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Reif für eine WM-Medaille

Warum die Schweizer Eishockeyaner ausgezeichnete Chancen haben, nach sieben erfolglosen Anläufen die Viertelfinals zu überstehen. Ein Kommentar von Eishockey-Experte Simon Graf.

Sieben Siege haben die Schweizer in Stockholm errungen, zwei weitere fehlen für die erste WM-Medaille seit 1953 – die schwierigsten zwei. Denn die grossen Nationen sind nun besser eingespielt und weiter verstärkt worden, und sie sind gewarnt vor den Schweizern. Ab dem morgigen Viertelfinal gegen Tschechien ist das Team von Sean Simpson wieder Aussenseiter. Immer wieder hört man, was gewesen sei, zähle nun nicht mehr. Das mag für Topnationen stimmen, die Spiele dank ihrer individuellen Klasse gewinnen können. Aber nicht für die Schweizer. Der Weg, den sie zurückgelegt haben kommt ihnen zugute. Es ist etwas gewachsen in diesem Team – das Vertrauen untereinander und der Glaube, etwas Grosses schaffen zu können.

Seit 2000 der Viertelfinal wieder eingeführt wurde, waren die Schweizer siebenmal dabei und verloren ihn stets, zuletzt zweimal zu null. Was ist diesmal anders? Einiges. In der Ära von Ralph Krueger gab es für sie nur einen Weg, um einen Exploit zu schaffen: Sie igelten sich in ihrer Zone ein und hofften auf Konter. Jetzt haben sie viel mehr Möglichkeiten, um ihre Gegner zu schlagen. Sie gestalten das Spiel aktiver, sind unberechenbarer geworden, behaupten sich vor dem Tor, verfügen über ein gutes Powerplay. Und dies, ohne ihre traditionellen Stärken (gute Organisation und Goalies) eingebüsst zu haben. Zudem erlaubte es der günstige Turnierverlauf Simpson, die Eiszeit gut zu verteilen.

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