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Marcus Ehning realisiert "halben" Schweizer Sieg

Mit einem Pferd in Schweizer Besitz realisierte Marcus Ehningden ersten deutschen Sieg der Springreiter am 94. CHIO Aachen.

Der Holländer Hengst Plot Blue, der Ehning ein Sieggeld von 16 500 Euro bescherte, ist in Besitz der Schweizerin Kathrin Somogyi.

"Plot Blue wird auch mein Pferd für die Europameisterschaften im August in Windsor sein. Er ist schnell, hat Qualität und bestätigte seinen Doppelnuller vom Nationenpreis", verriet der Westfale Ehning, der in den nächsten Tagen erstmals Vater werden wird. "Plot ist ein Ausnahmepferd. Wir harmonierten auf Anhieb."

Seit dem CSIO St. Gallen 2008 sitzt der deutsche Stilist im Sattel des 12-jährigen Hengstes, den der Luzerner Werner Muff in den grossen Turniersport eingeführt und an den Weltmeisterschaften 2006 und den Europameisterschaften 2007 geritten hat.

Der zweifache Weltcupsieger, der in den vergangenen Championaten mit Küchengirl so sehr versagt hatte, ist dank Plot Blue wieder zu einem EM-Medaillenkandidaten aufgestiegen. In der Siegerrunde vor 35 000 Zuschauern in der Soers bestätigte er mit einem Risikoritt und einigem Glück in der ersten Kombination Plots Qualitäten und verwies die französische Aufsteigerin Pénélope Leprevost (29) auf Mylord Carthago auf den Ehrenplatz. Die von Michel Robert trainierte Mutter einer fünfjährigen Tochter gilt als Entdeckung der Saison. Pius Schwizer/Carlina, Steve Guerdat/Jalisca Solier und Niklaus Schurtenberger/Cantus verfehlen wegen eines Abwurf im Normalparcours die Barrage.

Das Leistungsniveau der Schweizer Dressurreiter sinkt immer tiefer. Im GP Spécial erreichte Christian Pläge mit dem 17-jährigen Oldenburger Regent nach einer wenig ausdrucksvollen Vorstellung 66,208 Punkte, was ihn auf Rang 19 und um die Kür-Qualifikation brachte. Total missriet Marcela Krinke-Susmelj ihre Vorstellung mit Corinth. Das ernüchternde Resultat: 61,208 Punkte, Platz 25.

Wie im Grand-Prix triumphierte erneut der US-Amerikaner Steffen Peters mit dem elfjährigen Holländer Ravel. Der Weltcupsieger deutscher Herkunft siegte im Spécial allerdings weit knapper als im GP. Besonders nahe rückte ihm die dreifache holländische Olympiasiegerin Anky van Grunsven, die ihren Salinero nicht mehr so verspannt präsentierte wie zwei Tage zuvor. Allerdings mutet es seltsam an, dass ihr der polnische Richter Markowski gleich vier Punkte mehr zugestand als dem zweifachen Olympiavierten von Hongkong.

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