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Gestatten, mein Name ist Guentzel

Pittsburghs Jake Guentzel brilliert im NHL-Playoff mit einer aussergewöhnlichen Torfolge. Dabei wurde er einst für seine dünnen Handgelenke kritisiert.

Sagenhaft: Jake Guentzel schreibt in der NHL Geschichte. (Video: NHL/Tamedia)

Es war ein Spiel, das in mehrfacher Hinsicht in der NHL-Geschichte seinen gebührenden Platz finden wird. Am späteren Sonntagabend Lokalzeit setzten sich die Pittsburgh Penguins bei den Philadelphia Flyers nach total 13 Goals spektakulär 8:5 durch und qualifizierten sich mit 4:2 Siegen für die nächste Runde.

Zudem gelang Gäste-Stürmer Jake Guentzel Historisches: Der US-Center erzielte vier Treffer in 13:52 Minuten (vom 3:4 zum 7:4) und gab einen Assist. Vier Tore in Folge in einem Playoff-Match waren bisher erst zwei Spielern gelungen: Philadelphias Tim Kerr 1985 gegen die New York Rangers sowie Newsy Lalonde von den Montreal Canadiens im Jahr 1919.

Bemerkenswerte Statistik als Rookie

Schon im vergangenen Jahr traf der damals 22-jährige Guentzel im Playoff 13-mal für die Penguins und führte sie zusammen mit dem kanadischen Superstar Sidney Crosby und dem Russen Jewgeni Malkin zum Titel. Erstaunlich war, dass der Amerikaner seine erste Saison in der NHL bestritt. Nur der legendäre Italo-Kanadier Dino Ciccarelli von den Minnesota North Stars hatte 1981 als Liga-Neuling mehr Playoff-Tore (14) geschossen als Guentzel.

Dessen prominenter Teamkollege und Captain Crosby lobte nach dem Weiterkommen den vierfachen Torschützen: «Jake zog offensichtlich einen grossartigen Abend ein. Er machte schon in der letzten Saison einen ausgezeichneten Job, in dieser Saison hat er sich noch gesteigert. Und ich meine bei ihm nicht nur das Toreschiessen, sondern auch die anderen wichtigen Dinge auf dem Eis.»

Guentzels Leistung ist auch in den sozialen Netzwerken gewürdigt worden. Und das auch mit einer Portion Humor. Eine Journalistin erinnerte sich auf Twitter daran, dass der Amerikaner früher von einem Team nicht gedraftet worden sei, weil er dünne Handgelenke habe. Auf ihrer Website schreiben die Penguins dazu: «Diese dünnen Handgelenke scheinen nichts anderes zu tun, als für Pittsburgh Tore zu schiessen. Wir beklagen uns jedenfalls nicht.»

Durchbeissen als oberstes Gebot

Ein anderer Spieler bewies, dass Weicheier im harten NHL-Business nichts zu suchen haben. Philadelphias Sean Couturier bestritt die letzten beiden Duelle der Serie gegen Pittsburgh mit einem gerissenen Innenband. Der 25-jährige, in Phoenix (Arizona) geborene Kanadier liess sich durch die Knieverletzung nicht beirren. Bei der Torflut schoss der Stürmer drei Tore und liess sich zwei Assists notieren. Mit anderen Worten: Er war an allen fünf Treffern der Flyers beteiligt.

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