Die letzten Berner im Westen

Die Eishockey-Clubs Adelboden und Unterseen-Interlaken starten gegeneinander in die Saison.

Adelbodens Trainer Peter Schranz führt ein verjüngtes Team.

Adelbodens Trainer Peter Schranz führt ein verjüngtes Team.

(Bild: Max Füri)

Reto Pfister

Der Spielplan führt Adelboden und Unterseen-Interlaken gleich am Samstag (20.15 Uhr) in der Startrunde zusammen. Es ist nicht nur ein Oberländer Derby, sondern auch das Duell der einzigen beiden Berner Teams, die in der 1.-Liga-Westgruppe übrig geblieben sind. Lyss ist in die MSL aufgestiegen, Burgdorf wurde in die Ostgruppe umgeteilt.

«Es ist schade, dass die Emmentaler nicht mehr gegen uns spielen», sagen Peter Schranz (Adelboden) und Reto Gertschen (Unterseen-Interlaken). Die beiden Cheftrainer treffen mit ihren Teams so ausser bei den direkten Duellen nur noch auf Westschweizer und Walliser Equipen. Dies tun sie mit gegenüber der letzten Saison auf einigen Positionen veränderten Equipen.

Brunner und Schmid weg

Beim EHC Adelboden haben zwei wichtige Akteure das Team verlassen. Der erfahrene Verteidiger Cyril Brunner und der Sturm-Routinier Kaspar Schmid haben ihre Karrieren beendet, dazu sind vier weitere Abgänge zu verzeichnen. Ins Oberland zurückgekehrt ist Torhüter Melchior Lanz, vom Drittligisten Belp ist Stürmer Marcel Nydegger zu Adelboden gestossen, von Chiasso-Angreifer Sebastian Allevato.

«Insgesamt ist die Mannschaft jünger als im letzten Jahr, ich habe sechs Nachwuchsspieler ins Team eingebaut», sagt Schranz. Juri Burn, Marco Grossenbacher, Alex Tschanz, Marco Germann und Lukas Wüthrich fallen zum Saisonstart verletzt aus. Adelboden kann somit am Samstag mit nur drei Blöcken und einem weiteren Spieler antreten.

Schranz setzt das Saisonziel für den letztjährigen Halbfinalisten bewusst tief an. «Wenn wir in die Playoffs kommen, ist es gut», sagt er. «Es braucht wohl wieder zwei Jahre Aufbauarbeit, bis wir auf dem letztjährigen Niveau angelangt sind.»

US-Schweizer beim SCUI

Lokalrivale Unterseen-Interlaken hat einen interessanten Zuzug in der Abwehr zu verzeichnen. Der US-Schweizer Jason Demczak (24) bekundete Interesse, hierzulande zu spielen. Über Beziehungen fand er den Weg ins Oberland. Demczak spielte zuletzt in einem Collegeteam sowie in der vierten britischen Liga. «Er ist ein Haudegen, der seinen Körper gut einsetzt, aber weniger über das Technische kommt», beschreibt Trainer Gertschen die Spielweise des Defensivspezialisten.

Loic Stöckli wechselte von den Elitejunioren von La Chaux-de-Fonds zum SCUI, Joel Gerber und Yanneck Kumli kamen von Wiki-Münsingen. Dazu kommen einige Nachwuchsspieler und Akteure mit B-Lizenzen. Auch Unterseen hat Verletzte zu beklagen, darunter Luca Suter (Fussbruch) und Alain Bartlome, der wegen eines Kreuzbandrisses in der Saison 2019/20 nicht auflaufen kann.

Unterseen befand sich im letzten Jahr lange in den untersten Tabellenregionen, konnte diese jedoch dank einer guten Schlussphase verlassen. «Daran müssen wir anknüpfen», fordert Gertschen. In der Vorbereitung hätten ihm einige Dinge nicht gefallen.

«Wir müssen wieder disziplinierter werden, wenn wir gute Resultate erzielen wollen.» Mit einem möglichen Abstieg müssen sich die Oberländer diesmal nicht befassen. Weil sich Villars im August zurückgezogen hat, umfasst die Westgruppe nur 11 Teams, niemand wird relegiert.

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