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Langenthal verliert das Duell der Meister

Erstmals in dieser Saison standen sich die beiden Meister der letzten beiden Saisons gegenüber. Der SC Langenthal verlor dabei gegen den HC Ajoie mit 1:3.

Kein Durchkommen: Dario Kummer (links) findet die Lücke nicht.
Kein Durchkommen: Dario Kummer (links) findet die Lücke nicht.
Leroy Ryser

Lange mussten sich die Fans gedulden, bis der Puck ein erstes Mal in den Maschen einschlug. Im Powerplay in der 35. Minute hatte der SCL-Kanadier Brent Kelly freie Schussbahn, freies Blickfeld und einen Goalie, der nach einem Querpass von Claudio Cadonau noch am Verschieben war, während sich Kelly die Scheibe noch zurechtlegen konnte, um sein Team in Führung zu schiessen.

Bereits schien alles angerichtet für den siebten Sieg in Folge – da entglitt dem Berner Team das Spiel durch einen Doppelschlag. Unglücklich sprang die Scheibe an den Schlittschuh von Mike Völlmin und von da ins Tor zum Ausgleich der Nordwestschweizer. Und zwei Minuten später konnte Ex-SCL-Spieler Arnaud Montandon unbedrängt aus mittlerer Distanz einschiessen.

Ajoie-Stürmer Montandon: «Ich hatte eine gute Zeit beim SCL. Doch nun wollte ich natürlich gegen meine alten Kollegen gewinnen. Das Tor war wichtig für unser Team und mich.» Durch den Sieg hieven sich die Romands nun über den Strich. Bis zur 50. Minute hatte der SCL die nötigen Pflichten eines Auswärtsteams gemacht. Den Gegner und das «zu Null» gehalten und im richtigen Moment zugeschlagen.

Den Fokus verloren

Doch viel mehr tat die Mannschaft nicht. Verteidiger Claudio Cadonau: «Es ist eine Enttäuschung. Wir haben den Start verschlafen und sind mit einem blauen Auge davongekommen.» Aber nach dem ersten Gegentor hätte man den Fokus verloren. Und so wurde der Meister 2017 im Schlussdrittel vom Meister 2016 mit drei Toren eingedeckt. Zum zweiten Mal in dieser Saison muss Langenthal als Verlierer vom Eis.

Die Auswärtsspiele im jurassischen Pruntrut werden oft als schwierig dargestellt. Tatsächlich trägt das ebenso euphorische wie launische Publikum ihre Equipe an einem guten Tag durch die Halle und zum Sieg – am Freitag freilich kam die Laune bei den Fans erst ab der 51. Minute.

Der Niederlage zum Trotz war die Auswärtsbilanz des SCL beim HCA in letzter Zeit positiv: 10 der letzten 15 Spiele wurden gewonnen. SCL-Captain Stefan Tschannen sagte im Vorfeld der Begegnung: «Einer ihrer Spieler sagte mir letzte Saison, dass ihnen eigentlich alle Gegner liegen – bis auf uns.» Und im Grunde wäre das Berner Team mit einer abgeklärteren Leistung auch am Freitag als Sieger vom Eis gegangen.

«Nun hoffen wir, dass wir gegen Winterthur die Chancen wieder machen», sagte SCL-Stürmer Nico Dünner. Bereits am Sonntag erfolgt das Kräftemessen mit dem EHC Winterthur. Gegen das Team aus der sechstgrössten Stadt der Schweiz blickt der SCL auf eine lupenreine Bilanz: 27:0 Punkte und 38:15 Tore. Am Dienstag folgt der Auswärtsvergleich mit den GCK Lions.

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