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43-jähriger Urdaneta gibt Comeback

Der FC Muri-Gümligen führt die Tabelle in der 2. Liga regional mit vier Punkten Vorsprung an. Im Spiel gegen Steffisburg wurde Assistenztrainer Gabriel Urdaneta eingewechselt.

Yannis Lüthi
Er kann es immer noch: Muri-Gümligens Assistenztrainer Gabriel Urdaneta schlägt eine Flanke. Foto: Urs Baumann
Er kann es immer noch: Muri-Gümligens Assistenztrainer Gabriel Urdaneta schlägt eine Flanke. Foto: Urs Baumann

Er ist ein Mann, der im Fussball vieles erlebt und gesehen hat. Der Venezolaner Gabriel Urdaneta spielte zu Beginn dieses Jahrtausends (zwischen 2000 und 2006) unter anderem bei Luzern, Mannheim, Lugano, Kriens, YB und Vaduz, bevor er im Jahr 2006 in seine Heimat nach Venezuela wechselte, wo er in der höchsten Liga noch zu über 180 Einsätzen kam.

Nach fünf erfolgreichen Jahren in Südamerika zog er im Jahr 2011 zurück in die Schweiz und schloss sich dem FC Köniz an. Seit diesem August fungiert der ehemalige 77-fache Nationalspieler Venezuelas als Assistenztrainer der ersten Mannschaft des FC Muri-Gümligen.

Doch dies ist nicht seine einzige Aufgabe. Er soll dem Verein ab den B-Junioren einen einheitlichen Spielstil vermitteln, um den jungen Nachwuchsspielern den Schritt in die 1. Mannschaft zu erleichtern. Im Spiel gegen den FC Steffisburg konnte man erstmals auch seinen dritten «Job» beim Club bestaunen. Er hatte nämlich die Chance, seinen jungen Mitspielern noch mal selbst zu zeigen, wie man mit dem Ball richtig umzugehen hat. Zu Beginn des Matchs nahm er aber noch als Assistenztrainer auf der Bank Platz.

Debüt als Spieler

Die Ausgangslage vor dem Spiel war für Urdaneta und seine Kollegen klar. Riccardo Pileggi, der Trainer des FC Muri-Gümligen, forderte nach der Niederlage im letzten Saisonspiel gegen den Verfolger AS Italiana eine Reaktion. «Ich machte ihnen vor dem Spiel klar, dass wir wie ein Tabellenführer auftreten müssen, und das ist uns sehr gut gelungen», sagt Pileggi.

Es waren aber die Steffisburger, die bereits in den Startminuten zur ersten Torchance der Partie gekommen sind. Nach diesem Weckruf übernahmen die Gastgeber das Zepter und erarbeiteten sich viele gute Möglichkeiten. Nach 13 Minuten war der Bann gebrochen, und der Tabellenerste ging mit 1:0 in Führung.

Noch vor der Pause stellten die Schützlinge von Pileggi mit zwei weiteren Toren die Weichen auf Heimsieg. In der 47. Minute war es Stürmer Mehmeti, der mit seinem zweiten Treffer zur frühen Entscheidung einnetzte. Danach flachte das Spielgeschehen ab. Die Steffisburger konnten und der FC Muri-Gümligen musste nicht mehr. 20 Minuten vor Schluss war es dann so weit: Assistenztrainer Urdaneta kam mit seinen 43 Jahren zu seinem Debüt für die erste Mannschaft des FC Muri-Gümligen.

Als Leader überwintern

Doch auch der erfahrene Mittelfeldspieler konnte kein weiteres Tor für das Heimteam mehr einleiten oder erzielen. So blieb es bis zum Schluss beim 4:0-Heimsieg. Es war ein wichtiger und souveräner Sieg für den aktuellen Tabellenführer. «Wir wollen jetzt in diesem Stil weiterfahren und in der Winterpause die Liga als klarer Leader anführen», erklärt Coach Pileggi das kurzfristige Ziel.

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