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Ecclestone belohnt Spitzel mit 1 Million

Der Formel-1-Chef setzt bei der Einhaltung der Budgetobergrenze auf Informanten – und bietet ein grosszügiges Dankeschön.

Spendabel: Bernie Ecclestone prämiert Informanten.
Spendabel: Bernie Ecclestone prämiert Informanten.
Keystone

Auch der Chef weiss offenbar nicht alles über seine Formel-1-Teams. Jedenfalls will Bernie Ecclestone mehr Informationen. Und lässt sich das einiges kosten. So bietet der 83-jährige Brite gesprächigen Fahrern und anderen Informanten – «sofern sich deren Wissen als akkurat herausstellt» – ab der nächsten Saison eine Million Euro für die Preisgabe von finanziellen Geheimnissen. Ecclestone will so dafür sorgen, dass die Budgetobergrenze der Teams eingehalten wird, die jüngst beschlossen und auf 200 Millionen Dollar (180 Millionen Franken) festgesetzt wurde. Er plant auch bereits Sanktionen, falls diese überschritten würde: «Wir gehen auf das betreffende Team zu und drohen damit, ihm im Folgejahr die drei besten Ergebnisse zu streichen. Dann schauen wir einmal, ob es betrügen will.» Das sagte Ecclestone im britischen «Express».

Noch ist allerdings unklar, was alles in den 200 Millionen Dollar enthalten sein wird. Der Formel-1-Chef will den Rennställen gar nicht erst Spielraum bieten und sagt: «Solange wir nicht alles unter die Budgetobergrenze setzen, werden die Teams immer einen Weg finden, diese Limitierung zu umgehen.»

Übrigens: Dank Ecclestone werden einige Rennställe diese Grenze schon fast erreichen, ohne auch nur einen Cent von einem Sponsoren erhalten zu haben. Ferrari bekam vergangene Saison als WM-Dritter 72 Millionen Dollar und als Dankeschön für die Treue zusätzlich 99 Millionen Dollar vom Chef. Insgesamt also 171 Millionen, Red Bull immerhin noch 162 Millionen Dollar.

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