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Von jungen Zugern eine Lektion erhalten

Der SC Langenthal verliert bei der EVZ Academy 2:3 und kassiert die dritte Niederlage in Folge.

Da war die Langenthaler Welt noch in Ordnung: Topscorer Simon Sterchi trifft früh zum 0:1.
Da war die Langenthaler Welt noch in Ordnung: Topscorer Simon Sterchi trifft früh zum 0:1.
Leroy Ryser

Dem SC Langenthal ist in Zug der Wiedereinstieg in die Meisterschaft nach der Nationalmannschaftspause auf die wohl beste Art und Weise geglückt: mit einem Tor nach 29 Sekunden. Dario Kummer bediente Simon Sterchi von hinter dem Tor, der Topscorer zögerte nicht, schoss und traf. Es schien, als hätten die Langenthaler der EVZ Academy soeben eine Lehrstunde erteilt, wie der ideale Start in eine Partie auszusehen hat.

Danach war es mit der Lehrstunde aber vorbei – oder je nach Blickwinkel auch nicht. Nach diesem Treffer wirkte der SCL nämlich zu einem grossen Teil blass und war uninspiriert am Werk. Richtig energisch traten dagegen die Zuger Jungspunde auf, die Checks ausführten, aufsässig agierten und Langenthal die Arbeit erschwerten. Der SCL blieb derweil offensiv harmlos. Wie schon vor der Länderspielpause war abgesehen von der Linie mit Sterchi, Kummer und Captain Stefan Tschannen keine Formation den offensiven Erwartungen gewachsen.

Wer behauptet, der SCL mit seiner überaus starken zweiten Linie würde vorne mitspielen können, hätte er auch eine solide erste Linie, liegt nicht falsch. Joey Benik enttäuschte auch nach erfolgter Erholungspause schwer, Andrew Clark fehlt derweil ein gefährlicher Mitspieler, weil er sich im Alleingang aufgrund fehlender Grösse und Kraft nicht durchsetzen kann.

Gelb-Blau schaut zu

Zu den offensiv erfolglosen Bemühungen gesellte sich dann aber auch noch defensives Unvermögen: Schon drei Minuten nach dem 1:0 folgte nämlich das 1:1, auch hier war die zuvor erfolgreiche zweite Linie auf dem Eis. Im Mitteldrittel kam dann noch merklich mehr Ärger hinzu, als Zug zuerst ein Powerplay ausnutzte (28.) und sich dann auch noch durch die SCL-Abwehr kombinierte (37.), während sich zahlreiche Gelb-Blaue als freundliche Zuschauer erwiesen. Einmal mehr lehnte sich der SCL in der Folge herzhaft auf.

Jeff Campbell wirbelte die Linien durch, stellte Connor Hughes an Philip Wüthrichs Stelle ins Tor und fand offenbar deutliche Worte, sodass der SCL immerhin physisch besser agierte. Aber Langenthal, das zwischenzeitlich in der Tabelle einmal vorne mitmischte, muss sich nun immer mehr mit einer neuen Wahrheit auseinandersetzen: In dieser Mannschaft fehlt vielerorts die Klasse. Die Aussage, dass sie aber auch über mehrere Spiele hinweggesehen budgetgetreu auftritt, ist nicht falsch. Im Klartext für die gestrige Partie: Wenn nicht alles stimmt, genügt es manchmal auch gegen ein Farmteam nicht mehr, um zu siegen. Stefan Tschannen schoss zwar noch in doppelter Überzahl das 2:3, letztlich rannte die Zeit aber zu schnell davon.

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