Büchlers geglückte Hauptprobe

Stabhochspringerin Nicole Büchler glückt am Diamond-League-Meeting in London die Hauptprobe für die WM. Die Bielerin klassiert sich mit der Saisonbestleistung von 4,73 Metern im 2. Rang.

In Form: Nicole Büchler scheint für die WM gerüstet.

In Form: Nicole Büchler scheint für die WM gerüstet.

(Bild: Getty Images)

Nicole Büchler kommt nach ei­nem durchzogenen Saisonbeginn immer besser in Fahrt. Vor gut drei Wochen in Stockholm feierte die Bielerin einen historischen Erfolg, als sie als erste Schweizerin im Rahmen der Diamond League einen Wettkampf für sich entscheiden konnte.

Vergangene Woche übersprang sie in Olten 4,70 Meter, ehe sie nun am Sonntag in London ihre Saisonbestleistung noch einmal um drei Zentimeter verbesserte und Platz 2 erreichte. «Ich bin sehr zufrieden, vor allem mit dem Rang», sagte Büchler. «Es klappt immer besser, auch wenn es noch viele Sachen zum Verbessern gibt.»

«Es klappt immer besser, auch wenn es noch viele Sachen zum Verbessern gibt.»Nicole Büchler

Nachdem Büchler auf der Höhe von 4,55 Metern, die sie erst im dritten Anlauf überquerte, auf einen neuen, wesentlichen härten Stab gewechselt hatte, kam sie so richtig in Fahrt. Nach 4,65 und 4,73 Metern versuchte sie sich an der Schweizer Rekordhöhe von 4,81 Metern, auf der sie aber nur einmal absprang und klar scheiterte. «Ich fühlte mich bereits ein wenig platt, zudem stimmte das Timing beim Anlauf nicht ganz.»

Am Ende musste sich Büchler aber nur von der griechischen Olympiasiegerin Katerina Ste­fanidi geschlagen geben, die 4,81 Meter übersprang. Dank des erneuten Podestplatzes qualifizierte sich die 33-jährige See­länderin vorzeitig für den Diamond-League-Final vom 1. September in Brüssel, wo auf die ­Siegerin eine Diamantentrophäe und 50'000 Dollar Preisgeld warten.

Der Fokus der Bernerin gilt aber vorerst den Weltmeisterschaften, die ab dem 5. August in der britischen Hauptstadt stattfinden werden. «Es ist ein tolles Stadion, auch wenn die Wind­verhältnisse nicht immer ganz einfach sind», sagte Büchler.

«Ich fühlte mich bereits ein wenig platt, zudem stimmte das Timing beim Anlauf nicht ganz.»Nicole Büchler

Bis zur Rückkehr nach London wird Büchler bereits am Dienstag noch das Meeting in Luzern sowie zehn Tage später die Schweizer Meisterschaften in Zürich bestreiten. Im Training liegt der Fokus in den nächsten Wochen auf der Verbesserung der Ex­plosivität. «Ich kann immer noch ein My schneller werden.»

Farahs geglückter Abschied

Für einen der Höhepunkte in London sorgte die amerikanische Hürdensprinterin Kendra Harrison. Die 24-Jährige gewann ein Jahr nach ihrem Weltrekordlauf (12,20) das Duell gegen die wiedererstarkte Australierin Sally Pearson in 12,39 Sekunden. In einem Monat strebt Harrison an selber Stätte ihren ersten grossen Titel an, nachdem sie vergangene Saison die interne Qualifikation für die Olympischen Spiele verpasst hatte.

Seinen Abschied aus der Diamond League feierte Mo Farah. Der 34-jährige Brite kam über 3000 Meter zu einem standesgemässen Sieg und sorgte damit für den stimmungsvollen Abschluss des Meetings im gut gefüllten Olympiastadion in Stratford. Über 100 Meter setzte sich die jamai­kanische Olympiasiegerin Elaine Thompson in 10,94 Sekunden knapp gegen Dafne Schippers aus den Niederlanden (10,97) durch.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt