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Eine Runde weiter: SCB dreht Partie

Der SC Bern hat die eigene Zielvorgabe erreicht. Dank des 5:2-Erfolgs über das tschechische Team Mountfield steht der Schweizer Meister im Achtelfinal der Champions Hockey League.

Freudige Botschaft für die SCB-Fans gleich zu Beginn: Eric Blum kann nach überstandener Verletzung wieder mittun.
Freudige Botschaft für die SCB-Fans gleich zu Beginn: Eric Blum kann nach überstandener Verletzung wieder mittun.
Thomas Hodel, Keystone
Doch weder Blum noch Goalie Leonardo Genoni können verhindern, dass die Gäste kurz vor Ende des ersten Drittels in Führung gehen.
Doch weder Blum noch Goalie Leonardo Genoni können verhindern, dass die Gäste kurz vor Ende des ersten Drittels in Führung gehen.
Thomas Hodel, Keystone
Im Mitteldrittel erzielte der SCB gleich vier Treffer: So lenkte Mika Pyörälä etwa einen Schuss von Maxim Noreau ins Tor.
Im Mitteldrittel erzielte der SCB gleich vier Treffer: So lenkte Mika Pyörälä etwa einen Schuss von Maxim Noreau ins Tor.
Thomas Hodel, Keystone
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Die Ausgangslage vor dem letzten Gruppenspiel liess den Bernern keinen Spielraum. Ein Sieg nach 60 Minuten gegen Mountfield war nötig, um noch als Gruppenzweiter hinter dem überraschenden Nottingham in die K.-o.-Phase der Champions Hockey League einzuziehen. Aufgrund des 5:2-Schlussresultates könnte vermutet werden, der SCB habe die Vorgabe problemlos erfüllt.

Dem war indes nicht so. Die Tschechen traten ohne acht Akteure an, die vergangene Woche beim 5:4-Sieg über die Berner noch dabei gewesen waren. Unter den Abwesenden befand sich auch Captain Jaroslav Bednar, der 2013 mit dem SCB Meister geworden war. Insgesamt hatte Trainer Vaclav Sykora bloss 17 Feldspieler nominiert. Weil Mislav Rosandic für einen absichtlichen Schuss gegen den Headschiedsrichter mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe belegt wurde und sich Radek Pilar noch verletzte, standen ihm am Ende nur noch 15 Feldspieler zur Verfügung.

Die beiden Ausfälle hatten einen Zusammenhang. Der SCB agierte zu Beginn des zweiten Drittels im Powerplay, als sich Pilar verletzt am Boden wälzte. Diese Situation erlaubte den Gastgebern faktisch eine 5:3-Überzahl. Thomas Rüfenacht profitierte und erzielte den 1:1-Ausgleichstreffer. Rosandic war derart darüber erbost, dass die Partie zuvor nicht unterbrochen worden war, dass er sich zu der Disziplinlosigkeit hinreissen liess.

4 Tore im 2. Drittel

Der Gegentreffer brachte die Tschechen aus dem Tritt. Zuvor waren sie nämlich die gefährlichere Mannschaft gewesen. Der SC Bern brauchte Leonardo Genoni in Topverfassung, um Schlimmeres verhindern zu können. Der Goalie, der zuletzt gegen Gottéron geschont worden war, stoppte sowohl Michal Dragoun wie auch Patrik Miskar souverän. Beide Mountfield-Stürmer hatten jeweils alleine auf Genoni zulaufen können.

Der Goalie musste sich kurz vor der ersten Pause dennoch geschlagen geben, als ihn Topskorer Lukas Vopelka bezwang. Die Führung der Gäste war verdient, denn der SCB tat sich schwer. «Der Auftritt im ersten Drittel war eine Schande», sprach Stürmer Tristan Scherwey nach der Partie Klartext. Ein schneller Angriff über Mason Raymond und Andrew Ebbett war die einzige gefährliche Chance im ersten Drittel.

Erst nach dem 1:1 änderte sich das Geschehen. Raymond verpasste erst den Führungstreffer, Ramon Untersander erzielte diesen im Anschluss dennoch. Weil auch noch Mika Pyörälä und Tristan Scherwey trafen, war das Spiel nach 40 Minuten entschieden.

Wieder mit Blum

Vor Scherweys 4:1 hatten die Berner eine Unterzahl überstanden. Just wieder in Vollbestand konnten sie einen Gegenangriff lancieren und die entstandene 3:1-Situation ausnutzen. Eric Blum war von der Strafbank zurückgekehrt. Der Verteidiger konnte gestern sein erstes Saisonspiel absolvieren. Zuvor hatte ihn eine Entzündung am Handgelenk geplagt. Die Verletzung hatte sich der Routinier noch im vergangenen Playoff-Final auf dem Weg zum Meistertitel gegen Zug zugezogen.

Auslosung am Freitag

Von einem weiteren Titel sind die Berner zwar noch weit entfernt. Aber sie haben gestern das erste Ziel, das der Klub vor der Saison definiert hatte, erreicht. Sie überstanden die Gruppenphase im europäischen Wettbewerb. Mit dem Sieg gegen Spengler-Cup-Teilnehmer Mountfield liess der SCB das punktgleiche Turku dank der besseren Tordifferenz aus den Direktbegegnungen (5:3) hinter sich. «Wir sind in dieser Kampagne mit einem blauen Auge davon gekommen. Aber gute Teams brauchen manchmal etwas Glück», bilanzierte Scherwey. Der Achtelfinalgegner wird am Freitag in Helsinki ausgelost.

Bern - Mountfield Hradec Kralove 5:2 (0:1, 4:0, 1:1)

13'689 Zuschauer. - SR Schrader (GER)/Stricker, Kaderli/Kovacs. - Tore: 19. Vopelka (Cerveny, Dragoun) 0:1. 22. Rüfenacht (Scherwey/Ausschluss Miskar) 1:1. 27. Untersander (Ebbett) 2:1. 33. Pyörälä (Noreau, Raymond) 3:1. 40. Scherwey (Ebbett, Untersander) 4:1. 44. Scherwey (Haas, Raymond/Ausschluss Dragoun) 5:1. 51. Muska (Cingel, Jarusek) 5:2. - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Bern, 4mal 2 Minuten gegen Mountfield.

Gruppe F: Bern - Mountfield Hradec Kralove (CZE) 5:2 (0:1, 4:0, 1:1). TPS Turku (FIN) - Nottingham Panthers (GBR) 5:2 (2:1, 0:0, 3:1). - Schlussrangliste (je 6 Spiele): 1. Nottingham Panthers 11*. 2. Bern 9*. 3. TPS Turku 9. 4. Hradec Kralove 7.

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