Zum Hauptinhalt springen

Auf dem Weg zum Spitzenteam

Das Team Langenthal schafft am internationalen Berner Damen-Cup den Einzug in die Viertelfinals. Nach schwierigem Saisonstart bestätigen die Oberaargauerinnen die aufsteigende Form.

Konzentriert: Skip Binia Feltscher, umgeben von Larissa Hari (links) und Carole Howald.
Konzentriert: Skip Binia Feltscher, umgeben von Larissa Hari (links) und Carole Howald.
Raphael Moser

Das Ende hatten sie sich anders vorgestellt, die Spielerinnen vom Team Langenthal. Doch Binia Feltscher, Carole Howald, Stefanie Berset und Larissa Hari mussten am Sonntagmorgen bald einmal feststellen, dass es für sie in diesem Viertelfinal des 52. Internationalen Berner Damen-Cups nichts zu holen gibt. 0:4 lagen sie nach dem ersten End gegen die Schwedinnen um Skip Isabella Wrana zurück, nach drei Ends stand es 2:7 und nach fünf Ends 4:11, eine Hypothek, welche die Oberaargauerinnen schliesslich zur Aufgabe bewog.

«Wir hatten am Anfang Mühe, die richtige Länge zu finden», sagte Berset. Und als sie präziser zu spielen begonnen hätten, sei der Rückstand schon zu gross gewesen. Bei der Analyse verhehlte die Second-Spielerin ihre Enttäuschung nicht, denn für sie ist klar, dass die Schwedinnen ohne den schlechten Start schlagbar gewesen wären, denn schliesslich war Langenthal im ersten Duell gegen dieselben Gegnerinnen in der zweiten Qualifikationsrunde ein 7:5-Erfolg geglückt.

Gestärkt aus der Baisse

Doch eigentlich überwog beim Team Langenthal trotzdem das Positive. Die Viertelfinalqualifikation hatte man sich zum Ziel gesetzt. Dass diese erreicht wurde, kann als Erfolg gewertet werden. Denn in dieser Saison ist es den Langenthalerinnen nicht immer geglückt, bei den Turnieren in die K.-o.-Phase vorzustossen. Vorab zu Saisonbeginn passte noch nicht alles zusammen. «Wir haben uns schon ein bisschen mehr erhofft», sagte Skip Binia Feltscher. «Aber es kann uns stark machen, wenn wir durch Zeiten durch müssen, in denen es weniger gut läuft.»

Das Team bestreitet erst die zweite Saison in dieser Zusammensetzung, und nach dem harzigen Saisonstart deutete es im Dezember sein Potenzial mit zwei dritten Plätzen am Qinghai Elite in China und im Schweizer Cup an. «Wir sind noch nicht ganz so weit wie die Spitzenteams, aber je nach dem fehlt nicht viel», sagte Feltscher.

Die zweifache Weltmeisterin und Olympia-Silbermedaillengewinnerin von Turin verfügt über viel Erfahrung, und obwohl sie mit einem Augenzwinkern sagt, dass sie ihren Mitspielerinnen eigentlich nichts mehr beibringen könne, meint Berset, dass Feltscher gerade aufgrund ihres grossen Erfahrungsschatzes sehr wichtig sei, weil sie auf dem Eis schon so viele Situationen erlebt habe.

Revanche in Glasgow

Doch wohin führt der Weg der Langenthalerinnen? 2022 finden in Peking zwar Olympische Winterspiele statt, aber dass die Schweiz in der chinesischen Metropole vom Team Langenthal vertreten werden wird, scheint zum jetzigen Zeitpunkt unwahrscheinlich.

Das Qualifikationsprozedere ist komplex, es fliessen sowohl die Resultate an Welt- und Europameisterschaften sowie den Grand Slams in die Selektion mit ein, und da haben sowohl das Team vom CC Oberwallis um Elena Stern, das sich am Damen-Cup nach einer Niederlage gegen Langenthal in der Qualifikation bis zum Turniersieg spielte, als auch die amtierende Weltmeister-Equipe des CC Aarau um Silvana Tirinzoni die Nase vorn. «Wahrscheinlich könnte ein Team jetzt die besten zwei Saisons überhaupt spielen, und es würde trotzdem nicht reichen, das Team Tirinzoni noch einzuholen», meint Feltscher.

Deshalb konzentrieren sich die Langenthalerinnen einfach auf ihre nächsten Aufgaben. Am Donnerstag fliegen sie zum Glynhill Ladies International Turnier nach Glasgow, wo es in der ersten Runde gleich zum Wiedersehen mit Isabella Wrana und den Schwedinnen kommt.

Im Februar folgt dann die Schweizer Meisterschaft in Thun, wo sich die Oberaargauerinnen im letzten Jahr erst im Final geschlagen geben mussten. Unter Siegzwang setzen sie sich deshalb indes nicht. Feltscher sagt: «Wir treten sicher an, um zu gewinnen, aber die Konkurrenz ist stark. Ein Schweizer Meistertitel wäre für unser Team ein Riesenerfolg.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch