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ZSC verliert klar, Bern erst nach Penaltyschiessen

Ausgerechnet gegen Lausanne verliert der Leader ZSC zuhause. Bern unterliegt im Heimspiel Ambri-Piotta.

Hart zur Sache geht es im Duell der Teams der Stunde, Bern und Ambri: Der Ex-Berner Marco Müller stürzt auf SCB-Stürmer Vincent Praplan.
Hart zur Sache geht es im Duell der Teams der Stunde, Bern und Ambri: Der Ex-Berner Marco Müller stürzt auf SCB-Stürmer Vincent Praplan.
Alessandro della Valle, Keystone
Es ist ein enges Duell: Simon Moser wird von Ambris Goalie Viktor Östlund und Noele Trisconi gestoppt. Am Schluss entscheidet das Penaltyschiessen, das Ambri gewinnt und die Berner Siegesserie beendet.
Es ist ein enges Duell: Simon Moser wird von Ambris Goalie Viktor Östlund und Noele Trisconi gestoppt. Am Schluss entscheidet das Penaltyschiessen, das Ambri gewinnt und die Berner Siegesserie beendet.
Alessandro della Valle, Keystone
Auch Servette setzt seinen Lauf fort: Dank dem 3:0 gegen Fribourg schliessen die Genfer punktemässig zum Leader ZSC auf.
Auch Servette setzt seinen Lauf fort: Dank dem 3:0 gegen Fribourg schliessen die Genfer punktemässig zum Leader ZSC auf.
Salvatore Di Nolfi, Keystone
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Der SC Bern verpasst im Heimspiel gegen Ambri einen übers ganze Spiel gesehen möglichen Dreier und muss sich bei der 2:3-Shootout-Niederlage mit bloss einem Zähler zufrieden geben. Der SCB liess sich von Ambri zunächst überrumpeln und fand sich nach 20 Minuten 0:2 im Rückstand. Nach einem abgefangenen Pass Pestonis im Berner Powerplay beendeten Trisconi und Torschütze Flynn den 2-gegen-1-Konter erfolgreich, drei Minuten später lenkte Scherwey in Unterzahl Plastinos Weitschuss mit dem Gesäss ins eigene Tor. Ambri wirkte frischer, bei Bern wirbelte nur die Linie um Praplan.

Ab dem Mitteldrittel kam der SCB immer besser ins Spiel, wurde je länger, desto dominanter und kämpfte sich ins Spiel zurück. Arcobello verkürzte im Mitteldrittel im Powerplay nach einem Durcheinander in Ambris Defensive zum 1:2. Das Schlussdrittel bot dann Einbahnhockey mit 16:3 Schüssen aufs Tor. Andrew Ebbett, erneut im Powerplay, glich aus, Simon Moser schoss fünf Minuten vor Schluss das vermeintliche 3:2, das nach Coach’s Challenge und wegen Offside zurecht annulliert wurde. Weil auch die von Ambri dominierte Overtime keine Entscheidung brachte, musste das Penaltyschiessen entscheiden, in dem sich Ambri den wichtigen Zusatzpunkt im Strichkampf sicherte.(kk)

Lausanne deklassiert den ZSC

Lausanne hat seine Niederlagenserie nach fünf Spielen gestoppt – und wie! Die Waadtländer, bei denen Coach Ville Peltonen erneut auf Topverteidiger Junland verzichtete, deklassierten die ZSC Lions gleich mit 6:2. Fünf Tore erzielten die Gäste von der 20. bis zur 44. Minute, als die Zürcher defensiv völlig auseinanderfielen. Am Freitag gegen Servette hatte Lausanne seine 2:0-Führung nach zwei Dritteln noch verspielt und 2:4 verloren, diesmal räumte Jeffrey (42.) mit dem Shorthander zum 5:2 nach einem Fehlpass Flüelers die letzten Zweifel aus.

Die Waadtländer zeigten sich im mit 10'832 Zuschauern gut besetzten Hallenstadion bissiger in den Zweikämpfen und agiler. Und sie profitierten davon, dass ZSC-Coach Rikard Grönborg kein gutes Händchen bei der Goaliewahl hatte. Obschon Flüeler tags zuvor in Freiburg (3:0) einen Shutout gefeiert hatte, durfte Ortio spielen. Der Finne machte keine glückliche Figur und wurde nach 23 Minuten und dem haltbaren 2:3 ausgewechselt. Doch auch Flüeler konnte den Niedergang seines Teams nicht mehr aufhalten. Die ZSC Lions geben in jüngerer Zeit Rätsel auf. Am Freitag noch fast makellos, zeigten sie gegen Lausanne eine indiskutable Leistung. (sg.)

