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Langenthal muss aus dem Tief finden

Langenthal trifft heute Samstag auf Ajoie, das 26 der 27 letzten Spiele in der Schoren-Halle verloren hat. Die Oberaargauer stecken jedoch im Tief, im Dezember gelang ihnen noch kein gutes Spiel.

Trainer Jeff Campbell (oben rechts) und die Langenthaler Spieler haben derzeit viel Stoff zum Nachdenken.
Trainer Jeff Campbell (oben rechts) und die Langenthaler Spieler haben derzeit viel Stoff zum Nachdenken.
Marcel Bieri

Beim SC Langenthal leckt man nach der 2:3-Niederlage bei der EVZ Academy Wunden und will nach vorne blicken. Innerhalb der letzten fünf Spiele haben die Oberaargauer bereits zum zweiten Mal gegen ein Farmteam verloren, ausserdem resultierten Niederlagen gegen Thurgau und Visp. Anders gesagt: Seit dem 29. November gelang in fünf Spielen nur ein Sieg gegen den EHC Winterthur.

«Wir hatten im Dezember noch nicht ein gutes Spiel», sagt Yves Müller und zählt dabei auch die Partie gegen die GCK Lions (1:4) mit. «Das ist ungenügend», hängt der SCL-Verteidiger an und wird dann noch deutlicher: «Wenn wir jetzt nicht reagieren, dann ist die Saison bald schon und viel zu früh gelaufen. Das muss uns klar werden.» Zweifellos sind die deutlichen Worte des Routiniers nicht falsch.

Nach der Siegesserie kurz nach dem Saisonstart ist der SCL mittlerweile im Sinkflug angelangt. «Viele haben das Gefühl, dass wir besser sind als wir eigentlich sind», sagt Müller weiter. Diese Einstellung wolle er zwar nicht als arrogant, aber zweifellos als schlecht beurteilen. «Jeder muss sich jetzt selbst im Spiegel anschauen und etwas ändern.» Oder in den Worten von Trainer Jeff Campbell: «Wir spielen derzeit weit unter unserem Potenzial.»

Härter arbeiten

Der Kanadier hat nach der Niederlage gegen Zug seine Mannschaft in Schutz genommen. «Ich habe es nicht geschafft, sie richtig vorzubereiten», meinte der Trainer. Es habe an Energie gefehlt, und ausserdem sei auch der taktische Auftritt ungenügend gewesen. «Wir müssen härter arbeiten, mehr fighten, besser werden. Und das beginnt bei mir», fordert Campbell.

Damit geht der Trainer mit einem guten Beispiel voran, denn in einem nächsten Satz sagt der 38-Jährige: «Jetzt ist es einfach, mit dem Finger rundherum zu zeigen und so nach Gründen zu suchen. Die müssen wir jetzt bei uns suchen und uns selbst verbessern. Es braucht jetzt Spieler, die aufstehen und eine Reaktion zeigen.»

Das gilt nicht zuletzt auch vor dem gegnerischen Tor, wo die Oberaargauer in den letzten Spielen zumeist nur auf eine Linie vertrauen konnten. Während Simon Sterchi, Dario Kummer und Stefan Tschannen die wohl beste zweite Sturmreihe der Liga bildeten, blieben andere Formationen – vor allem auch die Ausländerlinie mit Joey Benik und Andrew Clark – im Angriff äusserst blass und ideenlos.

Dass Langenthal heute Samstag auf Ajoie trifft, kann nun Fluch und Segen zugleich sein, denn in den letzten 27 Spielen in der Schoren­halle gewann Langenthal 26-mal gegen die Jurassier. Campbell aber warnt: «Wenn wir die gleichen Leistung zeigen wie gegen Zug, dann droht uns ein 1:10.» Er wolle damit das Academy-Team keineswegs schlechtreden.

Die zahlreichen Chancen, die der SCL aber in der Innerschweiz seinem Gegner offeriert habe, würden von den Jurassiern mit deren starken Skorern aber zweifellos besser verwertet. Für Yves Müller ist gleich klar: «Wenn wir nur mit ein bisschen weniger Einsatz in die Partie gehen, kassieren wir eine Packung. Nach dem Cupfinaleinzug ist Ajoie im Aufschwung.» Und da muss Langenthal heute Samstag mit aller Kraft dagegenhalten. Um vor den vielen Spielen um Weihnachten und Neujahr nicht weiter ins Hintertreffen zu geraten.

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