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Tigers fügen ZSC zweite Heimniederlage in Folge zu

eishockey Die Krise ist ab­gewendet: Die zuletzt ent­täuschenden SCL Tigers siegen bei den ZSC Lions völlig über­raschend 3:2. Yannick-Lennart Albrecht wechselt nach Zug.

Torjubel nach dem 1:3 durch Yannick Blaser.
Torjubel nach dem 1:3 durch Yannick Blaser.
Keystone
Roman Wick trifft zum 2:1.
Roman Wick trifft zum 2:1.
Keystone
Enttäuschte Gesichter bei den ZSC-Spielern.
Enttäuschte Gesichter bei den ZSC-Spielern.
Keystone
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Die besten Dinge geschehen, wenn man sie am wenigsten erwartet. Freibier um drei Uhr morgens etwa und Sonnenschein während des Schottland-Urlaubs. Oder, aus Langnauer Optik, ein Sieg der SCL Tigers bei den ZSC Lions. 3:2 gewannen die Emmentaler im Hallenstadion, der Erfolg beim Ta­bellendritten kam nach zuletzt schwachen Darbietungen und empfindlichen Rückschlägen in der Kaderplanung ziemlich unerwartet, aber äusserst gelegen.

Aufseiten der Lions lief nicht nur bei Goalie Niklas Schlegel, der bei den ersten zwei Gegentreffern wenig vorteilhaft aussah, einiges schief. Vier Müsterchen dazu: Im desolaten Startdrittel fuhr Samuel Guerra unbedrängt in den eigenen Goalie rein, später krachten Roman Wick und Patrick Geering ineinander. Im Mittelabschnitt kullerte die Scheibe vom einen an den anderen Pfosten, aber nicht ins Tigers-Tor.

Später schoss das Heimteam das vermeintliche 2:3, welches nach langer Videokonsultation wegen Goaliebehinderung aberkannt wurde. Die Langnauer überzeugten, agierten erstaunlich effizient und selbstbewusst, verteidigten in der Schlussphase den Vorsprung mit grosser Leidenschaft und reichlich Dusel. Thomas Nüssli, Lukas Haas und Yannick Blaser schossen die Treffer; die Emmentaler liegen nun auf Rang 9, wobei sie mehr Partien als die direkte Konkurrenz ausge­tragen haben und heute von zwei Teams überholt werden können. «Wir haben ein starkes Zeichen gesetzt und gezeigt, zu was wir eigentlich fähig wären», resümierte Yannick-Lennart Albrecht.

Albrecht nach Zug

Albrecht wird die Tigers Ende Saison verlassen. Die Offerte Klotens hat er abgelehnt, Bern ist ebenfalls interessiert, wobei der Center beim Meister kaum über die Rolle des vierten Mittelstürmers hinauskäme. Dem Vernehmen nach hat er – wie Verteidiger Miro Zryd – in Zug unterschrieben. Die Talente müssen ersetzt werden, an Kandidaten mangelt es nicht. Für die Defensive könnten Noah Schneeberger sowie Sven Jung (Davos), aber auch Lukas Stoop (Kloten) und Timo Helbling (Zug) zum Thema werden. Im Angriff dürfte es mit Alain Miéville (Lausanne) und Matthias Bieber (Kloten) Gespräche geben; an Juraj ­Simek (Servette) bekunden die Langnauer schon länger loses Interesse. Übrigens: Chris DiDomenico wurde gestern von den Ottawa Senators auf die Waiver-Liste gesetzt, weshalb der Kanadier bald wieder mit den Tigers in Verbindung gebracht werden könnte.

Resultat und Rangliste: Resultate: ZSC Lions - SCL Tigers 2:3 (0:2, 1:1, 1:0). Rangliste: 1. Bern 22/52 (79:40). 2. Lugano 21/41 (69:50). 3. Fribourg-Gottéron 23/41 (62:62). 4. ZSC Lions 23/41 (79:60). 5. Davos 23/39 (64:65). 6. Zug 22/37 (64:55). 7. Biel 23/30 (64:71). 8. Lausanne 21/27 (59:70). 9. SCL Tigers 24/27 (59:74). 10. Ambri-Piotta 23/26 (56:70). 11. Genève-Servette 21/25 (49:61). 12. Kloten 22/16 (44:70).

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