Der EVZ bestätigt seine aufsteigende Form

Langsam aber sicher nähert sich der EV Zug der Spitzenposition. Das 4:1 gegen die Lakers war für den meistgenannten Titelfavoriten der dritte Sieg in Serie und der fünfte in den letzten sechs Partien. In dieser Phase haben die Zuger im Schnitt fast vier Tore erzielt. Traf lange nur Hofmann, sind inzwischen die Schweden in Form gekommen: Am Freitag war Lindberg Doppeltorschütze, diesmal Klingberg. Für die Lakers, die für ihre Bemühungen nicht mehr belohnt werden, war es die dritte Niederlage nacheinander. (sg.)

SCL Tigers schiessen Biel endgültig ins Tief

Im zweiten Derby dieser Doppelrunde gehen die SCL Tigers als Sieger vom Eis. Nach der 1:2-Niederlage nach Verlängerung vom Freitag gegen den SCB gewinnen die Emmentaler in Biel 5:2. Es ist für sie ein Erfolg mit beinahe historischer Komponente: Denn die letzten neun Ernstkämpfe in der Tissot-Arena verloren die SCL Tigers allesamt.

Mann des Spiels war ausgerechnet Julian Schmutz, der im Frühling vom Seeland ins Emmental wechselte. In der 52. Minute sorgte er mit dem 3:2 – seinem zweiten Treffer an diesem Abend – für die Vorentscheidung. Derweil die SCL Tigers damit ihre Position am Strich halten, schlittern die Bieler langsam aber sicher einer Krise entgegen. Gegen Langnau kassierten sie nun die vierte Niederlage in Serie, hinzu kamen zuletzt noch das Out in der Champions Hockey League und im Cup. (mob)

Einstands-Niederlage für Pelletier in Davos

Der HC Lugano verliert bei Serge Pelletiers Einstand 2:3 in Davos. Dennoch ist es ein spezieller Tag für den kanadischeen Trainer. Er, der bereits von 1989 bis 2000 in diversen Coaching-Funktionen in Lugano tätig war, kehrt nun zurück, als neuer Headcoach und Nachfolger des entlassenen Sami Kapanen. Am Nachmittag teilt dies der Club mit, am Abend ist Pelletier bereits bei der Mannschaft in Davos. Die Niederlage in Davos kann er trotz 2:1-Führung nach zwei Dritteln nicht verhindern.

Im Gegenteil: Eine missglückte Coach's Challenge Pelletiers entscheidet gar die Partie indirekt zu Gunsten des Gegners. Als die Bündner durch Fabrice Herzog zum 2:2 ausgleichen, greift Luganos neuer Headcoach ein, will das Tor auf ein vorangegangenes Offside prüfen lassen. Die Linienrichter überprüfen die Szene und bleiben beim On-Ice-Entscheid: Tor. Dies hat gemäss Regeln zur Folge, dass Pelletier wegen Spielverzögerung eine 2-Minuten-Strafe kassiert, Davos nutzt das folgende Powerplay durch Félicien Du Bois zum 3:2-Siegtreffer. Der Entscheid bei der Coach's Challenge ist umstritten, da zwei mögliche Offside-Fälle hätten untersucht werden können. (kk)

Fribourg stürmt, Genf gewinnt

Nach dem 0:3 gegen die ZSC Lions hat Christian Dubé bei Fribourg jede Reihe neu zusammengesetzt. Auch musste er ohne Topskorer David Desharnais auskommen. Er verletzte sich im Spiel gegen die Zürcher, weil er von einem Mitspieler ungewollt über den Haufen gefahren worden war. Letztendlich genutzt haben die Umstellungen aber nicht: Fribourg verlor gegen Genf 0:3.

Dabei wäre ein Sieg Fribourgs nicht unverdient gewesen. Den Genfern entglitt im zweiten Drittel das Spieldiktat komplett. Dies, nachdem im ersten Drittel Servette durch Treffer von Bozon, der nach vier Spielsperren zurückkehrte, und Tömmernes in Führung ging. So mauerte Genf und Gottéron stürmte ab der 20. Minute. Nur der Ladehemmung von Fribourg hatten die Genfer es zu verdanken, dass sie sich unbeschadet ins dritte Drittel retten konnten. In diesem das gleiche Bild: Fribourg schoss aus allen Lagen aufs Tor, brachte den Puck aber nicht unter. Insbesondere Sprunger probierte es immer wieder – stets erfolglos. Es kam, was kommen musste: Genf schoss Sekunden vor dem Ende das 3:0. Genf gewinnt somit zum ersten Mal in dieser Saison gegen Gottéron. Die Freiburger müssen derweil schleunigst die Ladehemmung loswerden, wenn sie wieder einmal einen Sieg feiern wollen. (nih)

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Eisbrecher – der Hockey-Podcast von Tamedia

Die Sendung ist zu hören auf Spotify sowie auf Apple Podcast. Oder direkt hier:

Telegramme und Rangliste:

Bern - Ambri-Piotta 2:3 (0:2, 1:0, 1:0, 0:0) n.P. 16'889 Zuschauer. – SR Dipietro/Rohatsch, Cattaneo/Wolf. Tore: 9. Flynn (Trisconi) 0:1. 12. Plastino (Sabolic/Ausschluss Praplan) 0:2. 23. Arcobello (Rüfenacht/Ausschluss Sabolic) 1:2. 48. Ebbett (Rüfenacht, Arcobello/Ausschluss Plastino) 2:2. – Penaltyschiessen: Sabolic 0:1, Praplan -; Flynn -, Arcobello -; D'Agostini -, Moser -; Müller 0:2, Pestoni 1:2; Zwerger -, Andersson -. – Strafen: 6mal 2 plus 5 Minuten (Krueger) plus Spieldauer (Krueger) gegen Bern, 7mal 2 plus 5 Minuten (Fohrler) plus 10 Minuten (Jelovac) plus Spieldauer (Fohrler) gegen Ambri-Piotta.Bern: Karhunen; Untersander, MacDonald; Andersson, Beat Gerber; Krueger, Blum; Burren, Colin Gerber; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Praplan, Ebbett, Pestoni; Sciaroni, Heim, Scherwey; Spiller, Alain Berger, Kämpf. – Ambri-Piotta: Östlund; Plastino, Fischer; Fora, Dotti; Ngoy, Jelovac; Fohrler, Moor; D'Agostini, Flynn, Sabolic; Joël Neuenschwander, Müller, Zwerger; Trisconi, Pinana, Hinterkircher; Incir, Anthony Neuenschwander, Mazzolini.

ZSC Lions - Lausanne 2:6 (2:2, 0:2, 0:2) 10'832 Zuschauer (Saisonrekord). – SR Stricker/Salonen, Kaderli/Huguet.Tore: 7. Trutmann (Schäppi) 1:0. 9. Genazzi (Lindbohm/Ausschluss Trutmann) 1:1. 15. Diem (Bodenmann, Krüger/Ausschluss Kenins) 2:1. 20. (19:48) Almond (Frick) 2:2. 23. Jooris (Traber) 2:3. 28. Kenins (Lindbohm) 2:4. 42. Jeffrey (Ausschluss Grossmann!) 2:5. 44. Moy (Lindbohm, Emmerton/Ausschluss Geering) 2:6. – Strafen: 5mal 2 plus 10 Minuten (Bodenmann) gegen die ZSC Lions, 4mal 2 Minuten gegen Lausanne.ZSC Lions: Ortio (23. Flüeler); Trutmann, Marti; Sutter, Geering; Blindenbacher, Phil Baltisberger; Braun; Suter, Roe, Wick; Sigrist, Krüger, Bodenmann; Pettersson, Prassl, Diem; Chris Baltisberger, Schäppi, Pedretti; Simic. – Lausanne: Stephan; Heldner, Grossmann; Lindbohm, Frick; Nodari, Genazzi; Oejdemark; Bertschy, Jooris, Kenins; Moy, Emmerton, Leone; Almond, Jeffrey, Herren; Traber, Froidevaux, Roberts.

Rapperswil-Jona Lakers - Zug 1:4 (1:2, 0:1, 0:1) 4121 Zuschauer. – SR Lemelin/Fluri, Altmann/Dreyfus.Tore: 3. Albrecht (Diaz) 0:1. 7. Wellman (Clark/Ausschluss Klingberg) 1:1. 20. (19:11) Hofmann (Thorell, Alatalo/Ausschluss Schmuckli) 1:2. 39. Klingberg (Morant) 1:3. 51. Klingberg (Schlumpf, Kovar) 1:4. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona, 5mal 2 Minuten gegen Zug.Rapperswil-Jona: Bader; Egli, Randegger; Vukovic, Schmuckli; Hächler, Maier; Gurtner, Dufner; Clark, Cervenka, Forrer; Wellman, Rowe, Schlagenhauf; Loosli, Dünner, Rehak; Hüsler, Ness, Eggenberger.Zug: Genoni; Schlumpf, Geisser; Diaz, Morant; Thiry, Alatalo; Zryd; Klingberg, Kovar, Hofmann; Martschini, Lindberg, Thorell; Simion, Senteler, Zehnder; Langenegger, Albrecht, Leuenberger.

