Eine Ehrung und drei glückliche Kanadier

Vor dem Match gegen die ZSC Lions steht Martin Plüss nochmals im Fokus. Eine Ehre der anderen Art wird den drei Kanadiern Andrew Ebbett, Maxim Noreau und Mason Raymond zuteil.

Martin Plüss führte den SCB zu vier Meistertiteln. Nun wird er geehrt.

Martin Plüss führte den SCB zu vier Meistertiteln. Nun wird er geehrt. Bild: Andreas Blatter

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Für das Spiel vom Freitag zwischen dem SC Bern und den ZSC Lions sei den Besuchern empfohlen, bereits vor Spielbeginn ihren Platz einzunehmen. Der SCB hat weder eine neue Lasershow noch die Cheerleaders aus der Mottenkiste geholt. Vielmehr wird vor der Partie der langjährige Captain Martin Plüss geehrt und verabschiedet.

Der Mitte November zurückgetretene Plüss prägte den SCB während neun Jahren (536 Spiele, 410 Punkte), führte die Mannschaft zu vier Meistertiteln (2010, 2013, 2016, 2017). «‹Plüssi› hat sich diese Ehre verdient», sagt Andrew Ebbett.

Der Kanadier versprüht die pure Glückseligkeit, was nicht primär mit der Vorfreude auf Plüss’ Verabschiedung oder dem Vergleich mit den ZSC Lions zu tun hat. Am Mittwochabend wurde Ebbett vom kanadischen Verband beschieden, dass er Teil der Olympiaequipe sein werde.

«Ich war drei Tage lang ungemein nervös, habe den Anruf herbeigesehnt. Umso grösser ist die Erleichterung. Und natürlich bin ich auch stolz.» Die anderen zwei SCB-Kanadier Maxim No­reau und Mason Raymond haben den Cut ebenfalls geschafft. Luganos Maxim Lapierre komplettiert beim Olympiatitelverteidiger das Quartett aus der National League.

Ohne den ersten Sturm

Ebbett sagt, mit dem Jahreswechsel habe die entscheidende Phase begonnen. «Jeder will sein Level steigern, Olympia und die Playoffs stehen an. Nun kommen die Spiele für die ‹Big Boys›.»

Ein solches «Big-Boy-Spiel» ist traditionell der Vergleich zwischen Bern und Zürich, den Schwergewichten des Schweizer Eishockeys. Den Bernern wird die erste Sturmlinie fehlen: Die Flügel Simon Moser und Thomas Rüfenacht sind verletzt, Center Mark Arcobello sitzt nach seinem Check gegen Tigers-Topskorer Antti Erkinjuntti die zweite und letzte Sperre ab.

«Das ist die Chance für unsere jüngeren Spieler, Akzente zu setzen», sagt Ebbett. Auch Youngsters können zu «Big Boys» werden. (Berner Zeitung)

Erstellt: 12.01.2018, 08:06 Uhr

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