Das Mass aller Dinge

Minerva ist in der aufstrebenden Sportart Futsal die Nummer 1 in der Schweiz. Die Berner konnten am letzten Sonntag bereits den vierten Meisterpokal in ihrer zehnjährigen Vereinsgeschichte in Empfang nehmen.

Baumeister des Erfolgs: Die Minerva-Spieler lassen ihren Coach Pedro Santos hochleben. Foto: Stefan Wermuth

Baumeister des Erfolgs: Die Minerva-Spieler lassen ihren Coach Pedro Santos hochleben. Foto: Stefan Wermuth

Adrian Lüpold

Die Idee entsteht im Jahr 2009. Inspiriert von der spielerischen Dynamik und der Leichtigkeit anlässlich einer Hochschulmeisterschaft, gründen drei hallenfussballverrückte Studenten den Futsalverein Minerva. Es ist der Beginn einer beeindruckenden Erfolgssaga. Keine zehn Jahre später firmieren die Berner als mit Abstand erfolgreichster Schweizer Verein in der aufstrebenden Sportart. Am letzten Wochenende stemmten Spieler und Verantwortliche bereits zum vierten Mal den Meisterpokal. «Dieser vierte Titel ist nicht minder schön als der erste. Unser Antrieb besteht darin, immer noch mehr zu wollen und mehr Titel zu holen», sagt Vereinsgründer und Präsident Miro Prskalo.

Mehr machen als der Rest

Über hundert Trainings absolvierten die Berner in der letzten Saison, übten viermal pro Woche Spielzüge, Taktik und mannschaftliche Geschlossenheit. «Es ist in der Summe die harte Arbeit, die sich ausbezahlt hat. Zudem haben wir ein homogenes Kader, das konstant gute Leistungen bringen konnte», meint Prskalo. Als Baumeister des sportlichen Erfolgs hebt der Präsident den portugiesischen Coach Pedro Santos hervor, der die Berner mit seinem Fachwissen auch in seiner dritten Saison stetig weiterentwickeln konnte. Der Vertrag des Futsallehrers läuft noch mindestens für weitere zwei Jahre, für Kontinuität ist also gesorgt. «Wir verfügen über eine gute ­Mischung aus ausländischer Futsalkompetenz und schweizerischer Mentalität», erklärt Präsident Prskalo. In einem nächsten Schritt peilt Minerva an, auch auf europäischer Ebene Duftmarken zu setzen. «Wir möchten im nächsten Herbst europäisch Spuren hinterlassen. Mittelfristig möchten wir uns unter den besten sechzehn Teams in der Champions League sehen», beschreibt Prskalo eine Vision für die Zukunft. «Gegen den FC Barcelona oder Sporting Lissabon in der Champions League ein Heimspiel auszutragen, wäre eine tolle Sache», sagt Prskalo. Zuzutrauen ist dies den ambitionierten und zielstrebigen Bernern allemal. Wer hätte das im Jahr 2009 gedacht...

Berner Zeitung

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