Finne sorgt für Aufwind

Die SCL Young Tigers haben in der laufenden Saison zu einem Höhenflug angesetzt. Die Verantwortlichen haben ein glückliches Händchen bei der Trainerauswahl bewiesen.

Sein Engagement lohnt sich: Juhani Suomalainen ist mit den Tigers-Elite-Junioren erfolgreich.

Sein Engagement lohnt sich: Juhani Suomalainen ist mit den Tigers-Elite-Junioren erfolgreich.

(Bild: Hans Wüthrich)

Reto Pfister

Vor einem Jahr entschied sich Konstantin Kuraschew, der Headcoach der Elite-Junioren der SCL Young Tigers, die Emmentaler Richtung Rapperswil-Jona zu verlassen. Die Verantwortlichen der Nachwuchsorganisation standen vor der Aufgabe, den Posten neu zu besetzen. Gesucht war ein Mann, der die Spielphilosophie umsetzt, die Tigers-Sportchef Jörg Reber vertritt.

Die Wahl fiel auf den erst 35-jährigen Finnen Juhani Suomalainen von den Pikes Oberthurgau. «Er war uns aufgefallen, weil er aus einer eher schwächer bestückten Mannschaft das Maximum herausgeholt hat», sagt Ivan Brägger, der Geschäftsführer der SCL Young Tigers. Mittelmass interessiere ihn nicht, habe Suomalainen in den Vertragsverhandlungen gesagt. Die Emmentaler bewiesen ein glückliches Händchen.

Unter dem Finnen stehen die Young Tigers in der Elite-Junioren-A-Spielklasse unerwartet gut da und haben im Herbst vorzeitig die Playoffs erreicht.

Nicht in Gefahr geraten

Die Zielsetzung vor der Saison lautete in erster Linie, nicht in Gefahr zu geraten, eine sogenannte «gelbe Karte» zu kassieren. Diese wird an Klubs verteilt, die die letzten zwei Plätze belegen. Sie stehen unter verstärkter Beobachtung des Verbandes, ob sie die Kriterien für eine Teilnahme an der Elite-A-Meisterschaft noch erfüllen. «Die Playoffs überhaupt zu erreichen, schien uns das Optimum», sagt Brägger.

Die Young Tigers beendeten die Qualifikation jedoch auf Platz 3 und sind in der Masterround aktuell Fünfte. «Bei uns sollen die Mannschaften diszipliniert und kämpferisch agieren», sagt Brägger. «Diese Vorgabe setzt Suomalainen hervorragend um.» Der Finne ist in einer ländlichen, abgeschiedenen Gegend aufgewachsen und musste sich in seiner eigenen Karriere ebenfalls vieles hart erkämpfen. «Im Sommertraining wurde ebenfalls konsequent gearbeitet», sagt Brägger. Den Lohn konnten die Emmentaler jetzt ernten.

Mehr Aufmerksamkeit

Gute Klassierungen haben auch Vorteile für die einzelnen Spieler, und dies nicht nur in Form von Erfolgserlebnissen. Die Akteure geraten stärker in den Fokus von Vertretern anderer Vereine und der Verantwortlichen der Nachwuchsnationalmannschaften.

«Jan Mühlemann durfte im November im U-20-Nationalteam mittun, Loris Müller, Andy Ritz und Yannick Hänggi versuchen wir in der nächsten Saison in der NLB unterzubringen, Stefan Rüegs­egger und Luca Christen sind Mitglieder der Schweizer U-18-Equipe», zählt Brägger auf. In der letzten Saison, die schlechter verlief, sei es hingegen nicht gelungen, einem Spieler zum Sprung in den Profibereich zu verhelfen.

Nicht nur die Elite-Junioren der SCL Young Tigers präsentieren sich in ausgezeichneter Form. Die von Fabian Hänni trainierten Elite-Novizen sind gar Zweite. Es bestehen Chancen, dass Teams der Emmentaler vertreten sind, wenn die Playoffs in die Endphase gehen.

Berner Zeitung

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