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Langnau findet wieder einen Weg ins Verderben

Die SCL Tigers unterliegen dem EV Zug 2:3, erneut führen individuelle Fehler zur Niederlage. Heinz Ehlers sagt: «Ich bin frustriert, die Spieler sind frustriert.» Am Samstag gastieren die Langnauer beim HC Ambri-Piotta.

Die Enttäuschung nach dem Tor zum 2:0 ist gross.
Die Enttäuschung nach dem Tor zum 2:0 ist gross.
Christian Pfander
Da hilft auch der kleine Plüsch-Tiger an der Bande nichts: Tigers-Trainer Heinz Ehlers ist unzufrieden mit dem Resultat.
Da hilft auch der kleine Plüsch-Tiger an der Bande nichts: Tigers-Trainer Heinz Ehlers ist unzufrieden mit dem Resultat.
Christian Pfander
Umkämpftes Spiel: Zugs Raphael Diaz im Zweikampf gegen Anton Gustafsson.
Umkämpftes Spiel: Zugs Raphael Diaz im Zweikampf gegen Anton Gustafsson.
Christian Pfander
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Am Donnerstag hatte Heinz Ehlers seine Spieler zum Videostudium beordert. Er wollte ihnen vor Augen führen, wie leicht sie in den ersten drei Partien dem Gegner das Toreschiessen gemacht hatten. Zur Erinnerung: 15 Treffer hatten die SCL Tigers kassiert – viel zu viele – ein Grossteil davon durch individuelle Fehler.

Die grosse Frage war also: Was blieb von der Lehrstunde haften? Die Antwort: Nicht viel, um es diplomatisch auszudrücken. Die Langnauer verloren gegen Zug 2:3, sie waren gegen den Playoff-Finalisten der letzten Saison über weite Strecken ebenbürtig gewesen. Aber wieder brachten sie sich mit Fehlern um den Sieg. Ehlers sagte: «Das ist ein mentales Problem. Ich bin frustriert, die Spieler sind frustriert. Wir müssten einmal 2:1 oder 1:0 gewinnen, ich brauche kein Spektakel.»

Zug nutzt die Tigers-Patzer

Nun, aus Emmentaler Optik nahm das Unheil im zweiten Drittel seinen Lauf. Erst liess sich Yannick Blaser von Lino Martschini düpieren, was nach 28 Minuten zum 0:1 führte. Nur rund drei Minuten später vertändelte Roland Gerber in der eigenen Zone ohne Not die Scheibe, und foulte dann den ihm gefolgten Gegenspieler. Die Folge: Sven Senteler erhöhte im Powerplay auf 2:0. Die SCL Tigers reagierten immerhin und kamen durch Anton Gustafsson zum Anschlusstreffer, der angesichts der Spielverhältnisse verdient war.

Aber eben, kaum keimte beim Grossteil der 5420 Zuschauer in der Ilfishalle wieder etwas Hoffnung auf, wurde dieses Fünkchen durch die Einheimischen gleich selbst erloschen. Kurz nach Beginn des dritten Drittels liess sich der wieder genesene Flurin Randegger hinter dem eigenen Tor die Scheibe von Carl Klingberg abluchsen, der Schwede bediente Robin Grossmann – 3:1. «Eishockey ist ein Spiel, das von Fehlern lebt», meinte Anton Gustafsson, «nur wenn der Gegner einen Fehler macht, schiesst du ein Tor. Es liegt an uns, wir haben auch in diesem Spiel wieder genügend Chancen gehabt, nur trafen wir nicht.»

Nun, den SCL Tigers muss zugute gehalten werden, dass sie sich nicht aufgaben, den Zugern bis zum Schluss Paroli boten und kämpften. Spätestens nach dem sehenswerten Anschlusstreffer von Antti Erkinjuntti (52.) stand die Partie auf Messers Schneide. Doch die Equipe Heinz Ehlers‘ bekundete im Schlussspurt auch Pech: Benjamin Neukom und Alexei Dostoinow scheiterten zweimal am Pfosten. «Es fehlt der letzte Zwick», sagte Gustafsson. «Wir müssen die Rebounds suchen, einfach einmal die Scheibe rein bringen, egal wie.» Es klingt, so früh die Saison auch ist, bereits nach Krisenrhetorik.

Nils Berger fällt länger aus

Nach vier Niederlagen de suite sind die Emmentaler nun bereits gefordert: Heute gastieren sie beim HC Ambri-Piotta, auf dem Papier ein schlagbarer Gegner. Aber: Die Leventiner verloren zwar bereits dreimal, hinterliessen dabei aber den Eindruck, ein unangenehmer Kontrahent zu sein. Gefordert sind die SCL Tigers auch abseits des Rinks: Nils Berger hat sich am Donnerstag im Training an der rechten Schulter verletzt, er dürfte länger ausfallen. Somit fehlen den Langnauern bereits zwei Flügel, im Auftaktspiel hatte sich Captain Pascal Berger das Schlüsselbein gebrochen. «Das tut weh», sagt Heinz Ehlers. «Aber wir haben, was wir haben, es bringt nichts, zu jammern.»

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