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«Es war ein beschwerlicher Weg»

Matchwinner Tristan Scherwey zollt den Playoff-Gegnern ein Lob. Und Biels Damien Brunner sagt: «Wir haben Bern vieles abverlangt - aber nicht alles.»

Geschafft: Kari Jalonen ballt die Faust, seine Spieler freuen sich über den Finaleinzug.
Geschafft: Kari Jalonen ballt die Faust, seine Spieler freuen sich über den Finaleinzug.
Raphael Moser
Die SCB-Spieler rund um Ramon Untersander (Nummer 65) stehen erneut im Final.
Die SCB-Spieler rund um Ramon Untersander (Nummer 65) stehen erneut im Final.
Raphael Moser
«Wir sind gewachsen in dieser Serie, in diesem Playoff», sagt SCB-Trainer Kari Jalonen-
«Wir sind gewachsen in dieser Serie, in diesem Playoff», sagt SCB-Trainer Kari Jalonen-
Raphael Moser
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Um 22.11 Uhr gehen die Emotionen getrennte Wege. Zwar lassen sich Berner und Bieler auf dem Eis von ihren Fans feiern, aber auf dem Weg in die Garderobe ist den Gesichtern zu entnehmen, wer wahrhaftig Grund zur Freude hat. Die Bieler ziehen nach einem Abend voller Fauxpas gesenkten Hauptes von dannen.

Verteidiger Beat Forster, sechsfacher Meister und ein Ausbund an Erfahrung, wahrt selbst im Moment der Enttäuschung die Contenance und schenkt einem kleinen Fan im SCB-Trikot seinen Stock. Und Mathieu Tschantré tut, was er in den Wochen zuvor im Prinzip nach jedem Spiel gemacht hat: Interviews geben hier, Interviews geben da. Der Captain ist der gefragte Mann. Er erfüllt die Pflicht mit Geduld, selbst wenn ihm das Sprechen schwer fällt, die Augen feucht sind. Nach dem 1:5 im siebten Halbfinalspiel gegen den SC Bern sagt Tschantré: «Die Enttäuschung ist riesengross. Im Startdrittel ist zu viel schiefgegangen. Ich hatte das Gefühl, die Energie war in dieser Serie auf unserer Seite. Trotzdem fand Bern den Weg zum Sieg.»

Biels Topskorer Damien Brunner spricht von einen «naiv geführten Startdrittel. Marco Maurers Tor zum 1:3 kurz vor der Pause gab uns neuen Mut. Der Gegentreffer unmittelbar zu Beginn des Mittelabschnitts war der Killer.» Brunner fasst die Serie passend zusammen, indem er sagt: «Wir haben Bern vieles abverlangt - aber nicht alles.»

Wenige Meter nebenan rückt SCB-Trainer Kari Jalonen die Brille zurecht, hält kurz inne und sagt: «Wir sind gewachsen in dieser Serie, in diesem Playoff.» Sein Team habe negative Phasen durchlebt. «Aber die wichtigen Spiele haben wir gewonnen.»

Jalonen telefoniert Peltonen Am Samstag verhinderte der SCB in extremis das Aus, gewann in Biel 1:0, «obwohl die Bieler in diesem Match besser waren». Unmittelbar nach dem Sieg begann bei den Bernern die Vorbereitung auf die siebte Partie. «Ich habe gefragt, wer bereits ein Game 7 bestritten habe. Viele Spieler meldeten sich», erzählt Jalonen. «Danach haben sie zusammengetragen, welche Eigenschaften in einem solchen Spiel zählen.»

Tristan Scherwey hat gestern viele dieser Eigenschaften verkörpert: Siegeswille, Leidenschaft, Kampfbereitschaft, positives Denken. Der Energietank auf zwei Beinen sagt: «Biel hätte den Sieg ebenfalls verdient, wie auch Genf im Viertelfinal ein Weiterkommen verdient gehabt hätte. Nun wollen wir der Eishockeyschweiz eine schöne Finalserie bieten.»

Bereits morgen steht für Bern die erste Partie gegen Zug an. Jalonen telefonierte vor kurzem mit seinem früheren Assistenztrainer Ville Peltonen, der zuvor im Halbfinal als Headcoach mit Lausanne an den Zugern gescheitert war. Die Erkenntnisse aus dem Gespräch unter Finnen verrät Jalonen nicht. «Aber Zug spielt wirklich sehr gut.»

Scherwey freut sich aufs Duell «zweier Teams, welche die meisten Leute im Final erwartet haben. Es war ein beschwerlicher Weg». vor allem für den SCB.

xxx. Foto: Raphael Moser

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