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«Wir müssen uns selbst an der Nase nehmen»

Der HC Davos hat die Playoff-Finalserie gegen die ZSC Lions überraschend klar mit 4:1 für sich entschieden. Reaktionen nach dem 31. Titel des Rekordmeisters.

Der HC Davos ist am Ziel: Marc Wieser und seine Kollegen dürfen den Pott in die Höhe stemmen.
Der HC Davos ist am Ziel: Marc Wieser und seine Kollegen dürfen den Pott in die Höhe stemmen.
Keystone
Den Weg zum 3:0-Erfolg und 4:1-Sieg in der Serie im Finalduell gegen die ZSC Lions ebnet ausgerechnet Reto von Arx, der vermutlich die Bündner verlassen muss. In dieser Szene scheitert er, aber...
Den Weg zum 3:0-Erfolg und 4:1-Sieg in der Serie im Finalduell gegen die ZSC Lions ebnet ausgerechnet Reto von Arx, der vermutlich die Bündner verlassen muss. In dieser Szene scheitert er, aber...
Keystone
Chris Baltisberger und seine Kollegen bleibt der Trost, eine hochstehende Finalserie gespielt zu haben. Dass die Zürcher gleich mit 1:4 untergehen würden, war allerdings nicht erwartet worden. Der HCD ist aber in vielen Phasen cleverer und effizienter gewesen, der Rekordmeister hat den Titel nicht gestohlen.
Chris Baltisberger und seine Kollegen bleibt der Trost, eine hochstehende Finalserie gespielt zu haben. Dass die Zürcher gleich mit 1:4 untergehen würden, war allerdings nicht erwartet worden. Der HCD ist aber in vielen Phasen cleverer und effizienter gewesen, der Rekordmeister hat den Titel nicht gestohlen.
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Mathias Seger, der Captain der ZSC Lions, rang zunächst vor der Kamera des Schweizer Fernsehens um Worte. Danach analysierte der Schweizer Rekordinternationale und die Integrationsfigur bei den Zürchern treffend und sportlich: «Es ist eine riesige Enttäuschung für uns. Aber die Davoser waren in wichtigen Phasen einfach cleverer als wir. Wir müssen uns selbst an der Nase nehmen. Wir haben in wichtigen Momenten zu viele Fehler gemacht. Und vielleicht haben wir das Glück zu wenig erzwungen, den Abschluss zu wenig konsequent gesucht. Die Davoser haben verdient diese Serie für sich entschieden.»

Der Routinier dachte im Moment der Bitterkeit auch an Matchwinner Reto von Arx, der mit seinem Abstaubertor den Sieg der Bündner eingeleitet hatte. Der langjährige Leitwolf und dessen verteidigenden Brunder Jan müssen wohl den Club verlassen. «Herzliche Gratulation an den HCD. Und für die Von-Arx-Brüder ist es eine schöne Story.»

Die Freude auf die Meisterparty

Der angesprochene Reto von Arx zeigte sich nach dem Triumph im ausverkauften Hallenstadion erstaunlich gefasst. «Ich habe zuerst den Zürchern gratuliert vor diesem Interview als Respekt für ihre Leistung. Die Lions waren ein starker Gegner im Final, sie haben auch die Qualifikation gewonnen. Und ich habe auch unseren jungen Spieler gratuliert, die sich so gut geschlagen haben.» Dass er das Game Winning Goal erzielt hatte, war dem Center nicht so wichtig. «Ich bin primär mal froh, dass wir gewonnen haben. Wir wollten den Sack unbedingt zumachen.» Zu seiner Zukunft (und jener von seinem Bruder Jan) wollte er sich nicht konkret äussern. «Wir kommunizieren, wenn es etwas zum Kommunizieren gibt. Jetzt freuen wir uns alle auf die Meisterparty.» In Davos wurden die Spieler in der Eishalle, wo das fünfte Finalduell live übertragen wurde, sehnsüchtig erwartet.

Arno Del Curto, der Baumeister der Davoser Erfolge, hob noch einmal hervor, was seine Mannschaft auszeichne. «Es ist eine Mannschaft mit gross gewachsenen Spielern, die kämpfen können. Wir haben viele junge talentierte Spieler, die auch schnell lernen wollen. Und es ist ein hungriges Team.» Der Meistertrainer vergass nicht, vereinzelte Spieler hervorzuheben: «Leo (Genoni) hat sich im Playoff gesteigert, Félicien (DuBois) hat uns Stabilität in der Abwehr gebracht. Und im Sturm sind wir gegenüber der letzten Saison ausgeglichener geworden.» Del Curto gab zu, dass es während des Winters «Phasen gab, die mich sehr viel Energie gekostet haben».

Der Dank an Genoni

Auch Del Curto mochte sich zu seiner noch ungeklärten Zukunft nicht äussern. Er winkte Fragen in dieser Richtung ab. «Jetzt sind die Fans im Stadion da. Und jetzt wird erst mal gefeiert.»

Andres Ambühl, der 2012 noch mit dem ZSC den Titel geholt hatte, lobte das Teamgefüge des HCD. «Jeder hat seinen Job extrem gut erledigt.» Auch Ambühl kam nicht darum herum, anzufügen, dass der 31. Titel der Clubgeschichte vor allem das Verdienst eines Mannes war: «Leo hielt auch heute Abend einmal mehr extrem gut. Ihm haben wir vieles zu verdanken.»

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