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Bernerin Barhoumi will Weltmeisterschaft geniessen

Zwei Frauen hat Swiss Cycling in der Elitekategorie für die Radquer-WM von Samstag in Bogense (DAN) selektioniert: Mountainbike-Aushängeschild Jolanda Neff und Zina Barhoumi.

Zina Barhoumi ist technisch gut und hofft morgen auf schlammige Verhältnisse.
Zina Barhoumi ist technisch gut und hofft morgen auf schlammige Verhältnisse.
Sam Buchli

«Ich freue mich sehr, dass ich diesen Grossanlass erleben darf», sagt Barhoumi. Dass sie im Schatten von Neff steht, stört die 23-jährige Stadtbernerin und Tochter eines Tunesiers nicht. «Ich bin froh, fährt Jolanda auch. Sie tut unserem Sport gut und sorgt für Aufmerksamkeit.»

Schon als Fünftklässlerin war Barhoumi mit dem Radquer in Berührung gekommen. Seit zwei Jahren setzt sie voll auf Cyclo-Cross, wie die Sportart neu genannt wird. «Ich habe Fortschritte gemacht und mir die WM-Qualifikation mit Resultaten in der zweiten Saisonhälfte erarbeitet.» Die nationale EKZ-Cross-Tour schloss sie unmittelbar hinter U-23-Fahrerin Nicole Koller als beste Schweizer Elitefahrerin auf Rang 5 ab. Den gleichen Platz belegte sie an der SM Anfang Jahr in Sitten.

Im November 2017 konnte sie an der U-23-EM in Tschechien teilnehmen (Rang 29). Es war ihr erstes Rennen auf ausländischem Boden. Im November 2018 resultierte in ihrer ersten Saison als Elitefahrerin an der EM in Holland Rang 18. Und drei Monate später folgt nun morgen die erste Weltmeisterschaft. «Rangziel definiere ich keines. Ich will einfach meine beste Leistung abrufen und den Anlass geniessen.» Fernziel bleibt dann die Heim-WM 2020 in Dübendorf.

Barhoumi lässt sich die Trainingspläne schon länger vom Schweizer MTB-Nationalcoach Bruno Diethelm erstellen. Unterstützung erhält sie in verschiedenen Formen auch von ihrem Club, dem RSC Aaretal Münsingen. Derzeit arbeitet sie noch in einem 20-Prozent-Pensum als Innendekorateurin. Im Sommer schliesst sie die Berufsmatur an der Feusi ab. Danach will sie ihren Traum verwirklichen: «Ich möchte Profi werden.»

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