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Gafferei oder Dokumentation?

Die grösste Zeitung Österreichs veröffentlicht ein Bild, das die Stabhochspringerin Kira Grünberg nach ihrem Unfall im Krankenhaus zeigt. Das polarisiert.

ak

Eine gute Woche nach Kira Grünbergs fatalem Trainingsunfall hat die querschnittglähmte Sportlerin der«Kronen»-Zeitung ein exklusives Fotoshooting gewährt. «Viele Medien aus dem In- und Ausland haben schon angefragt, ob sie Bilder aus dem Spital bekommen können», begründete Grünbergs Manager Tom Herzog den Schritt. «Da waren auch ziemlich intensive Ansuchen dabei. Wir hatten also nur noch zwei Möglichkeiten: einen Sicherheitsdienst zu engagieren oder selbst offensiv zu werden.»

Die «Krone» habe den Zuschlag bekommen, weil sich ihr Leichtathletik-Experte Olaf Brockmann stets intensiv mit dem Werdegang von Kira Grünberg auseinandergesetzt habe. «Sie hat sich auch extra auf das Shooting vorbereitet, erstmals wurden ihr wieder die Haare gewaschen, die Nägel lackiert – man hatte den Eindruck, dass sie sogar etwas Spass dabei hatte», heisst es im Artikel über den Fototermin.

Es gibt aber auch kritische Stimmen. «Was seid ihr eigentlich für ekelhafte Geier – lasst sie gefälligst in Ruhe im Spital liegen, das Foto sieht nicht richtig freiwillig aus», schreibt ein User auf Twitter. «Lasst sie in Ruhe, das Foto sieht nicht freiwillig aus! Diese Augen schreien um Hilfe. Dann noch Werbung. Pfui!», macht ein anderer seinem Ärger Luft.

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