Zum Hauptinhalt springen

Schlechte Prognose für Vettel

Vor dem Saisonfinal in Brasilien hält Sebastian Vettel fast alle Trümpfe im WM-Kampf in der Hand. Sein Rivale Fernando Alonso gibt aber noch nicht auf und hofft – auf Hilfe von oben.

Siegreich: Im strömenden Regen von Malaysia konnte Fernando Alonso seine Regenqualitäten ausspielen und das Rennen gewinnen. (25. März 2012)
Siegreich: Im strömenden Regen von Malaysia konnte Fernando Alonso seine Regenqualitäten ausspielen und das Rennen gewinnen. (25. März 2012)
Keystone
Nicht wunschgemäss: Sebastian Vettel schaffte es in Malaysia lediglich auf den 11. Rang. (25. März 2012)
Nicht wunschgemäss: Sebastian Vettel schaffte es in Malaysia lediglich auf den 11. Rang. (25. März 2012)
Keystone
Umgekehrte Vorzeichen: Vor zwei Jahren ging Alonso mit 15 Punkten Vorsprung ins letzte Rennen, nur um am Schluss Vettel siegen zu sehen. (14. November 2010)
Umgekehrte Vorzeichen: Vor zwei Jahren ging Alonso mit 15 Punkten Vorsprung ins letzte Rennen, nur um am Schluss Vettel siegen zu sehen. (14. November 2010)
Keystone
1 / 4

Sebastian Vettel hat vor dem letzten Rennen der Saison genau 13 Punkte Vorsprung auf seinen Verfolger Fernando Alonso. Um ganz sicher Weltmeister zu werden, muss er mindestens auf den 4. Platz fahren, bei einem Ausfall dürfte Alonso nicht über den 4. Rang hinausfahren. Auf ein solches Szenario spekuliert der Spanier, nur will er sich natürlich mit dem 3. Platz die Weltmeister-Krone sichern. «Wir haben es nicht in der Hand. Das heisst aber auch, dass wir nichts zu verlieren haben, jedoch eine Menge zu gewinnen», sagt Alonso und schiebt damit den ganzen Druck auf den amtierenden Weltmeister ab. Auch die Wettquoten sprechen eine klare Sprache: Vettel wird sowohl in der Weltmeisterschaft als auch im GP von São Paulo als klarer Favorit gehandelt.

Einen Strich durch die Rechnung könnte Vettel und den Wettanbietern das Wetter machen. Für Sonntag sind in Interlagos, wo die Rennstrecke liegt, schauerartige Regenfälle vorhergesagt. Gut möglich also, dass es zu einem verregneten Saisonfinal kommt – und wer auf nasser Unterlage die besseren Karten hat, ist eindeutig. Alonso hat in dieser Saison schon mehrmals bewiesen, dass er im Regen schneller fahren kann als Vettel. So hat er zum Beispiel am Anfang der Saison den Regen-GP von Malaysia gewonnen, während Vettel nur Elfter wurde. Zudem hat der Spanier in Hockenheim und Silverstone die Poleposition im Regen geholt, während der Deutsche jeweils das Nachsehen hatte. Alonso hofft in São Paulo natürlich auf einen chaotischen GP, bei dem Vettel ausscheidet und er selbst seine Regenqualitäten ausspielen kann. Von der Tatsache, dass Alonso der bessere Regenfahrer ist, lässt sich Vettel aber nicht beeindrucken. «Ich habe bei Pirelli nachgefragt, ob alle Container mit den Regenreifen angekommen sind. Das ist so, deshalb fühle ich mich sicher», sagte der 25-Jährige leicht verschmitzt.

«Wenn du kein schnelles Auto hast, kann dir Regen in die Karten spielen»

Dass 13 Punkte Vorsprung aber alles andere als eine Garantie für den Sieg sind, haben Vettel und Alonso schon 2010 gezeigt. Damals ging der Spanier mit 15 Punkten Vorsprung ins letzte Rennen und musste sich am Schluss trotzdem geschlagen geben. Alonso weiss, was es braucht, damit er am Schluss der strahlende Gewinner ist. «Wenn dein Auto konkurrenzfähig und schnell ist, dann wäre ein trockenes Rennen besser, denn dann läuft alles geregelter ab. Wenn du das nicht hast, dann könnte dir Regen durchaus in die Karten spielen. Man kann viel mehr herausholen, wenn man die richtigen Reifen zur richtigen Zeit aufzieht», sagte Alonso vor dem GP von Belgien, damals noch mit 40 Punkten Vorsprung Leader. Jetzt sind die Rollen vertauscht, doch die Worte machen im Hinblick auf das Saisonfinale mehr Sinn denn je.

Die Resultate des ersten Trainings:

1. Lewis Hamilton (Gb), McLaren, 1:14,131. 2. Sebastian Vettel (De), Red Bull, 0,009 Sekunden zurück. 3. Mark Webber (Au), Red Bull, 0,067. 4. Jenson Button (Gb), McLaren, 0,086. 5. Fernando Alonso (Sp), Ferrari, 0,284. 6. Felipe Massa (Br), Ferrari, 0,585. 7. Romain Grosjean (Fr/Sz), Lotus, 0,588. 8. Paul di Resta (Gb), Force India, 0,607. 9. Pastor Maldonado (Ven), Williams, 0,884. 10. Nico Hülkenberg (De), Force India, 0,919. 11. Michael Schumacher (De), Mercedes, 0,983. 12. Kamui Kobayashi (Jap), Sauber, 1,124. 13. Sergio Pérez (Mex), Sauber, 1,265. - 24 Fahrer im Training.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch