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Lüthi verkürzt Rückstand in der WM

Er ist nicht zu stoppen: Zum sechsten Mal fährt Tom Lüthi aufs Podest. Und rückt damit in der Gesamtwertung näher zum WM-Leader.

WM-Rückstand verkleinert: Tom Lüthi hebt stolz den Pokal in die Höhe.
WM-Rückstand verkleinert: Tom Lüthi hebt stolz den Pokal in die Höhe.
Manu Fernandez, Keystone
Mattia Pasini, Alex Marquez und Tom Lüthi auf dem Podest.
Mattia Pasini, Alex Marquez und Tom Lüthi auf dem Podest.
Keystone
Sechster Podestplatz im siebten Saisonrennen: Tom Lüthi am GP von Katalonien. (11. Juni 2017).
Sechster Podestplatz im siebten Saisonrennen: Tom Lüthi am GP von Katalonien. (11. Juni 2017).
Manu Fernandez, Keystone
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Der 30-jährige Emmentaler Tom Lüthi erreichte im siebten Saisonrennen zum sechsten Mal einen Podestplatz und schloss nach seinem 3. Rang im Grand Prix von Katalonien in Montmelo bis auf sieben Zähler zu WM-Leader Franco Morbidelli auf.

Gewonnen wurde das Rennen vom Spanier Alex Marquez. Der kleine Bruder von MotoGP-Weltmeister Marc Marquez feierte einen Start-Ziel-Sieg und fuhr 3,525 Sekunden vor dem Italiener Mattia Pasini über die Ziellinie. Lüthi lag weitere 0,870 Sekunden zurück.

Der von Position fünf gestartete Lüthi musste schon in der ersten Kurve einen Umweg machen und lag nach einer Runde nur an 7. Stelle. «Da habe ich für eine kurze Zeit meinen Rhythmus verloren», erklärte der Kalex-Fahrer. Bis zur 8. Runde hatte der noch nie so gut in eine Saison gestartete Schweizer die Pace aber wieder gefunden und nacheinander Takaaki Nakagami, Lorenzo Baldassarri, Miguel Oliveira und auch WM-Leader Franco Morbidelli überholt.

«Ich fuhr am Limit»

Marquez fuhr an diesem Wochenende fast in einer eigenen Kategorie und war nicht nur für Lüthi unerreichbar. Doch zu Pasini, dem Sieger des Rennes von vor einer Woche in Mugello, konnte Lüthi rasch aufschliessen. «Ich fuhr am Limit und wollte auch unbedingt Zweiter werden. Aber ich musste auch etwas die Reifen schonen, um nicht zu stürzen. Ich kann es nicht anders ausdrücken, aber dieser dritte Rang ist einfach geil.»

Es war in seinem 240. GP-Rennen der 53. Podiumsplatz. Den ersten hatte er vor bereits 14 Jahren auf dieser Strecke nördlich von Barcelona gefeiert, als er wie 2010 und 2012 Zweiter geworden war. 2013 stand er in Montmelo als Dritter ebenfalls auf dem Podest. Die Aussichten nach dem siebten von 18 Saisonrennen auf seinen zweiten WM-Titel nach 2005 in der 125er-Kategorie sind nach dem neuerlichen Podestplatz gestiegen.

Morbidelli, der mit Reifenproblemen zu kämpfen hatte, klassierte sich nur im 6. Rang und hat nur noch sieben Zähler Vorsprung. Auch sein Teamkollege Marquez liegt nach seinem 6. GP-Sieg nur noch 20 Zähler zurück und möchte im Kampf um seinen 2. Titel nach 2014 (Moto3) ein Wörtchen mitreden. Lüthi: «Ich nehme Rennen für Rennen. Wenn ich und meine Mechaniker-Crew weiterhin so gut schaffen, ist vieles möglich.» Das nächste Rennen findet in zwei Wochen mit dem Grand Prix der Niederlande statt. In Assen erreichte Lüthi schon acht Top-Ten-Klassierungen und stand 2008 (2.) und 2010 (3.) auf dem Podest.

Aegerter büsst einen WM-Rang ein

Dominique Aegerter hatte bis auf das dritte Training am Samstag (4. Rang) nie die richtige Abstimmung für seine Suter-Maschine gefunden. «Das war kein gutes Wochenende. Ich hatte mit der Hitze Probleme und bekam in den letzten zehn Runden fast keinen Schnauf mehr.»

