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Ullrich liest Armstrong die Leviten

Jan Ullrich, wie Lance Armstrong wegen Dopings aus dem Radsport verbannt, fährt in einem Interview schweres Geschütz gegen seinen einstigen Erzrivalen auf.

«Er hat seine Untergebenen teilweise gnadenlos geführt»: Jan Ullrich (r.) über Lance Armstrong.
«Er hat seine Untergebenen teilweise gnadenlos geführt»: Jan Ullrich (r.) über Lance Armstrong.
Keystone

«Ich gönne niemandem etwas Schlechtes, auch Lance nicht. Aber ich habe immer gesagt. Lance wird nicht davonkommen. Der liebe Gott richtet alles», sagte Jan Ullrich gegenüber dem Magazin «Sport Bild» zur Doppingaffäre um Lance Armstrong. «Lance hat sich zu viele Feinde gemacht. Er wollte immer der Boss sein und hat seine Untergebenen teilweise gnadenlos geführt. Das war schon extrem.» Armstrong habe dem Radsport einen «Riesenschaden» zugefügt, so Ullrich mit Blick auf das erst nach langem Leugnen zu Stande gekommene Geständnis des US-Amerikaners.

Ullrich, dem alle Resultate von Mai 2005 an wegen seiner Verstrickungen mit dem Dopingarzt Eufemiano Fuentes gestrichen wurde, will sich zu seinen eigenen Verfehlungen weiter nicht detailliert äussern. «Der Radsport hat sich selbst aufgeklärt. Ich war auch Teil des Systems. Je mehr herauskam, umso besser haben die Leute meine Aussagen von damals verstanden», gab der deutsche Tour-de-France-Sieger von 1997 zu Protokoll. Ullrich hatte stets betont, er habe während seiner Karriere niemanden betrogen.

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