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Schweizer Rekord bei Hauptprobe

Die erst 18-jährige Yasmin Giger sorgte mit einem U-20-Schweizer-Rekord über 300 m für den Höhepunkt des traditionellen Leichtathletik-August-Abendmeetings in Langenthal – bei hochklassiger Beteiligung.

Der Oberaargauer Joel Burgunder (l.) wurde über 300 m Dritter, hinter Gehrig (M.) und Petrucciani.
Der Oberaargauer Joel Burgunder (l.) wurde über 300 m Dritter, hinter Gehrig (M.) und Petrucciani.
Raphael Moser

Das Bild machte Eindruck: Nicht weniger als 13 Startende an der Europameisterschaft nächste Woche in Berlin stellten sich auf vor dem zahlreich erschienenen Publikum im Leichtathletikstadion Hard in Langenthal. Sie hatten sich einem letzten Leistungstest vor den kontinentalen Titelkämpfen in Deutschland unterzogen. Nun wurden sie vom Organisator, der LV Langenthal, vorgestellt und mit einem Schoggi-Glückskäfer beschenkt.

Und einige hatten zuvor erstklassige Leistungen gezeigt. Allen voran Yasmin Giger. Die aktuelle U-20-WM-Dritte über 400 m Hürden pulverisierte den Schweizer Rekord ihrer Altersklasse über 300 m. Um 87 Hundertstel verbesserte sie die alte Marke von Regula Anliker, damals noch Aebi, des einstigen LVL-Aushängeschildes aus dem Jahr 1983.

«Ich versuchte locker zu bleiben und nur für mich und einfach draufloszulaufen», sagte Giger strahlend. Dass sie sich dabei um nahezu eine Sekunde steigerte, verblüffte sie. Und stimmt sie glücklich: «Dieses Resultat zeigt mir, dass die Form stimmt.» Und nicht zum ersten Mal brachte das Ausnahmetalent Trainer Werner Dietrich zum Staunen: «Wahnsinn, ich bin sprachlos.»

Burgunder und das Gefühl

Ebenfalls über 300 m massen sich die besten 400-m-Läufer. Einer davon tat dies unter besonderen Vorzeichen: Joel Burgunder, der Spezialist aus Heimenhausen. Von der allerbesten Seite konnte er sich nicht präsentieren. Lediglich Platz 3 erreichte er hinter Jonas Gehrig und Ricky Petrucciani.

Von Bedeutung waren die 33,69 Sekunden nicht für ihn. «Heute, unmittelbar vor der Abreise, spielte die Zeit keine Rolle. Es ging hauptsächlich ums Gefühl.» Und diesbezüglich nahm er Erfreuliches mit aus dem Rennen: «Die ersten 200 m waren hervorragend, dann setzte ich zu stark auf die Kadenz und büsste an Power ein.» Aber Burgunder fügte hinzu: «Die Leistung muss nächsten Dienstag in Berlin stimmen.»

Brand schlägt Mfompka

Mit Energie aus einem Erfolgserlebnis in die deutsche Metropole reist hingegen der Langhürdenläufer Dany Brand. Der U-23-EM-Zweite aus dem Vorjahr wurde nach 300 m Hürden in starken 36,29 Sekunden gestoppt – ausgangs Kurve.

«So gehts ring zum Saisonhöhepunkt», sagte er, «mit dem Wissen über viel Gutes, aber auch der Überzeugung, dass ein perfektes Rennen anders aussieht und sich anfühlt.» Doch Brand, der den andern EM-Fahrer Alain-Herve Mfompka hinter sich liess (36,50 Sekunden), betonte zufrieden: «Jetzt beginnt es zu passen.»

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