Biel - SCL Tigers 2:5 (1:1, 1:1, 0:3) 6132 Zuschauer. – SR Wiegand/Urban, Obwegeser/Ambrosetti.Tore: 10. Künzle (Cunti) 1:0. 12. Andersons (Cadonau, In-Albon) 1:1. 28. Schmutz 1:2. 34. Fuchs (Salmela/Ausschluss Earl) 2:2. 52. Schmutz 2:3. 55. Berger (DiDomenico/Ausschluss Neuenschwander) 2:4. 60. (59:52) DiDomenico 2:5 (ins leere Tor). – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Biel, 4mal 2 Minuten gegen SCL Tigers.Biel: Hiller; Sataric, Salmela; Kreis, Fey; Rathgeb, Forster; Ulmer; Fuchs, Ullström, Rajala; Brunner, Cunti, Künzle; Schneider, Gustafsson, Neuenschwander; Tschantré, Tanner, Holdener. – SCL Tigers: Punnenovs; Cadonau, Leeger; Erni, Lardi; Schilt, Blaser; Grossniklaus, Huguenin; Schmutz, Maxwell, Earl; Pascal Berger, Gagnon, DiDomenico ; Kuonen, Diem, Neukom; Andersons, In-Albon, Sturny.

Davos - Lugano 3:2 (0:1, 1:1, 2:0) 5409 Zuschauer. – SR Tscherrig/Hungerbühler, Fuchs/Gnemmi.Tore: 12. Loeffel (Lajunen, Suri) 0:1. 32. Tedenby (Ausschluss Loeffel) 1:1. 37. Sannitz (Suri) 1:2. 44. Herzog (Jung, Frehner) 2:2. 46. Du Bois (Baumgartner, Ambühl/Ausschluss Fazzini) 3:2. – Strafen: keine gegen Davos, 4mal 2 Minuten gegen Lugano.Davos: Sandro Aeschlimann; Du Bois, Jung; Nygren, Paschoud; Stoop, Guerra; Kienzle; Ambühl, Lindgren, Baumgartner; Herzog, Corvi, Tedenby; Hischier, Marc Aeschlimann, Palushaj; Kessler, Bader, Meyer; Frehner. – Lugano: Schlegel; Chorney, Riva; Chiesa, Wellinger; Loeffel, Jecker; Ronchetti; Klasen, McIntyre, Bertaggia; Fazzini, Lajunen, Suri; Bürgler, Sannitz, Lammer; Zangger, Romanenghi, Jörg; Walker.

Genf Servette - Fribourg-Gottéron 3:0 (2:0, 0:0, 1:0) 6777 Zuschauer. – SR Hebeisen/Vikman, Kovacs/Schlegel.Tore: 11. Bozon (Maurer) 1:0. 19. Tömmernes (Karrer, Smirnovs/Ausschluss Rossi) 2:0. 60. (59:43) Winnik 3:0 (ins leere Tor). – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 3mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron.Genf: Mayer; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Maurer; Mercier, Le Coultre; Molinari; Bozon, Richard, Rod; Miranda, Smirnovs, Winnik; Riat, Douay, Berthon; Völlmin, Kast, Kyparissis; Tanner. – Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Stalder; Chavaillaz, Abplanalp; Furrer, Kamerzin; Marti; Rossi, Walser, Lhotak; Sprunger, Bykow, Stalberg; Brodin, Marchon, Mottet; Lauper, Mojonnier, Vauclair; Gähler.Rangliste: 1. ZSC Lions 30/54. 2. Genève-Servette 31/54. 3. Zug 28/53. 4. Davos 28/51. 5. Biel 30/46. 6. Lausanne 30/45. 7. SCL Tigers 29/43. 8. Bern 30/41. 9. Ambri-Piotta 30/40. 10. Fribourg-Gottéron 29/38. 11. Lugano 31/37. 12. Rapperswil-Jona Lakers 30/32.

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