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Van Garderen gewinnt die Königsetappe

Der Amerikaner Tejay van Garderen holt sich in Sölden den Tagessieg. Der Franzose Warren Barguil ist neuer Gesamtleader der Tour de Suisse.

Mit 16 Sekunden Vorsprung zum Triumph: Tejay van Garderen am Ziel in Sölden. (17. Juni 2016)
Mit 16 Sekunden Vorsprung zum Triumph: Tejay van Garderen am Ziel in Sölden. (17. Juni 2016)
Gian Ehrenzeller, Keystone

Tejay van Garderen erwies sich in der Königsetappe der 80. Tour de Suisse, die über 224,3 km von Arbon zum Rettenbach-Gletscher oberhalb des Tiroler Skiorts Sölden führte, als der stärkste Fahrer. Der Captain des amerikanisch-schweizerischen BMC-Teams verwies im 10 km langen Schlussanstieg den Kolumbianer Angel Lopez und den Franzosen Warren Barguil um 16 Sekunden auf die Plätze 2 und 3.

Barguil, der bereits am Mittwoch bei der Bergankunft in Cari als Zweiter auf dem Podest gestanden hatte, löst damit den Niederländer Wilco Keldermann als Leader ab. Der 24-Jährige vom deutschen Team Giant-Alpecin liegt in der Gesamtwertung vor den letzten beiden Etappen nunmehr 21 Sekunden vor Lopez und 24 Sekunden vor dem Amerikaner Andrew Talansky.

Konkurrenz ohne Chance

Beim Abstecher nach Österreich zeigte sich das Wetter im Gegensatz zu den letzten Tagen zumindest zu Beginn der Etappe von seiner angenehmen Seite. Sonnenschein und Temperaturen von zwischenzeitlich über 20 Grad Celsius begleiteten die Fahrer auf ihrem Weg zum Dach der Tour, das auf 2669 Meter über Meer liegt. Mit 224,3 km stand das längste Teilstück der diesjährigen Tour de Suisse an, und am Ende galt es eine extrem steile Rampe zu bewältigen, die zu den härtesten in Europa gehört. Van Garderen meisterte diese Herausforderung am besten. Dem Angriff des 27-jährigen Amerikaner 4,8 km vor dem Ziel hatte kein Fahrer der Favoritengruppe etwas entgegen zu setzen.

Zu den Animateuren des Tages gehörte mit Matthias Brändle erfreulicherweise auch ein Fahrer vom Schweizer Team IAM. Der Österreicher, der sich zusammen mit dem Belgier Iljo Keisse und dem souveränen Bergpreis-Leader Antwan Tolhoek aus den Niederlanden früh vom Feld abgesetzt hat, erwies sich dann auch als der zähste der drei Ausreisser.

Mit einer Reserve von knapp sieben Minuten stieg der grossgewachsene Zeitfahr-Spezialist in den 10 km langen Schlussanstieg zum Gletscher, wo im Herbst jeweils die Skirennfahrer ihre Weltcup-Saison eröffnen. Doch Brändles Kampf war aussichtslos, rund 5 km vor dem Ziel musste er sich von der heranbrausenden Favoritengruppe einholen lassen.

SDA/nag

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