SCL-Trainer Hånberg wechselt zu Kloten

Meistertrainer Per Hånberg wird beim SC Langenthal keinen neuen Vertrag unterschreiben. Der 52-Jährige wechselt zum Ligakonkurrenten Kloten.

Meistertrainer Per Hånberg verlässt Langenthal Richtung Kloten

Meistertrainer Per Hånberg verlässt Langenthal Richtung Kloten

(Bild: Marcel Bieri)

Es hat sich unlängst angedeutet, an der Meisterfeier vom Samstag schien es fast schon klar und mittlerweile ist es bestätigt: Der Langenthaler Meistertrainer Per Hånberg hat beim EHC Kloten einen Zweijahresvertrag unterschrieben, weshalb er den SC Langenthal verlassen wird.

Per Hånberg selbst hat es am Sonntag zugegeben, aber sofort nachgeschoben: «Das ist mir sehr schwergefallen.» Der Grund liegt indes auf der Hand. Hånberg ist ein ambitionierter Trainer, der in seinem Heimatland Schweden schon zweimal in die höchste Liga, die SHL, aufgestiegen ist und einmal zum Trainer des Jahres gewählt wurde. Dies hätte er nun auch gerne in der Schweiz erleben wollen.

«Eigentlich wollte ich mit dem SC Langenthal aufsteigen», sagt der 52-Jährige. Dadurch, dass der Schoren für NLA-Spiele nicht tauglich ist und der SCL deshalb nicht aufsteigen will, fehlt die entsprechende Perspektive.

Nach dem Gewinn des Meistertitels und dem anstehenden Umbruch hätte Langenthals Meistertrainer im Oberaargau selbst wohl nur noch verlieren können – zumal die Titelverteidigung stets als schwierig erachtet werden darf. «Ich habe diese Chance erhalten und weiss nicht, ob sich je wieder eine solche Möglichkeit bietet. Deshalb habe ich schweren Herzens diese Gelegenheit angenommen.»

Dass ihm dieser Schritt schwerfällt, hat man Hånberg auch während der Meisterfeier angemerkt. Er bedankte sich bei den Fans und den Bewohnern von Langenthal, welche diese Region für seine Familie zu einem zweiten Zuhause gemacht haben. Daraufhin holte er eine Fahne unter seiner Jacke hervor und sagte den Anwesenden: «Langenthal wird immer in meinem Herzen bleiben.»

Gleiches bestätigt er auch gegenüber dieser Zeitung, danach hängt der Schwede sogar noch an: «In den letzten Wochen habe ich mehrmals geweint. Für mich war das eine sehr emotionale Zeit. Aber irgendwie ist es nach diesen tollen zwei Jahren auch der richtige Moment, um zu gehen.»

Mit Langenthal verbinde er nette, respektvolle Menschen, eine angenehme Stadt, Freunde und gute Gefühle. «Und ausserdem ist hier alles gelb-blau – auch wir Schweden sind ja gelb-blau. Das hat gut gepasst», lacht der Trainer.

Auszeit steht an

Mit dem EHC Kloten freut sich Hånberg nicht nur auf eine neue Herausforderung, sondern auch auf einen geschichtsträchtigen und infrastrukturell stark aufgestellten Verein, der unbedingt in die höchste Schweizer Liga zurückkehren will. Sportchef Felix Hollenstein habe ihn von seinen Plänen und Ambitionen überzeugen können, entsprechend freue er sich auf die neue Aufgabe.

Zuerst ist für ihn und seine Familie aber eine Auszeit angesagt, um sich von der strengen Saison zu erholen. Nach ein paar Tagen Ferien soll auch die Rückkehr in die Heimat anstehen, bevor die Arbeit in Kloten dann beginnt.

In der neuen Saison wird Hånberg logischerweise auch auf den SC Langenthal treffen. Darüber will er sich aber noch keine Gedanken machen. «Für mich wird das emotional, das ist klar. Aber aktuell ist das glücklicherweise noch weit weg», schmunzelt er. Damit wolle er sich folglich erst beschäftigen, wenn es dann auch so weit ist.

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