Tigers gewinnen Direktduell gegen Ambri

Die SCL Tigers machen einen grossen Schritt Richtung Playoffs. Auch Lausanne und Fribourg feiern wichtige Siege.

  • loading indicator

Die SCL Tigers machten einen weiteren Schritt in Richtung Playoffs. Die Langnauer besiegten im Heimspiel Ambri-Piotta 3:1 und bauten den Vorsprung auf den Strich sechs Runden vor dem Ende der Qualifikation auf elf Punkte aus.

Im Duell zweier Überraschungsmannschaften dieser Meisterschaft avancierte Eero Elo als Doppeltorschütze zum Matchwinner. Der Finne erzielte in der mit 6000 Zuschauern zum siebten Mal in dieser Saison ausverkauften Ilfishalle die Tore zum 1:0 (29.) und 2:1 (38.). Dazwischen traf Nick Plastino für Ambri im Powerplay zum Ausgleich. Für die definitive Entscheidung sorgte Langnaus Kanadier Aaron Gagnon zweieinhalb Minuten vor Schluss mit dem 3:1 ins leere Tor. Die Tigers konnten sich auch bei Goalie Damiano Ciaccio bedanken, der mit 27 Paraden erneut eine starke Leistung zeigte. Eine wegweisende Top-Parade gelang ihm kurz vor dem Ende des Startdrittel, als er beim Stand von 0:0 in extremis gegen Michael Fora klärte.

Ambri fehlte nach dem kräfteraubenden Derby-Heimsieg am Freitag gegen Lugano in der Schlussphase etwas die Kraft, um nochmals nachzulegen. Noch liegt das Team von Trainer Luca Cereda im Kampf um die begehrten Playoff-Tickets mit einer Reserve von fünf Punkten auf den Strich aber ausgezeichnet im Rennen. Nun folgen in Zug (Dienstag) und Freiburg (Freitag) zwei schwierige Auswärtsspiele für die Leventiner.

Rapperswil-Jona - Lausanne: Lausanne siegt auch beim Schlusslicht

Lausanne bleibt in der National League das Team der Stunde. Das 2:1 auswärts bei den Rapperswil-Jona Lakers war für die Waadtländer bereits der sechste Sieg hintereinander. Der knappe Erfolg beim Schlusslicht war für Lausanne letztlich etwas glückhaft, hatte das Heimteam doch gut vier Minuten vor Schluss beim Stand von 1:1 die ausgezeichnete Gelegenheit, in Überzahl die Entscheidung herbeizuführen. Nach einer Strafe gegen Lausannes Topskorer Dustin Jeffrey war es aber dessen Teamkollege Christoph Bertschy, der die Gäste mit einem Unterzahltor zum Sieg schoss.

Die Lakers, die zu Gunsten von Menschen mit einer geistigen Behinderung für einmal in schwarzen Trikots antraten, waren erst in der 55. Minute durch Verteidiger Frédéric Iglesias zum verdienten Ausgleich gekommen. Dabei musste sich Lausannes Goalie Sandro Zurkirchen nach zuvor 166 Minuten ohne Gegentor erstmals wieder bezwingen lassen.

Mit dem sechsten Sieg in Folge, dem vierten in einem fremden Stadion, verabschiedeten sich die Lausanner wohl endgültig aus dem Strichkampf. Ihr Vorsprung auf einen Nicht-Playoff-Platz beträgt sechs Runden vor Schluss komfortable zwölf Punkte.

Fribourg-Gottéron - Biel: Fribourg schlägt seinen Lieblingsgegner

Nach zuletzt zwei Niederlagen meldete sich Fribourg-Gottéron mit einem 3:2-Heimsieg gegen Biel im Strichkampf zurück. Derweil kommt Biel nach der dritten Niederlage in Folge immer mehr ins Strudeln. Nach den Niederlagen gegen Rapperswil-Jona und Lausanne kam den Freiburgern das Duell mit Biel gerade recht. Gegen den Lieblingsgegner gelang dem Team von Trainer Mark French im sechsten Saisonvergleich der fünfte Sieg.

Dabei zeigten sich die Gastgeber im Vergleich zur 0:3-Niederalge am Vortag in Lausanne vor allem offensiv stark verbessert. Nathan Marchon mit einem Gewaltsschuss und Andrej Bykow aus äusserst spitzem Winkel sorgten mit den Toren zum 2:1 und 3:1 für eine beruhigende Führung bis zur 22. Minute. Der Franzose Charles Bertrand hatte die Gastgeber nach elf Minuten in Führung gebracht. Für Biel, das dank einem starken Jonas Hiller im Tor bis zuletzt auf einen Punktgewinn in Freiburg hoffen konnte, traf Mike Künzle doppelt (18./24.).

