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Frust und Kampfeslust bei Sauber

Auch nach der fünften Mercedes-Nullnummer in Folge kann Sauber in der Teamwertung nicht am deutschen Rennstall vorbeiziehen. Für die Krise ist vor allem Sergio Pérez verantwortlich.

Kann nicht zufrieden sein: Sergio Pérez.
Kann nicht zufrieden sein: Sergio Pérez.
Keystone

Auch in Austin vergibt Sauber die Chance, in der Konstrukteurswertung Boden auf das Mercedes-Team gutzumachen. Und das, obwohl der deutsche Rennstall keinen einzigen Punkt eingefahren hat. Leider ist das bei Sauber kein neues Szenario: Trotz zuletzt fünf Nullnummern in Serie von Mercedes kann der Hinwiler Rennstall daraus fast keinen Profit schlagen. Im September befand sich das Duo Michael Schumacher und Nico Rosberg noch 35 Punkte von Sauber. Nach diesem Wochenende liegen die Schweizer immer noch zwölf Punkte hinter Mercedes. «Es ist ein bisschen frustrierend», sagt Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn nach dem GP von Austin. «Wenn man sich die gesamte Saison anschaut, dann hatten wir sehr viele Chancen auf Punkte. Wir hätten mehrfach Zähler auf die Konkurrenz vor uns gutmachen können. Vor allem dann, als denen keine Punktgewinne gelungen sind. Das ist schade, wenn man diese Gelegenheiten nicht nutzen kann.»

In Brasilien hat Sauber am nächsten Wochenende die letzte Chance, auf den fünften Rang in der Wertung vorzustossen. Auch nach den vergebenen Möglichkeiten sieht Kaltenborn aber keinen Handlungsbedarf am Auto: «Es wird in Brasilien keine neuen Teile geben. Wir versuchen, unser Paket im Hinblick auf die dortige Streckencharakteristik zu optimieren. Wir wollen das Maximum aus den vielleicht auftretenden Möglichkeiten machen.» Kaltenborn betont, ihr Team habe den Kampf um den fünften Platz trotz des schwierigen Wochenendes noch nicht aufgegeben.

Sergio Pérez' schwache Vorstellung

Während bei Mercedes hauptsächlich die Autos an der mageren Ausbeute schuld waren, stehen bei Sauber vor allem die Fahrer in der Kritik. Ein Hauptgrund für die vergebenen Chancen in den letzten fünf Rennen ist Sergio Pérez. Der Mexikaner hat in diesen Rennen keinen einzigen Punkt eingefahren. Vorher holte er im Schnitt knapp vier Punkte pro GP. Die einzigen Punkte, die Sauber seit Mercedes' letzten Zählern eingefahren hat, stammen von Kamui Kobayashis 3. Platz in Japan und seinem 6. Rang in Abu Dhabi. Pérez machte derweil mehr mit Strafen und waghalsigen Manövern auf sich aufmerksam. In Abu Dhabi und Austin wurde der Mexikaner je dreimal verwarnt. Zum letzten Mal in die Punkte fuhr er in Singapur, wo er auf dem 10. Platz landete. Will das Sauber-Team im letzten Moment noch an Mercedes vorbeiziehen, muss es in São Paulo 13 Punkte mehr machen als die Deutschen. Dazu würden bei einer weiteren Nullnummer von Mercedes bereits ein 6. und ein 7. Platz reichen.

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