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Lambiel kämpft bei Comeback um Olympia-Quotenplatz

Stéphane Lambiel gibt Donnerstag an der Nebelhorn-Trophy in Oberstdorf (De) sein wettkampfmässiges Comeback.

Der zweifache Weltmeister versucht sich einen Quotenplatz für die Olympischen Spiele 2010 in Vancouver zu sichern. Lambiel möchte zum dritten Mal Olympische Spiele erleben. Dieses Ziel reizte ihn so sehr, dass der 24-jährige Unterwalliser Ende Juli den Rücktritt vom Rücktritt bekannt gab. Ansonsten wäre er nicht zurückgekommen.

Olympia sei ein Traum für jeden Sportler, so Lambiel. Da der nationale Champion Jamal Othman (26.) Ende März an den Weltmeisterschaften keinen der 24 bereits vergebenen Quotenplätze holte, muss Lambiel in Oberstdorf zuerst einen Startplatz für die Schweiz ergattern - sechs bisher nicht qualifizierte Nationen können noch einen holen.

Auf dem Papier ist dies für den achtfachen Schweizer Meister nur eine Formsache. Seine Kontrahenten sind für ihn, was das Potenzial betrifft, keine wirklichen Gegner. Dennoch ist Lambiel sehr nervös: "Es ist vielleicht ein einfacher Wettkampf, aber mit grosser Bedeutung", sagt der Olympia-Zweite von 2006. Es sei erst September, und er müsse schon eine gute Leistung zeigen. "Das letzte Mal, das ich im September einen Wettkampf hatte, war glaube ich als Junior." Erschwerend empfindet er, dass er seit März 2008 nicht mehr um Punkte kämpfte. "Es ist schon emotional, und das muss ich noch unter Kontrolle bringen." Er habe seine Pläne, die hoffentlich aufgehen würden.

Damit die Programme den Anforderungen des komplizierten Bewertungssystems gerecht werden, hat er mit Preisrichtern zusammengearbeitet. Im Kurzprogramm vom Donnerstag läuft er zu Gioacchino Rossinis Oper "Wilhelm Tell". "Es ist etwas ganz ganz Lustiges". Jeder werde es geniessen, ist Lambiel überzeugt. Die Kür, die er am Freitag präsentiert, ist eine Weiterentwicklung des Tangos, den er ursprünglich für die vergangene Saison einstudierte. "Ich mag den Rhythmus, ich mag die Energie von Latino-Musik. Ich habe dieses Programm viel in Shows (unter anderem trat er in Japan, Südkorea und Kanada auf) gemacht, das wird mir helfen." Es gebe viele Übergänge und viel Choreografie. Allerdings nahm er sich auch viel Zeit für die Sprünge.

Für Oberstdorf hat er nur einen Vierfach-Toeloop geplant. "Ich muss mich erst qualifizieren. Es macht keinen Sinn, zwei Vierfache in der Nebelhorn-Trophy zu machen", begründet Lambiel. Seine Form beziffert er zwischen 70 und 80 Prozent. Einzelne Sprünge gingen, aber im Programm sei es schon schwierig, alles zu machen. "Ich brauche noch Zeit."

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