Auch die Langenthaler können Thurgau nicht bremsen

Der SCL verliert trotz beherztem Einsatz in Weinfelden 0:3. Der HC Thurgau feiert seinen neunten Heimsieg in Serie.

Vergeblich angerannt: Langenthals Stürmer Dario Kummer scheitert an Thurgaus Torhüter Janick Schwendener.

Vergeblich angerannt: Langenthals Stürmer Dario Kummer scheitert an Thurgaus Torhüter Janick Schwendener.

(Bild: Leroy Ryser)

Der HC Thurgau hat dem SC Langenthal seine Grenzen aufgezeigt. Mit harter Arbeit und ununterbrochener Systemtreue schloss die Heimmannschaft die Räume, sodass Langenthal zumeist mit Pässen in die Tiefe versuchen musste, hinter deren Abwehr zu gelangen. Das laufintensive Spiel, das daraufhin entstand, behagte den Thurgauern.

Früh legten sie den Rückwärtsgang ein, um die Scheibe abzufangen und Gegenangriffe einzuleiten. In Punkto Einsatzwille und läuferischen Fähigkeiten konnte den Langenthalern nicht viel vorgeworfen werden.

Was fehlte, war ein kreatives Element, ein Überraschungmoment, der Thurgau aus dem Konzept gebracht hätte. «Wir hätten hin und wieder andere Sachen versuchen sollen», sagt auch Simon Sterchi, ausserdem habe die Präsenz vor dem gegnerischen Tor zu wünschen übrig gelassen.

Jene Spieler, die beim SCL spezielle Momente erzwingen können, fehlten in Weinfelden nicht zum ersten Mal. Zudem war mit Stefan Tschannen ein solcher Akteur auch noch verletzungsbedingt abwesend. Der Captain brach sich am Sonntag im Spiel gegen den EHC Winterthur den Finger.

Zu grosse Hypothek

Thurgau war aber nicht nur defensiv solid, sondern auch sehr effizient. Als Yves Müller an der blauen Linie hart angegangen wurde, möglicherweise sogar foulwürdig, zogen die beiden HCT-Ausländer Connor und Kellen Jones auf das SCL-Tor zu.

Serge Weber versuchte Connor Jones zu attackieren, dieser passte aber quer, Jones stand frei und bezwang Goalie Philip Wüthrich. Damit aber nicht genug: Im Mitteldrittel war Janik Loosli gegen Wüthrich auch noch mit einem Flachschuss erfolgreich, sodass für Langenthal die Hypothek zu gross war.

Dabei hätten die Oberaargauer durchaus einzelne Chancen gehabt. Und als Andrew Clark in der 47. Minute endlich erfolgreich war, wurde der Treffer nach Videostudium aberkannt. Langenthal war dann bis zuletzt bestrebt, die Partie noch zu drehen, erfolglos.

«Ich glaube wir hätten die nötige Qualität schon», meinte Sterchi, am Dienstag hätte man aber gegen ein sehr gut organisiertes Team keine Lösungen gefunden. Was daraus resultierte, war der neunte Heimsieg für den HCT in Folge.

HC Thurgau – SC Langenthal 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)1227 Zuschauer. – Tore: 4. K. Jones (C. Jones) 1:0. 29. Loosli (Brändli, Altorfer) 2:0. 60. (59:59) Altorfer (Merola, Collenberg/aufs leere Tor) 3:0.

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