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Nach wenigen Sekunden in Rücklage

Die SCL Tigers haben auch das zweite Heimspiel der Saison verloren. Die furios startenden Kloten Flyers setzten sich mit 5:1 durch.

Wenn eine Mannschaft mit acht Auswärtsspielen in Serie in eine Meisterschaft startet, sollte man als Gegner gehörig auf der Hut sein. Ein derart vermeintlich unvorteilhaftes Programm setzt Körper und Geist der Betroffenen in Höchstleistungs-Bereitschaft. Jedem zu so einem Road-Trip «verdammten» Spieler leuchtet unabhängig von Zeit und Ort ein, dass nur Auswärtssiege helfen, nicht von allem Anfang an hoffnungslos ins Hintertreffen zu geraten.

Siege auf fremdem Eis, die in der Regel als schwieriger zu bewerkstelligen empfunden werden. Da braucht der Trainer kaum noch an die notwendige Topleistung zu appellieren. Die Kloten Flyers befinden sich aufgrund von Sanierungsarbeiten der Kolping-Arena (ehemals Schluefweg) bis Anfang Oktober auf Auswärts-Tour. Dritte Station war die Ilfishalle in Langnau.

Vielleicht lag es auch an der Hitze, die in der Ilfishalle herrschte. Wenn es heiss wird, stellt sich bekanntlich nicht nur bei Senioren, sondern oft auch jüngeren Menschen bisweilen eine gewisse Trägheit ein. Kaum war der Puck jedenfalls im Spiel, traf Kimmo Rintanen nach 10 Sekunden zum 0:1 für die Gäste. 157 Sekunden später erhöhte Rothen, auf 0:2. Tigers-Coach Christian Weber: «Damit konnten wir das, was wir uns vorgenommen haben schon nicht mehr umsetzen.»

Quicklebendige Erinnerungen an die letzte Begegnung der beiden Mannschaften Ende der vergangenen Saison wurden wach. Es war damals am 21. Februar, als Langnau in Kloten um die letzte Playoff-Chance kämpfte, und nicht den Hauch einer Chance besass. Nichts ging mehr, so krass zum ersten und einzigen Mal in der Saison 2007/08. 1:8 lautete der Endstand.

Ein derartiges Debakel blieb diesmal aus. Die Emmentaler markierten nach dem frühen Rückstand zunehmend Präsenz und Betriebsamkeit im Drittel der Flyers. Häufig fehlte es den offensiven Handlungen der Einheimischen nicht am Willen, aber an der nötigen Präzision. Wirklich «brenzlig» wurde es für den dreifachen Schweizermeister im Tor der Zürcher, Ronnie Rüeger, derlei selten. Und wenn, dann war der Meister von 1998, 2003 und 2006 zur Stelle.

Spätes Tor

Auf eigenem Eis ist es in den allermeisten Fällen vorteilhaft, wenn der gastgebenden Mannschaft bald ein Tor gelingt. Ansonsten wird der Heimvorteil nicht selten zum Ballast für den Kopf. Im Falle der Tigers gegen die Koten Flyers dauerte es nach Rintanens 0:3 fast 20 weitere Minuten, ehe Joggi den Bann brechen, und zum 1:3 einschiessen konnte. Eine mehr als einminütige doppelte Überzahl half auch nicht, die Wartezeit zu verkürzen. Just nach dem 0:3 konnten es die SCL Tigers 73 Sekunden lang mit zwei Mann mehr versuchen.

Drei weitere, wichtige Auswärtspunkte vor Augen liessen die Zürcher nicht mehr nach, und besiegten den angeschlagenen Gegner schliesslich mit 5:1. Vorläufig länger ausfallen wird der Langnauer Verteidiger Marco Bayer, der sich im Training eine Innenenband-, eventuell Meniskus-Verletzung, zugezogen hat.

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