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Thun scheitert, Wiki und Lyss jubeln

Lyss zieht mit seinem zehnten Sieg in Folge ins Playoff der MSL ein, Wiki trotz einer Niederlage ebenfalls. Das zuletzt zu wenig konstante Thun muss hingegen in der Abstiegsrunde spielen.

Thun (hier Nicolas Steiner) ist unsanft gelandet und spielt gegen den Abstieg.
Thun (hier Nicolas Steiner) ist unsanft gelandet und spielt gegen den Abstieg.
Markus Grunder
Wiki freut auf sich auf das Playoff...
Wiki freut auf sich auf das Playoff...
Andreas Blatter
…genauso wie Lyss.
…genauso wie Lyss.
Andreas Blatter
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Es waren allerhand verrückte Szenarien denkbar, und dann klärte sich die Frage nach den Playoff-Teilnehmern in der MSL aus Berner Sicht ziemlich schnell. Thun lag in Dübendorf rasch 0:3 zurück und war weit weg von einem Sieg, der zum Sprung über den Strich nötig gewesen wäre.

Die Oberländer verloren schliesslich 0:5 und müssen gegen den Abstieg spielen. Vergeben hat Thun die Qualifikation aber nicht in diesem letzten Spiel der Regular Season, sondern zuvor. «Wir haben in einigen Spielen unsere Chancen nicht genutzt, gegen direkte Konkurrenten zu punkten», zieht Trainer Christoph Schenk Bilanz.

Er meint damit Partien wie gegen Arosa und Lyss zu Hause oder am letzten Mittwoch in Düdingen, die alle verloren gingen. Diese Begegungen fanden alle im Januar statt. Zuvor hatten sich die Thuner nach einem schwachen Saisonstart im Spätherbst in Hochform präsentiert; zeitweise schienen sie einer sicheren Playoff-Teilnahme entgegenzustreben.

Dann verletzten sich einige Leistungsträger; Schenks Team geriet aus dem Tritt, Zu Beginn des Jahres 2020 gab es drei Niederlagen am Stück; Thun fand nicht mehr zur nötigen Konstanz, um sich über dem Strich zu halten. «Die Mischung aus Defensive und Offensive funktionierte zu wenig gut», sagt Schenk, der ankündigt, einige Dinge vertieft analysieren zu wollen.

Der Öffentlichkeit bekannt geben will er diese aber derzeit nicht. «Noch haben wir eine wichtige Aufgabe zu erledigen», betont er. «Wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen.» Thun startet in die Abstiegsrunde mit acht Punkten Vorsprung auf Düdingen und Huttwil, drei Siege in sechs Spielen dürften zum Ligaerhalt reichen. Neu im Team ist Stürmer Leeroy Rüsi (20), der Chur verlassen wollte.

Es läuft bei Lyss

Anders ist die Gefühlslage bei Lyss. An Weihnachten waren die Seeländer noch abgeschlagene Letzte, jetzt zogen sie als Fünfte ins Playoff ein. Auch in Chur gewann Lyss 3:1; die Bündner sind ab Dienstag auch der Gegner im Viertelfinal. «Es macht Spass, jeder reisst am Karren, die Jungs sind in der Liga angekommen», sagt Trainer Serge Meyer nach dem zehnten Sieg in Folge.

«Ich kann den Spielern nur ein Riesenkompliment machen.» Das Team der Stunde will nun auch im Playoff für Furore sorgen. «Es ist ein schmaler Grat, auf dem wir uns bewegen. Wir müssen gleich konsequent wie bis jetzt arbeiten», fordert der Lysser Coach. Chur sei eine junge, wilde und läuferisch starke Mannschaft. «Da kann es nötig sein, auch den Körper einzusetzen», so Meyer. Verteidiger Kristian Suleski, der zeitweise auch bei Langenthal eingesetzt wird, steht für den Viertelfinal zur Verfügung.

Herz gegen Talent

Im Playoff mit dabei ist auch Wiki-Münsingen, trotz einer 1:4-Niederlage in Basel am Samstag. Die Aaretaler zeigten auch in dieser Saison ihre bekannten Qualitäten, im richtigen Moment Spiele gewinnen zu können. «Dies ist uns etwa am letzten Mittwoch in Martigny gelungen», sagt ein erfreuter Trainer Stefan Gerber.

«Und wir hatten in einigen Partien zuletzt das Glück, das andere Teams in anderen Phasen der Saison hatten.» Der Nuller in Basel führte jedoch dazu, dass mit Dübendorf eines der beiden Teams im Viertelfinal wartet, die die Regular Season dominierten.

«Auch die anderen möglichen Gegner wären schwer gewesen», meint Gerber. Sein Team sei klarer Aussenseiter. «Herz und Hockeykultur spielen gegen Talent und Geld», fasst er die Ausgangslage zusammen.

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