Mühe im Schlamm

Die Stadtbernerin Zina Barhoumi hatte sich am Radquer-Weltcup in Bern mehr erhofft als Platz 42.

Laufpassage für Lokalmatadorin Zina Barhoumi.

Laufpassage für Lokalmatadorin Zina Barhoumi.

(Bild: Iris Andermatt)

Peter Berger@PeterBerger67

Zina Barhoumi kämpfte am Weltcupanlass in Bern mit den schwierigen Bedingungen. «Das war das erste Schlammrennen in dieser Saison, und daran muss ich mich zuerst wieder gewöhnen.» Zuvor hatte die Bernerin in diesem Herbst national bereits für Aufsehen gesorgt. In Aigle wurde sie Zweite, beim traditionellen Quer in Steinmaur siegte sie sogar. Nun war die Konkurrenz am Heim-Weltcup deutlich grösser und stärker. «Gleichwohl habe ich mir mehr erhofft», meint die Lokalmatadorin.

Trotz dem gestrigen 42. Platz kann Barhoumi konstatieren, dass sie in dieser Saison weiter Fortschritte erzielt hat. «In erster Linie ist das natürlich dem Training zu verdanken, ich verfüge indes auch über mehr Erfahrung und bin mental stärker geworden.» Weiterhin bezieht die Athletin des RSC Münsingen, die vergangene Saison ihre erste WM bestreiten durfte (Rang 31), ihre Trainingspläne von Nationaltrainer Bruno Diethelm.

Ihrem Ziel, Profi zu werden, ist sie zwar noch immer ein gutes Stück entfernt. Im Sommer schloss sie die Berufsmatura ab. Nun hat sie ihr Pensum als Innendekorateurin von 20 auf 50 Prozent aufgestockt. «Von Luft und Liebe alleine kann ich ja nicht leben, zumindest habe ich noch nicht herausgefunden, wie das funktionieren sollte», erklärt sie lachend.

Immerhin durfte sie bei der Suche nach persönlichen Sponsoren Erfolge verbuchen. Vier neue Unterstützer ermöglichen ihr, dass sie in dieser Saison die Weltcuprennen im Ausland bestreiten kann, indem die Reise- und Übernachtungskosten gedeckt sind. Dann peilt Barhoumi die Heim-WM im Februar in Dübendorf an. «Generell bleibt mein längerfristiges Ziel jedoch, mich stetig zu steigern und international rangmässig zu verbessern», betont die 23-Jährige, die gestern erst ihren 6. Weltcupeinsatz hatte.

Flückiger überzeugt

Mit Lukas Flückiger war auch bei den Männern ein Berner vertreten. Der Oberaargauer Mountainbike-Spezialist arbeitete sich nach der schlechten Startposition kontinuierlich nach vorne und erreichte schliesslich den beachtlichen 26. Rang. Der Briefträger und Bäcker Andreas Moser aus Madiswil stand diesmal nicht als Fahrer, sondern als Helfer von Flückiger im Einsatz.

Mit Nils Aebersold war auch bei den Junioren ein Berner dabei. Der Start verlief für ihn ebenfalls nicht nach Wunsch. «Ich wurde eingeklemmt und verlor viele Plätze. Danach fand ich den Rhythmus nie und musste während des ganzen Rennens nur leiden», erzählt der Steffisburger. Am Ende resultierte für Aebersold bei seiner Weltcup-Premiere in der U-19-Kategorie der 31. Platz. «Schade, konnte ich nicht mehr zeigen.»

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt