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Hamilton gewinnt den GP von Grossbritannien, Sauber punktelos

Lewis Hamilton gewinnt ein von Beginn weg turbulentes Regen in Silverstone, bei dem in den letzten Runden der Regen einsetzt. Felipe Nasr kann gar nicht erst starten, Marcus Ericsson wird 11. und verpasst die Punkte knapp.

Nicht zu stoppen: Mercedes-Pilot Lewis Hamilton gewinnt den GP von Grossbritannien und baut seinen WM-Vorsprung auf Nico Rosberg auf 17 Zähler aus.
Nicht zu stoppen: Mercedes-Pilot Lewis Hamilton gewinnt den GP von Grossbritannien und baut seinen WM-Vorsprung auf Nico Rosberg auf 17 Zähler aus.
Ben Stansall, AFP
Der Deutsche Nico Rosberg (links) wird Zweiter, sein Landsmann Sebastian Vettel im Ferrari wird Dritter.
Der Deutsche Nico Rosberg (links) wird Zweiter, sein Landsmann Sebastian Vettel im Ferrari wird Dritter.
Andrej Isakovic, AFP
Felipe Nasr bleibt auf dem Weg zur Startaufstellung wegen Getriebeproblemen stehen und kann gar nicht erst starten.
Felipe Nasr bleibt auf dem Weg zur Startaufstellung wegen Getriebeproblemen stehen und kann gar nicht erst starten.
Patrik Lundin, Keystone
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Weder der Doppelsieg von Mercedes noch der Heimtriumph von Hamilton kamen nach dem Qualifying vom Samstag überraschend. Die Art und Weise, wie der 30-jährige Engländer zu seinem 38. Grand-Prix-Sieg kam, erstaunte jedoch. Nach einem Festtag sah es für Mercedes zwischenzeitlich nämlich keineswegs aus.

Beim Start geriet Hamilton ins Hintertreffen und fand sich zwischenzeitlich völlig überraschend hinter den beiden Fahrern von Williams lediglich an dritter Position wieder. Nach einem taktisch geschickten Boxenstopp fuhr der WM-Leader aber bereits vor Rennhälfte seinem dritten Sieg in Silverstone nach 2008 und 2014 entgegen und liess sich auch durch den aufkommenden Regen in der Schlussphase nicht nervös machen. In der WM-Wertung vermochte Hamilton seine Führung vor Heimpublikum dergestalt um sieben auf 17 Punkte auszubauen.

Hamiltons richtige Reifenwahl

Im Zuge des Wechsels von den weicheren auf die härteren Reifen liess der Brite, der als Erster der Sieganwärter die Boxen ansteuerte, sowohl Felipe Massa als auch Valtteri Bottas hinter sich, derweil Rosberg zunächst hinter dem Williams-Duo im 4. Rang hängen blieb. Im Rennfinale wechselte Hamilton vor seinen stärksten Herausforderern um den Tagessieg auf die Intermediates-Pneus und lag damit goldrichtig. Mit den nassen Streckenbedingungen bekundeten die beiden Williams-Fahrer erhebliche Probleme, sodass am Ende nicht einmal ein Podestplatz resultierte. Rosberg kämpfte sich auf Platz 2 vor, Sebastian Vettel im Ferrari wurde Dritter. Für Massa und Bottas blieben die Ränge 4 und 5.

Vor dem Start zum neunten Saisonrennen war, was die Spitzenpositionen betrifft, einzig darüber diskutiert worden, ob Rosberg seinen Teamkollegen wie vor zwei Wochen in Österreich beim Start würde überholen können oder ob Hamilton den Vorteil des besten Startplatzes diesmal nützen kann. Ein anderes Szenario sah das Renn-Drehbuch bei den Silberpfeilen nicht vor.

Williams überraschen die Mercedes beim Start

Doch zur grossen Überraschung lagen nach der ersten Kurve nicht die Autos von Mercedes an der Spitze, sondern jene von Williams. Massa erwischte einen fantastischen Start und preschte unwiderstehlich zwischen Hamilton und Rosberg an die Spitze. Auch Massas Teamgefährte Bottas lag für kurze Zeit vor Hamilton, ehe dieser Rang 2 vor der Neutralisation des Rennens wieder zurückerobern konnte.

Nach der Safety-Car-Phase, die aufgrund einer Kollision kurz nach dem Start zwischen den Lotus-Fahrern Romain Grosjean, Pastor Maldonado und Jenson Button im McLaren-Honda nötig geworden war, blies Hamilton zum Angriff auf Massa. Dabei beging der Lokalmatador jedoch einen Fahrfehler, so dass Bottas am britischen WM-Leader vorbeiziehen konnte und dergestalt bis zum ersten Reifenwechsel für eine Doppelführung von Williams sorgte.

Das Team Sauber erlebte in Mittelengland einen Tag zum Vergessen. Die erste Hiobsbotschaft ereilte die Hinwiler bereits vor Rennbeginn, als Felipe Nasr auf dem Weg zur Startaufstellung mit dem Sauber-Ferrari C34 in der Stowe-Kurve stehen blieb und aufgrund eines Getriebeproblems nicht am Grand Prix teilnehmen konnte. Der Schwede Marcus Ericsson war drauf und dran, dank Platz 10 einen WM-Punkt zu gewinnen. Aufgrund von (im Nachhinein) falschen Entscheidungen des Teams bei der Reifenwahl bei einsetzendem Regen musste der Schwede allerdings noch Fernando Alonso (McLaren) vorbeiziehen lassen.

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