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Tom Lüthi Sechster – Knochenbruch bei Krummenacher

Tom Lüthi nimmt den GP von San Marino aus der zweiten Startreihe in Angriff. Der Berner verlor lediglich 0,375 Sekunden auf die Bestzeit von Marc Marquez. Randy Krummenacher will trotz grossen Schmerzen starten.

Diagnose im Spital: Randy Krummenacher hat zwei Knochen im rechten Mittelfuss gebrochen.
Diagnose im Spital: Randy Krummenacher hat zwei Knochen im rechten Mittelfuss gebrochen.

Als hätte Randy Krummenacher nicht schon genug Probleme! Gestern im Qualifying zum Motorrad-GP von San Marino in Misano brach sich der Zürcher Oberländer zweimal den rechten Mittelfuss. Tom Lüthi startet als Sechster aus der zweiten Reihe. Es passierte kurz vor Trainingsende: Bei der Kalex gabs ein Kupplungsproblem, darauf blockierte das Getriebe. Krummenacher flog in hohem Bogen von der Maschine und liess sich danach von Teamchef Marco Rodrigo auf dem Roller ins Medical Centre chauffieren. Diagnose: Zwei Knochen im rechten Mittelfuss gebrochen.

Krummenacher: «Der Arzt gab mir grünes Licht für einen Start. Die Schmerzen sind zwar enorm, aber ich versuche alles, um zu starten.» Das Problem: Mit dem rechten Fuss betätigt er die Hinterbremse, «aber noch schlimmer ist der Druck, den ich auf den Fussrastern aushalten muss. Schmerzstillende Spritzen kommen für mich nicht in Frage. Sollte das Warm-up am Sonntagmorgen zeigen, dass ein Start wenig Sinn macht, werde ich sicher vernünftig genug sein und verzichten.»

Ein herber Rückschlag für den 22-Jährigen, der nach dem Rückzug des GP Team Switzerland Ende Saison auf Jobsuche für 2013 ist. «Es bestehen vier ernsthafte Optionen. Ich bin zuversichtlich, bis zum Rennen in Aragon Klarheit zu haben.» Bessere Resultate als in den letzten Rennen könnten bei den Verhandlungen gewiss förderlich sein. Über den 19. Trainingsrang gestern im Qualifying, das nach zwei Regentagen endlich bei herrlichem Sommerwetter ausgetragen werden konnte, ist Krummenacher nicht enttäuscht, «weil der Rückstand auf die Bestzeit nur etwas über eine Sekunde beträgt».

Auch Ärger für Dominique Aegerter

Nicht weniger als 16 Piloten klassierten sich innerhalb von 0,88 Sekunden. Marc Marquez war auf seiner Suter 0,044 Sekunden schneller als sein spanischer Landsmann Pol Espargaro, der fünf Minuten vor Trainingsende mit seiner Kalex ebenfalls stürzte. Tom Lüthi stellte seine persönliche Bestzeit auf der Suter schon in der fünften von zwanzig Trainingsrunden auf, «leider wurde ich im Gegensatz zur Konkurrenz nicht schneller». Mit einem guten Start glaubt der WM-Dritte trotzdem, am Sonntag ums Podest mitfahren zu können (SFinfo live 12.20 Uhr).

Dominique Aegerter war über sein schlechtestes Qualifying dieser Saison (Rang 17) «sehr unzufrieden, weil ich wegen eines Reifenproblems rund 15 Minuten an der Box verlor». Wichtige Zeit, welche nach den Regentrainings fehlte, um eine optimale Trocken-Abstimmung zu finden. Der 21-jährige Rohrbacher spricht es zwar nicht aus, aber er weiss, dass die Reifenprobleme durchaus mit den bereits zweijährigen und veralteten Felgen in Zussamenhang stehen könnten.

In der Moto-GP hat Honda-Pilot Dani Pedrosa mit seiner Qualifying-Bestzeit nun genauso viele Pole-Positionen in seiner Karriere erreicht wie Siege - deren 41. Nur 18 Hundertstel dahinter klassierte sich sein spanischer Landsmann und WM-Leader Jorge Lorenzo (Yamaha), der vor dem Rennen am Sonntag noch 13 Zähler Vorsprung hat. Cal Crutchlow (Gb), der vor zwei Wochen in Brünn als Dritter seinen ersten Podestplatz herausfuhr, steht mit seiner Yamaha ebenfalls noch in der ersten Reihe.

Dahinter egalisierte Moto2-Champion Stefan Bradl (Honda) mit Rang 4 vor seinem 100. GP seine Trainings-Bestleistung seit dem Aufstieg in die Königsklasse, Valentino Rossi (Ducati) wurde Sechster und MotoGP-Debütant Jonathan Rea (Gb), der bei Honda den verletzten Weltmeister Casey Stoner ersetzt, darf als Neunter aus der dritten Startreihe losfahren.

In der Moto3 sicherte sich WM-Leader Sandro Cortese mit seiner KTM Startplatz 1. Der Schweizer Giulian Pedone hielt den «Schaden» mit Rang 23 mehr in Grenzen als in der Moto2 Marco Colandrea, der auf Rang 30 nur gerade Töff-Lady Elena Rosell hinter sich lassen konnte.

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