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Eine Führungsfigur und wichtige Mosaiksteine

Fünf Unihockey-Spielerinnen von Berner NLA-Clubs gewinnen WM-Silber.

Brigitte Mischler steht (wie so oft) richtig und blockt einen Schuss.
Brigitte Mischler steht (wie so oft) richtig und blockt einen Schuss.
Freshfocus

Brigitte Mischler ist der Prototyp einer Kämpferin. An ihrem Willen richten sich die Kolleginnen auf, wenn es nicht ideal läuft. So wie im Halbfinal gegen Tschechien, als die Schweiz lange Zeit keine Mittel fand und auf eine Niederlage zusteuerte. Dass den Schweizerinnen die Wende mit vier Toren binnen 79 Sekunden gelang, war auch ein Verdienst Mischlers.

Die Verteidigerin der Wizards Bern Burgdorf kurbelte Angriff um Angriff an und stand sinnbildlich für Kampfkraft und den Biss, bis zur letzten Sekunde alles zu investieren. Die Körpersprache der 27-jährigen Physiotherapeutin aus Oberwil, die in Basel arbeitet und wöchentlich mehrmals für das Unihockey ins Emmental pendelt, war jene einer Führungsfigur.

Auch im ersten Final bei ihrer vierten WM-Teilnahme zeigte Mischler all ihre Qualitäten, überzeugte als Antreiberin und defensives Gewissen, ehe sie zu Beginn des dritten Drittels von einer Verletzung im Schulterbereich gestoppt wurde und in der Kabine gepflegt werden musste. Von Schmerzen und Enttäuschung geknickt, verliess Mischler nach dem Final die Halle wortlos. Es braucht wohl eine Weile, bis die ehrgeizige Sportlerin realisiert, wie grossartig ihre Leistung und jene des gesamten Teams während des Turniers waren.

Wertvolle Rollen

Mit den 25-jährigen Nadia Reinhard und Lisa Liechti liessen sich zwei weitere Verteidigerinnen eines Berner Clubs die Silbermedaille umhängen. Die Rollen der Abwehrspielerinnen von Skorpion Emmental Zollbrück waren weniger dominant als jene Mischlers, aber nicht minder wertvoll.

Die Langnauerin Liechti (ein Tor, ein Assist) und die Zäziwilerin Reinhard (zwei Tore, zwei Assists) etablierten sich bei ihrer zweiten WM als wichtige Mosaiksteine auf dem Weg in den Final, im wegweisenden Gruppenspiel gegen Finnland trugen sie mit je einem Tor Entscheidendes bei. Kamen die Emmentalerinnen im Halbfinal fast nur zu Beginn zum Zug, hatten sie im Final mehr Einsatzzeit, die beide mit einer tadellosen Leistung rechtfertigten. «Die Unterstützung der Fans war fantastisch. Das Turnier wird so für immer in Erinnerung bleiben», sagte Liechti.

Viele positive Eindrücke sammelte bei ihrer ersten WM auch die Eggiwilerin Nathalie Spichiger. Die Stürmerin von Skorpion Emmental Zollbrück verletzte sich vor der WM, biss aber auf die Zähne und war ein belebendes Element im Sturm. Drei Skorerpunkte (ein Tor, zwei Assists) stehen bei der 24-Jährigen zu Buche, wobei ihr im Final gegen Schweden der erste Assist des Spiels gelang. Zwei Punkte sammelte bei ihrem WM-Debüt die Solothurnerin Mirjam Hintermann (29) von den Wizards Bern Burgdorf, die am Finalwochenende vor allem im Boxplay zum Einsatz kam.

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