Verteidiger eingesetzt. Kleine Unterschiede gibt es einzig bei der körperlichen Statur. Gil ist sechs Zentimeter kleiner und weniger kräftig. Diese Differenz im athletischen Bereich will der jüngere Reymondin aber rasch aufholen. «Ich gehe vermehrt ins Krafttraining», sagt er. Er jobbt derzeit auf einer Baustelle, sucht aber eine Stelle im kaufmännischen Bereich. Sein Ziel ist es aber, doch den Weg in den Profibereich zu finden. «Ich habe noch nicht aufgegeben», sagt der Stürmer.

Auch für Spieler wie Gil Reymondin wurde die MSL als neue höchste Amateurliga geschaffen. Die Differenz zum Niveau der Swiss League ist kleiner als zuvor zwischen der 1. Liga und der damaligen NLB. «Ich empfinde es nicht als Rückschritt, dass ich im Moment für Thun spiele», sagt er. Sondern als möglicherweise wichtige Stufe in der noch jungen Karriere.

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