Kämpferischer De Gendt gewinnt 8. Etappe

Während sich ein Belgier den Tagessieg holt, erobert ein Franzose das gelbe Trikot zurück. Titelverteidiger Thomas übersteht einen Sturz schadlos.

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Rechtzeitig zum bevorstehenden Nationalfeiertag hat Frankreichs Liebling Julian Alaphilippe das Gelbe Trikot zurückerobert, für Titelverteidiger Geraint Thomas gab es dagegen eine Schrecksekunde. Bei der Berg- und Talfahrt Richtung Saint-Étienne brachte ein heftiger Sturz den Waliser am Samstag auf der achten Etappe kurzzeitig in die Bredouille, der Ineos-Kapitän erreichte nach 200 Kilometern das Ziel aber im Kreis der Favoriten. Einzig Thibaut Pinot holte wertvolle Sekunden auf Thomas heraus, als er die Attacke von Landsmann Alaphilippe mitging. Das Franzosen-Duo erreichte direkt hinter dem belgischen Tagessieger Thomas de Gendt mit sechs Sekunden Rückstand das Ziel.

Alaphilippe präsentierte sich wieder voller Angriffslust. Seine Attacke sass, wie bei seinem Sieg auf der dritten Etappe. Auch durch die Bonussekunden am letzten Berg und im Ziel zog der Franzose wieder am Italiener Giulio Ciccone vorbei und fährt damit am Nationalfeiertag am Sonntag in Gelb. Das Trikot hatte der Mailand-Sanremo-Sieger am Donnerstag in La Planche des Belles Filles abgegeben. Trotz des Verlustes der Führung hat sich für Ciccone die Tour auf jeden Fall bezahlt gemacht. Das Trek-Team verlängerte seinen Vertrag bis 2021. Alaphilippe liegt nun 23 Sekunden vor Ciccone und 53 Sekunden vor Pinot.

Prominenter Ausstieg

Für den früheren Tour-Fünften Tejay van Garderen ist dagegen die Rundfahrt beendet. Der amerikanische Radprofi hat bei seinem Sturz am Freitag einen Bruch der linken Hand erlitten. Van Garderen war mit grossen Ambitionen zur Tour gekommen, nachdem er bei der Dauphiné-Rundfahrt mit Platz zwei überzeugt hatte.

Am Sonntag wird die Tour mit der neunten Etappe über 170,5 Kilometer von Saint-Etienne nach Brioude fortgesetzt. Dabei sind drei Bergwertungen zu meistern. Am schwierigsten wird die durchschnittlich elf Prozent steile Mur d'Aurec-sur-Loire, die allerdings schon nach etwa 40 Kilometern ansteht.

erh/dpa

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