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Missglückter Auftakt der Schweiz

Das Schweizer Eishockey-Nationalteam verliert zum Start des Deutschland-Cups gegen Kanada 0:3. Die Auswahl von Patrick Fischer offenbart viele Schwächen.

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Frühes Unheil: Goalie Tobias Stephan ist gegen die Kanadier zum ersten Mal bezwungen. (4. November 2016)
Frühes Unheil: Goalie Tobias Stephan ist gegen die Kanadier zum ersten Mal bezwungen. (4. November 2016)
Peter Schneider, Keystone
Ein seltenes Bild in Augsburg: Romain Loeffel lässt einen Kanadier stehen.
Ein seltenes Bild in Augsburg: Romain Loeffel lässt einen Kanadier stehen.
Keystone
Der Auftakt zum traditionellen Deutschland-Cup ist der Auswahl von Nationaltrainer Patrick Fischer nicht nur resultatmässig missglückt.
Der Auftakt zum traditionellen Deutschland-Cup ist der Auswahl von Nationaltrainer Patrick Fischer nicht nur resultatmässig missglückt.
Peter Schneider, Keystone
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Das Schweizer Eishockey-Nationalteam startet mit einer Niederlage in seine Saison. Dabei ging zumindest in Unterzahl das Unvermögen der letzten A-WM in Moskau weiter. In Russland hatten sich die Schweizer wegen eines miserablen Penaltykillings um alle Chancen und um die Viertelfinalqualifikation gebracht.

Im ersten Länderspiel der neuen Saison ging es im gleichen Stil weiter. Die ersten zwei Schweizer Strafen nützten die Kanadier zur 2:0-Führung. Die Verteidiger Mat Robinson (13.) und Geoff Kinrade (25.) trafen mit Slapshots von der blauen Linie. Die erste Strafe kassierte der Bieler Gaetan Haas sogar in der Angriffszone. «Natürlich war das kein Traumstart für unser Unterzahlspiel. Den Kanadier gelangen zwei Weitschusstore. Und wir waren nicht in der Lage, diese Schüsse zu blocken», erklärte Headcoach Patrick Fischer nach dem Spiel.

Trotz allem eine bessere Organisation

Die Schweizer ihrerseits erzielten aus vier Powerplay-Chancen hintereinander im zweiten Abschnitt kein Tor. Die besten Goal-Chancen besass auch bei den Schweizern ein Verteidiger: Romain Loeffel vom HC Genf-Servette verpasste in der sechsten Minute beim Stand von 0:0 die beste Möglichkeit. Und in der 35. Minute traf Loeffel mit einem Weitschuss nur den Pfosten.

Insgesamt enttäuschten die Schweizer gegen eine recht starke kanadische Mannschaft aber nicht. Zwar fehlte im Spiel nach vorne oftmals die Präzision, andererseits wirkte das Team von Patrick Fischer gut organisiert. Das dritte Gegentor kassierten die Schweizer erst 66 Sekunden vor Schluss, nachdem Goalie Tobias Stephan zu Gunsten eines zusätzlichen Angreifers vom Eis genommen worden war. Mit Geoff Kinrade (2:0) und Derek Roy (3:0) trafen zwei ehemalige SCB-Ausländer.

Die Schweizer treffen am Deutschland-Cup am Samstag auf Gastgeber Deutschland (19.30 Uhr) und am Sonntagmittag (13.00 Uhr) auf die Slowakei. Nur mit zwei Siegen wahren sich die Schweizer die Chancen auf den ersten Sieg an diesem Turnier seit 2007.

Kanada - Schweiz 3:0 (1:0, 1:0, 1:0) Augsburg. - 4000 Zuschauer. - SR Kottstorfer/Rohatsch (GER), Kohlmüller/Schwenk (GER). - Tore: 13. Robinson (Derek Roy, Kozun/Ausschluss Gaetan Haas) 1:0. 25. Kinrade (Robinson, Kozun/Ausschluss Schneeberger) 2:0. 59. (58:54) Derek Roy (Talbot) 3:0 (ins leere Tor). - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Kanada, 3mal 2 Minuten gegen die Schweiz. Kanada:Taylor; Robinson, Geoff Kinrade; Lee, Chay Genoway; McNeill, Sigalet; Blacker; Derek Roy, Talbot, Kozun; Ellison, Szczechura, Kevin Clark; Holloway, Scott, Buck; Matsumoto, Hamilton, Gordon; Parkes. Schweiz: Stephan; Diaz, Geering; Blum, Loeffel; Genazzi, Rathgeb; Schneeberger; Praplan, Ambühl, Gregory Hofmann; Herren, Gaetan Haas, Martschini; Froidevaux, Rod, Jérémy Wick; Walker, Schäppi, Tristan Scherwey. Bemerkungen:Schweiz ohne Robert Mayer (Ersatztorhüter), Corvi, Grossmann, Jörg, Dominik Schlumpf und Simion (alle überzählig). - Pfostenschuss Loeffel (35.). - Timeout Schweiz (59.). - Schüsse: Kanada 20 (7-7-6); Schweiz 19 (5-8-6). - Powerplay-Ausbeute: Kanada 2/3; Schweiz 0/4.

(SDA)

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