Der 26-jährige Oberaargauer, der bis zum Rennen in Montmelo neben Tom Lüthi der einzige Fahrer im Moto2-Feld war, der in diesem Jahr immer in die Punkteränge fahren konnte, fehlten diesmal bei 32 Grad Lufttemperatur als 17. weniger als eine Sekunde zu Rang 15. In der WM fiel er um einen Platz in die 8. Position zurück.

Der 20-jährige Zürcher Jesko Raffin, der vor einem Jahr auf dieser Strecke seinen Teamkollegen Luis Salom nach einem tödlichen Trainingsunfall verloren hatte, verlor als 24. mehr als 47 Sekunden auf den Sieger.

Dovizioso doppelt nach

In der Königsklasse gewann wie schon vor einer Woche in Mugello der 31-jährige Andrea Dovizioso. Er ist damit der erste Ducati-Fahrer seit Casey Stoner 2010, der zwei Rennen hintereinander gewinnen konnte.

Hinter Dovizioso klassiert sich das Honda-Duo mit Weltmeister Marc Marquez und Dani Pedrosa, das aber bereits über dreieinhalb und fast sieben Sekunden einbüsste. Eine Schmach setzte es für das Yamaha-Werkteam ab: Valentino Rossi (8.) und WM-Leader Maverick Viñales (10.) mussten sich gar von Yamahas-Kundenteam mit den Johann Zarco (5.) und Jonas Folger (6.) geschlagen geben. In der WM liegt Viñales noch sieben Zähler vor Dovizioso, Marquez als Dritter liegt schon 23 Punkte zurück.

In der Moto3 feierte Honda einen fünffachen Triumph. Der Spanier Joan Mir führt nach seinem vierten Saisonsieg in der Gesamtwertung bereits 45 Punkte vor dem Italiener Romano Fenati (133:88), der 0,191 Sekunden hinter Mir als Zweiter die Ziellinie überquerte.

Montmelo (ESP). Grand Prix von Katalonien. MotoGP (25 Runden à 4,655 km/116,375 km): 1. Andrea Dovizioso (ITA), Ducati, 44:41,518 (156,2 km/h). 2. Marc Marquez (ESP), Honda, 3,544 Sekunden zurück. 3. Dani Pedrosa (ESP), Honda, 6,774. 4. Jorge Lorenzo (ESP), Ducati, 9,608. 5. Johann Zarco (FRA), Yamaha, 13,838. 6. Jonas Folger (GER), Yamaha, 13,921. Ferner: 8. Valentino Rossi (ITA), Yamaha, 20,821. 10. Maverick Viñales (ESP), Yamaha, 24,189. - Schnellste Runde (3.): Folger in 1:45,969 (Rekord/158,1 km/h). - 22 Fahrer gestartet, 19 klassiert. – WM-Stand (7/18): 1. Viñales 111. 2. Dovizioso 104. 3. Marquez 88. 4. Pedrosa 84. 5. Rossi 83. 6. Zarco 74.

Moto2 (23 Rd/107,065 km): 1. Alex Marquez (ESP), Kalex, 42:40,502 (150,5 km/h). 2. Mattia Pasini (ITA), Kalex, 3,525. 3. Tom Lüthi (SUI), Kalex, 4,452. 4. Miguel Oliveira (POR), KTM, 5,322. 5. Lorenzo Baldassarri (ITA), Kalex, 9,930. 6. Franco Morbidelli (ITA), Kalex, 14,172. Ferner: 17. Dominique Aegerter (SUI), Suter, 24,423. 24. Jesko Raffin (SUI), Kalex, 47,390. - Schnellste Runde (2.): Marquez mit 1:49,712 (Rekord/152,7 km/h). - 32 Fahrer gestartet, 28 klassiert. – WM-Stand (7/18): 1. Morbidelli 123. 2. Lüthi 116. 3. Marquez 103. 4. Oliveira 83. 5. Pasini 69. 6. Francesco Bagnaia (ITA), Kalex, 55. Ferner: 8. Aegerter 46. 27. Raffin 5.

Moto3 (22 Rd/102,41 km): 1. Joan Mir (ESP), Honda, 42:11,846 (145,6 km/h). 2. Romano Fenati (ITA), Honda, 0,191. 3. Jorge Martin (ESP), Honda, 0,279. - Schnellste Runde (4.): Martin 1:53,861 (Rekord/147,1 km/h). - 32 Fahrer gestartet, 28 klassiert. – WM-Stand (7/18): 1. Mir 1334. 2. Fenati 88. 3. Aron Canet (ESP), Honda, 85.

Nächstes Rennen: Grand Prix der Niederlande am Sonntag, 25. Juni in Assen.

(SDA)

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