Während sich Gottéron im Kampf um die Playoffplätze etwas Luft verschaffte und die Reserve auf das neuntplatzierte Servette auf drei Punkte ausbaute, kommt für die fulminant in die Saison gestarteten Bieler der Strich nach der dritte Niederlage in Serie immer näher. Das Polster beträgt nur noch sechs Punkte.

SCL Tigers - Ambri-Piotta 3:1 (0:0, 2:1, 1:0)
6000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Eichmann/Tscherrig, Progin/Schlegel.
Tore: 29. Elo (Cadonau, Huguenin) 1:0. 34. Plastino (Novotny/Ausschluss DiDomenico) 1:1. 38. Elo (Huguenin, DiDomenico/Teamstrafe Ambri) 2:1. 58. Gagnon (Pesonen) 3:1 (ins leere Tor).
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers, 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta.
PostFinance-Topskorer: DiDomenico; Kubalik.
SCL Tigers: Ciaccio; Glauser, Leeger; Erni, Lardi; Cadonau, Huguenin; Gerber, Randegger; Elo, Gagnon, Dostoinow; DiDomenico, Pascal Berger, Pesonen; Kuonen, Diem, Neukom; Rüegsegger, Gustafsson, Nils Berger.
Ambri-Piotta: Conz; Fischer, Guerra; Plastino, Ngoy; Fora, Jelovac; Moor; D'Agostini, Novotny, Hofer; Trisconi, Kostner, Bianchi; Zwerger, Müller, Kubalik; Rohrbach, Lauper, Goi; Incir.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Giliati (überzähliger Ausländer), Blaser, Punnenovs und Johansson, Ambri ohne Kienzle, Dotti, Lerg, Stucki und Pinana (alle verletzt). - Lattenschüsse: Nils Berger (23.), Huguenin (57.); D'Agostini (24.) - Ambri-Piotta von 57:02 bis 57:37 ohne Torhüter.

Rapperswil-Jona Lakers - Lausanne 1:2 (0:1, 0:0, 1:1)
3369 Zuschauer. - SR Wiegand/Lemelin, Altmann/Cattaneo.
Tore: 7. Leone (Nodari) 0:1. 55. Iglesias 1:1. 58. Bertschy (Ausschluss Jeffrey!) 1:2.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 2mal 2 Minuten gegen Lausanne.
PostFinance-Topskorer: Wellman; Jeffrey.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Helbling, Berger; Iglesias, Schmuckli; Profico, Maier; Gähler; Kristo, Schlagenhauf, Spiller; Clark, Knelsen, Wellman; Mosimann, Mason, Casutt; Primeau, Ness, Hüsler.
Lausanne: Zurkirchen; Trutmann, Grossmann; Lindbohm, Frick; Nodari, Genazzi; Schelling; Vermin, Jeffrey, Bertschy; Kenins, Emmerton, Partanen; Moy, Froidevaux, Herren; Zangger, Antonietti, Leone; Traber.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Rizzello und Lindemann (beide überzählig), Hächler, Gurtner, Schweri und Gilroy, Lausanne ohne Junland, Mitchell und Borlat (alle verletzt), sowie In-Albon (krank). - Timeout Rapperswil-Jona (57.) und von 57:58 bis 60:00 ohne Torhüter.

Fribourg-Gottéron - Biel 3:2 (2:1, 1:1, 0:0)
6169 Zuschauer. - SR Stricker/Salonen, Obwegeser/Kovacs.
Tore: 11. Bertrand (Chavaillaz) 1:0. 18. (17:15) Künzle (Neuenschwander) 1:1. 18. (17:49) Marchon (Bertrand, Slater) 2:1. 22. Bykow (Mottet, Rossi) 3:1. 24. Künzle 3:2.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 5mal 2 plus 10 Minuten (Riat) gegen Biel.
PostFinance-Topskorer: Sprunger; Rajala.
Fribourg-Gottéron: Berra; Schneeberger, Schilt; Holös, Chavaillaz; Marco Forrer, Stalder; Weisskopf; Bertrand, Slater, Marchon; Sprunger, Flavio Schmutz; Miller; Rossi, Bykow, Mottet; Vauclair, Meunier, Lhotak; Walser.
Biel: Hiller; Fey, Salmela; Kreis, Maurer; Moser, Forster; Sataric; Riat, Pouliot, Rajala; Brunner, Neuenschwander, Künzle; Hügli, Fuchs, Kärki; Pedretti, Tschantré, Lüthi; Julian Schmutz.
Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Micflikier (überzähliger Ausländer), Abplanalp und Furrer, Biel ohne Diem und Paupe (alle verletzt), sowie Earl (krank). - Pfostenschuss Riat (47.). - Biel von 59:17 bis 60:00 ohne Torhüter.

sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt