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Der Emmentaler Cup-Mythos

Im Halbfinal des Schweizer Cups treffen die Tigers Langnau auf Zug United. Während der Titelverteidiger aus dem Emmental im Cup starke Leistungen zeigt, läuft es in der Meisterschaft nicht nach Wunsch.

Die Emmentaler wollen auch im Cup wieder jubeln.
Die Emmentaler wollen auch im Cup wieder jubeln.
Manuel Zingg

Auf die Frage, ob die Tigers Langnau so etwas wie der FC Sion des Unihockeys seien, lacht Captain Stefan Siegenthaler, bestätigt aber den Ruf als Cupteam: «Das wird uns schon länger nachgesagt.» Tatsächlich könnte man vermuten, dass die Emmentaler die Alles-oder-nichts-Spiele bevorzugen. Bereits letztes Jahr retteten die Tigers eine unbefriedigende Saison (Gang in das Playout) mit dem überraschenden Sieg im Cupfinal gegen Favorit GC.

Auch im laufenden Championat präsentiert sich das gleiche Bild: Das Playoff ist mit sieben Punkten Rückstand auf den Strich bei noch sechs verbleibenden Partien sehr schwierig zu erreichen. Im Cup hingegen spielte sich die Equipe von Coach Matthias Gafner souverän in den Halbfinal, in dem sie am heutigen Samstagabend (19 Uhr) in der Espace-Arena in Biglen Zug United empfängt. «Ich erwarte ein enges Spiel. Die Tagesform wird entscheidend sein», sagt Siegenthaler. Die zwei Duelle in der aktuellen Saison gegen die Zuger gingen mit je einem Auswärtssieg der beiden Teams knapp aus.

Mangelnde Torproduktion

Die Vorbereitung für den bisherigen Saisonhöhepunkt sei nicht grundlegend anders gewesen als für ein «normales» Spiel. «Videosequenzen haben wir vielleicht intensiver angeschaut», bemerkt Siegenthaler. Die Ausländer von Zug sind laut dem Captain sicherlich die Schlüsselfiguren, denen besondere Aufmerksamkeit gilt. «Die Vorfreude im ganzen Verein ist spürbar», sagt Siegenthaler.

Warum die Tigers in der Meisterschaft nicht auf Touren kommen, kann sich auch der Captain nicht so recht erklären. Im Hinblick auf die Endphase der Qualifikation sagt er: «Da gibt es nichts schönzureden. Die Hürde ist gross.» In Anbetracht der kommenden Gegner dürfte es für die Tigers umso schwieriger werden, sich noch über den Strich zu hieven. «Ein grosses Manko ist unsere Torproduktion. In der Defensive können wir meistens mithalten, aber wir kreieren zu wenige Chancen», bilanziert Siegenthaler.

Nur rund 20 Stunden nach dem Cuphalbfinal werden die Emmentaler am Sonntag auch in der Meisterschaft wieder im Einsatz sein. «Mental ist das natürlich nicht so einfach», sagt Siegenthaler, fügt aber an: «Letztes Jahr hatten wir dieselbe Konstellation.» Doch zunächst wollen die Langnauer ihren Cupmythos weiterführen.

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