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Belgier gewinnt Giro-Königsetappe

Im Rücken von Thomas de Gendt, der auf dem Stilfserjoch einen Solosieg feiert, wahrt sich der Kanadier Ryder Hesjedal vor dem abschliessenden Zeitfahren in Mailand die beste Ausgangslage.

Ein feiner Erfolg: Der Belgier Thomas de Gendt siegt auf dem Stilfserjoch.
Ein feiner Erfolg: Der Belgier Thomas de Gendt siegt auf dem Stilfserjoch.
Keystone

In der Königsetappe des Giro d'Italia mit weit über 5000 Höhenmetern wäre es beinahe zum grossen Umsturz gekommen. Auf der Anfahrt nach Bormio übten sich die Favoriten in einer solch grossen Passivität, dass ihr Rückstand gravierende Ausmasse annahm. Nur der Gesamtzweite Ryder Hesjedal übernahm schliesslich Verantwortung. Seine Helfer Christian Vandevelde und Peter Stetina bestimmten bis zur Hälfte des Schlussanstieges zum Stilfserjoch die Gangart. Am Schluss legte sich Hesjedal selbst ins Zeug. Der Kraftakt kostete den früheren Mountainbiker so viel Reserven, dass er am Schluss nicht mehr mit dem Gesamtersten Joaquim Rodriguez (Sp) und mit Michele Scarponi (It) mitkam. Hesjedals Rückstand im Gesamtklassement wuchs so wieder von 17 auf 31 Sekunden an.

Der Mann des Tages war aber zweifellos Thomas de Gendt. Der Belgier hatte sich aus der Hauptgruppe abgesetzt, als sich die Favoriten anschauten. Der Achte der Gesamtwertung fuhr so stark, dass ihm zeitweise die Gelegenheit winkte, in die Maglia rosa zu schlüpfen. Bei seinem Solosieg kam De Gendt mit über drei Minuten Vorsprung auf die Favoriten ins Ziel, was den Belgier auf den 4. Gesamtrang vorrücken liess.

Der erste Teil der Königsetappe war durch die Flucht von 13 Fahrern geprägt. Über die gefürchteten Rampen des Mortirolo-Passes wartete Oliver Zaugg mit einer Solo-Nummer auf. Der Sieger der Lombardei-Rundfahrt wurde später wieder gestellt und büsste für seinen Effort.

si/fal

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