Dem BSV steht ein Duell mit dem früheren Spielmacher bevor

Handball

Der BSV Bern trifft im Challenge Cup auf Pancevo aus Serbien.

Uros Mitrovic spielt gegen und nicht mehr für den BSV Bern. (Archivbild)

Uros Mitrovic spielt gegen und nicht mehr für den BSV Bern. (Archivbild)

(Bild: Tobias Anliker)

Reto Pfister

Aleksandar Stevic hat sich gefreut, als der BSV Bern als ersten Gegner im Challenge Cup Dinamo Pancevo aus der Nähe von Belgrad zugelost erhielt. Der Süddeutsche ist serbischer Abstammung; die Eltern stammen aus Belgrad, entfernte Verwandte wohnen in Pancevo. «Es ist eine Reise zurück zu den Wurzeln», sagt Stevic.

In einer Woche werden sich die Berner Richtung Serbien begeben, zuvor steht am Sonntag (17 Uhr) das Hinspiel in Gümligen an. Und dort will und muss sich der BSV eine gute Ausgangslage erarbeiten, um auswärts nicht in Gefahr zu geraten auszuscheiden.

Denn es wurde den Bernern mit Pancevo ein ernst zu nehmender Gegner zugelost. Die Serben gehören nicht zu den klar unterlegenen Teams, auf die man in der Anfangsphase des Challenge Cup, in dem keine europäischen Spitzenteams vertreten sind, auch treffen kann.

Pancevo verfügt über eine interessante Mischung. Einerseits gehören junge Spieler dem Team an, die hoffen, den Sprung in aus­ländische Topligen zu schaffen. Andererseits spielen routinierte Rückkehrer für die Equipe, die ausschliesslich serbische Akteure in ihrem Kader hat. Der linke Rückraumspieler Nenad Vukovic (38) war neun Jahre für Melsungen in der Bundesliga aktiv.

Spielmacher Uros Mitrovic (35) kennt man in Bern bestens. Er stand von 2013 von 2017 beim BSV unter Vertrag. In seiner letzten Saison in der Schweiz konnte er jedoch wegen einer Schulterverletzung nur eingeschränkt werfen. Die Berner verlängerten daher vor zwei Jahren den auslaufenden Vertrag nicht mehr. Mitrovic kehrte nach Serbien zurück, war Assistenztrainer bei Partizan Belgrad und nimmt noch einmal einen Anlauf als Spieler. «Auch wenn er nicht mehr so viel wirft, besticht er immer noch mit einer exzellenten Spielübersicht», sagt Stevic.

Mühlemann fehlt länger

«Wir müssen über zweimal 60 Minuten eine gute Leistung bringen», fordert der BSV-Coach von seiner Mannschaft. «Sonst werden wir es gegen Pancevo schwer haben.» Das Leistungsniveau über eine Partie konstant aufrechtzuerhalten, war zuletzt jedoch ein Problem. Die Berner zeigten beim mit 26:29 verlorenen Auswärtsspiel bei Kriens-Luzern über 45 Minuten eine gute Darbietung, gerieten jedoch wegen einer Schwächephase zu Beginn der zweiten Halbzeit entscheidend in Rückstand.

Länger ausfallen wird Kreisläufer Luca Mühlemann. Im Training wurde ihm ein Ball an die bereits leicht lädierte rechte Hand geworfen; er wird wohl erst Ende November wieder auflaufen können.

Der Challenge Cup ist nicht besonders attraktiv, der BSV Bern versuchte wie in den letzten Jahren in den EHF-Cup aufzusteigen, wo Wacker Thun in diesem Jahr die Chance besitzt, auf attraktive Gegner aus den europäischen Topligen zu treffen. Der Antrag der Berner wurde abgelehnt, weil die Schweiz mittlerweile im europäischen Ranking zu weit abgerutscht ist.

Im Challenge Cup kann ein NLA-Team hingegen bis in die Endphase vorstossen, 2005 gewann Wacker Thun gar den Wettbewerb. «Wir nehmen diese Herausforderung an und wollen möglichst weit kommen», sagt Stevic. Uros Mitrovic und Co. sollen nicht frühzeitig Endstation bedeuten.

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