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Bärtschi knackt den Jackpot

Thun hat gegen Wiki-Münsingen 6:3 gewonnen und qualifizierte sich für den Schweizer Cup.

Michael Bärtschi lässt seinen Gefühlen freien Lauf und bejubelt einen Treffer.
Michael Bärtschi lässt seinen Gefühlen freien Lauf und bejubelt einen Treffer.
Andreas Blatter

Matchwinner für die Thuner Mannschaft war Michael Bärtschi. Der Stürmer erwischte Wiki-Goalie Sandro Zaugg in der Schlussphase des zweiten Drittels innerhalb von 201 Sekunden zweimal zwischen den Beinen.

Dank dieser Doublette lagen die Berner Oberländer wieder mit zwei Längen vorn und gingen mit einer 5:3-Führung in den letzten Abschnitt. Anders als zuvor gaben die Thuner den Vorsprung im letzten Drittel nicht mehr preis.

Im Gegenteil: Bärtschi legte noch für Mika Burkhalter auf, der 80 Sekunden vor der Sirene zum 6:3-Endresultat ins leere Tor traf. Mit dem insgesamt dritten Einzug in den Cup-Sechzehntelfinal nach 2014 und 2018 winken den Thunern im nächsten Herbst je nach Gegner Mehreinnahmen von rund 40'000 Franken.

Bärtschi wollte seine Treffer deswegen aber nicht als besonders wertvoll betrachtet haben. «Natürlich sind die Zusatzeinnahmen gut für den EHC Thun. Doch es geht nicht nur ums Geld.»

Zwei Spiele für den SCB

Obwohl der 23-jährige Flügelspieler noch nie einen Cupmatch bestritten hatte, würde für ihn das Treffen auf einen Club aus der National oder Swiss League nicht ganz neu sein. Bärtschi hatte 2016 in der Meistersaison schon zwei NLA-Partien für den SC Bern bestreiten dürfen, nachdem er mit den Stadtberner Elitejunioren 2014 und 2016 selber Meister geworden war. Vor dreieinhalb Jahren kehrte er dann zu seinem Stammverein Thun zurück.

Seither durfte er dreimal in der Swiss League aushelfen, Ende 2016 einmal der Zug Academy und diesen Herbst zweimal dem SC Langenthal. «Das war eine coole Erfahrung. Ich konnte offensiv zwar nicht viele Akzente setzen, blieb mit meiner Linie aber auch ohne Gegentreffer und wies so immerhin eine Nullbilanz auf», blickt Bärtschi auf seine Einsätze mit den Oberaargauern zurück.

Traum vom Profi lebt

Der Abstecher in die höhere Liga hat beim Maler Lust auf mehr gemacht. «Ich bin erst 23 Jahre alt, habe das Gefühl, dass noch einiges möglich ist, und wäre auf jeden Fall bereit.» Trainer Christoph Schenk traut dem Schützling durchaus noch den Sprung zum Profi zu.

«Michu ist schnell, technisch einer der besten Spieler in der MySports League, und er weiss, wo das Tor steht. Aber für einen Transfer braucht es auch immer Glück und einen Trainer, der auf ihn setzt. Denn er ist kein Spieler für die vierte Linie, sondern muss viel Eiszeit erhalten.»

Klappt der Sprung in den Profibereich noch nicht, darf sich Bärtschi nächste Saison immerhin auf einen Cupfight freuen. «Für uns Spieler ist es schön, gegen einen grossen Gegner antreten zu dürfen», sagt der Stürmer, der mit seinen Skorerpunkten am Donnerstag den Zugang zum Jackpot geknackt hat.

Dem pflichtet Schenk bei: «Die nicht budgetierten Einnahmen sind schön für den Kassier, uns interessiert dann jedoch vor allem das Spiel, und das wird bestimmt ein Highlight.»

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