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Webber erbt Pole – Pech für Pérez

Sauber-Pilot Sergio Pérez knallt beim Qualifying in Monte Carlo in die Leitplanken und kann nicht fertig fahren. Michael Schumacher fuhr Bestzeit, wurde aber um fünf Plätze zurückversetzt.

Pech: Der Wagen von Sergio Pérez verliert beim Qualifying ein Hinterrad.
Pech: Der Wagen von Sergio Pérez verliert beim Qualifying ein Hinterrad.
Keystone

Für das Sauber-Team brachte das Abschlusstraining nicht das gewünschte Ergebnis. Kamui Kobayashi schied als Zwölftschnellster im zweiten Teil aus, wird nach der Rückversetzung von Pastor Maldonado im Williams aber von Platz 11 starten.

Für Sergio Pérez ging das Qualifying schon während des ersten Versuchs zu Ende. Der Mexikaner schlug wegen eines Defekts an der Lenkung seitlich in den Leitplanken ein und beschädigte beide Radaufhängungen des Autos. Zur Bergung des Wracks wurde das Training für einige Minuten unterbrochen. Pérez wird damit sein erstes Formel-1-Rennen im Fürstentum von ganz hinten in der Startaufstellung in Angriff nehmen müssen. Im vergangenen Jahr hatte er nach einem schlimmen Unfall im Qualifying auf die Teilnahme am Grand Prix in Monte Carlo und zwei Wochen später in Montreal verzichten müssen.

Auch Maldonado zurückversetzt

Perez war schon am Morgen im letzten freien Training in einen Zwischenfall verwickelt gewesen. Pastor Maldonado, der unerwartete Sieger des Grand Prix von Spanien, wurde nach einem selbst verschuldeten Techtelmechtel mit dem Sauber-Fahrer in der Startkolonne vorerst um zehn und später wegen eines Getriebewechsel fünf weitere Plätze nach hinten versetzt. Der Venezolaner startet deshalb aus der letzten Position.

Webber führt zum ersten Mal seit Juli 2011 und dem Grand Prix von Deutschland die Startkolonne an. In Monte Carlo war er schon einmal vor zwei Jahren aus der Pole-Position losgefahren – und hatte danach auch das Rennen für sich entschieden. Startplatz 1 in Monaco, wo das Überholen praktisch ein Ding der Unmöglichkeit ist, ist ohnehin so wertvoll wie nirgends. In den letzten acht Grands Prix in den Häuserschluchten des Kleinstaates wurde siebenmal der Beste des Qualifyings auch als Sieger abgewinkt.

Schumacher verliert 69. Pole-Position

Es wäre die erste Pole-Position für Michael Schumacher seit fast sechs Jahren gewesen – und die 69. insgesamt. Letztmals hatte sich der Rekord-Weltmeister im Sommer 2006 für den Grand Prix von Frankreich in Magny-Cours den besten Startplatz gesichert. Über die Rückversetzung um fünf Positionen war sich Schumacher schon vorzeitig im Klaren gewesen. Die Strafe hatten die Kommissäre wegen eines selbstverschuldeten Unfalls im Grand Prix von Spanien mit Bruno Senna ausgesprochen.

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