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Leader ohne Glanz und Gloria

Mit zwei Pflichtsiegen gegen Rapperswil-Jona (4;3) und Ambri-Piotta (1:0) erobert der SC Bern die Tabellenspitze der National League A zurück. Zu glänzen vermochten die Berner aber in beiden Partien höchstens ansatzweise.

«Ich bin mit diesem Wochenende besser zufrieden als nach den Siegen gegen Biel und die SCL Tigers zum Jahresbeginn», meinte SCB-Chefcoach Larry Huras nach dem harzigen 1:0-Auswärtserfolg gegen die erstaunlich kampfstarken Tessiner. Beinahe wurden die Berner, die zwar mehr Spielanteile und auch erstklassige Chancen hatten, die Partie früh zu entscheiden, noch auf dem falschen Fuss erwischt. Wäre der Treffer von Ambri-Captain Paolo Duca zum 1:1 in der 50.Minute nicht wegen Torverschiebens aberkannt worden, hätte es für die Besucher noch eine Ernüchterung geben können. Am Ende durften sich die Berner bei Bührer-Ersatz Olivier Gigon bedanken, dass sie die drei Punkte mit auf die Heimreise nehmen konnten. Olivier Gigon, der zum fünften Mal in dieser Qualifikation den Platz von Marco Bührer übernehmen durfte, machte vor allem im zweiten Drittel einige hochkarätige Chancen des Tabellenletzten zunichte und realisierte nach der Auswärtspartie gegen Servette (1:0) bereits seinen zweiten Shutout. «Wir haben zwei sehr gute Torhüter, das ist auch das Verdienst von Andy Jorns, der viel und gut mit dem Duo arbeitet», lobte Huras den erfahrenen SCB-Goalietrainer. Für seinen ehemaligen Arbeitgeber Ambri-Piotta hat der SCB-Coach noch immer grosse Sympathien, und der Kanadier ist überzeugt, dass «Ambri den Ligaerhalt schaffen wird».

Kommt Lee Goren?

Wahrscheinlich gibt der SCB demnächst die Verpflichtung Lee Gorens bekannt. Thomas Rundqvist, General Manager von Färjestad, erklärte gestern gegenüber dem «Volksblad», Goren wechsle zum SCB. Abwegig wäre dieser Transfer nicht, spielte Goren doch letzte Saison bereits in der Champions-League-Qualifikation für den SCB. Der 32-jährige Stürmer, in der letzten Spielzeit in Färjestads Meisterteam ein Leistungsträger, ist in Schweden nicht mehr erwünscht, weil er sich via Facebook mit den Fans des Vereins angelegt hat. SCB-Sportchef Sven Leuenberger konnte gestern Abend für eine Stellungnahme nicht mehr erreicht werden.

Nicht Alltägliches ereignete sich am Samstag im Spiel gegen die Rapperswil-Jona Lakers: In der 34.Minute erkannten die Spielleiter beim 3:2 durch Verteidiger Philippe Furrer nicht auf Tor, die Partie lief fast eine Minute weiter, ehe Pascal Berger ins Tor der St.Galler traf. Erst jetzt hatte Head Stalder die Möglichkeit, die strittige Situation im Video anzuschauen. Reglementsgemäss entschied er auf Tor von Furrer, der Treffer Bergers zählte nicht, dafür wurde die Uhr um 58 Sekunden zurückgestellt.

Zwei Rückkehrer?

Beim SCB hofft man, dass die Langzeitverletzten Christian Dubé (sechs Saisonspiele) und Thomas Ziegler (acht Einsätze) am kommenden Wochenende (Auswärtspartie gegen Davos, Heimspiel am Sonntag gegen Lugano) zumindest für eine Partie wieder eingesetzt werden können. «Die Chancen stehen fünfzig zu fünfzig, ein Comeback ist aber nur sinnvoll, wenn die beiden Spieler die ganze Woche hundertprozentig mittrainieren können», sagte Cheftrainer Larry Huras vorsichtig.

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