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Die Tessiner machen den Strichkampf noch enger

Lugano besiegt Davos 2:1, Ambri-Piotta gewinnt bei den Lakers 4:1. Der Strichkampf rund um Meister Bern wird noch spannender.

Die Parade des Tages: Luganos Goalie Niklas Schlegel stoppt den Davoser Aaron Palushaj.
Die Parade des Tages: Luganos Goalie Niklas Schlegel stoppt den Davoser Aaron Palushaj.
Samuel Golay, Keystone

Der bereits äusserst spannende Strichkampf in der National League wird noch enger. Der HC Lugano bezwingt den HC Davos mit viel Kampf 2:1 und ist nun erster Verfolger des achtplatzierten SC Bern. Der Vorsprung des Meisters auf die Tessiner beträgt nur noch zwei Punkte. Nur einen Punkt dahinter folgen Ambri und das am Sonntag spielfreie Fribourg-Gottéron.

Lugano gelingt mit dem Sieg auch die Revanche für die 1:5-Auswärtsniederlage gegen den selben Gegner am Vorabend. Dem HC Davos bot sich die Chance, nach gut fünf Jahren wieder die Tabellenführung in der Schweizer Meisterschaft zu übernehmen, wie bereits beim letzten Versuch am Dienstag gegen die ZSC Lions (3:4 n. V.) gelang den Bündnern der dafür nötige Sieg nicht. Lugano zeigte sich im Vergleich zum Vorabend kämpferisch stark verbessert. Im Landwassertal konnten die Bianconeri nur im Startdrittel (1:1) mithalten, danach übernahm Davos das Spieldiktat und baute den Vorsprung kontinuierlich aus.

Zunächst ging es auch am Sonntagnachmittag im gleichen Stil weiter, Lugano bekundete viel Mühe, gegen motivierte Davoser das 0:0 zu halten. Doch als Dominic Lammer in der 15. Minute etwas entgegen dem Spielverlauf Lugano im Powerplay in Führung schoss, verlieh dies den Tessinern den nötigen Boost.

Im fortan ausgeglichenen Spiel gelang es Lugano immer wieder, auch selbst den Gegner unter Druck zu setzen. Sven Jungs 1:1-Ausgleich im Mitteldrittel bei 4-gegen-4-Hockey konnte das Heimteam gleich zu Beginn des letzten Abschnitts kontern, als Linus Klasen nach nur 51 Sekunden traf. Lugano verwaltete den Vorsprung geschickt, indem es eben nicht bloss verwaltete, sondern immer wieder auch selber die Offensive suchte. Matchwinner war am Ende Luganos Goalie Niklas Schlegel, der einmal gegen Aaron Palushaj, sowie 75 Sekunden vor Schluss gegen Mattias Tedenby mirakulös Gegentore verhinderte.

Ambri gelingt die Revanche

Auch dem zweiten Tessiner Club unter dem Strich gelang die Revanche. Am Vortag war Ambri-Piotta den Rapperswil-Jona Lakers zuhause noch 2:5 unterlegen, nun verhinderten die Biancoblù ihrerseits mit einem 4:1-Auswärtssieg, dass auch das Schlusslicht wieder mitten in den Strichkampf zurückkehren konnte. Der Rückstand der Lakers auf Bern bleibt bei zehn Punkten.

Genau wie die Lakers am Vorabend profitierte nun Ambri von einem Blitzstart. Scottie Upshall nützte den ihm gewährten Freiraum im Slot und schoss den Gast nach nur 68 Sekunden 1:0 un Führung. Ambri zeigte sich nach dem uninspirierten Auftritt am Samstag verbessert und liess die Lakers in der Folge nie mehr am Sieg schuppern. Rapperswil-Jona kam erst kurz vor Spielhälfte zum einzigen Tor, als Roman Cervenka bei doppelter Überzahl zum 1:3 verkürzte. Kurz zuvor hatte Ambri dank eines Doppelschlags innert 30 Sekunden für klare Verhältnisse gesorgt, Brian Flynns 3:0 fiel gar in Unterzahl.

Im Schlussdrittel liess Ambri-Piotta nichts mehr anbrennen, Mauro Dufner kam dem 2:3 und damit Spannung am nächsten, als er den Pfosten (45.) traf. Auch in der Schlussphase, als die Lakers Goalie Melvin Nyffeler durch einen sechsten Feldspieler ersetzten, konnte Rapperswil nichts mehr ausrichten, Flynn machte mit seinem zweiten Treffer des Abends, einem Empty Netter acht Sekunden vor Schluss, alles klar.

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Eisbrecher – der Hockey-Podcast von Tamedia

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Rangliste: 1. Zug 34/65 (111:92). 2. Genève-Servette 36/65 (100:82). 3. ZSC Lions 36/65 (118:89). 4. Davos 35/64 (112:96). 5. Lausanne 34/53 (97:91). 6. Biel 36/51 (100:105). 7. SCL Tigers 34/48 (84:99). 8. Bern 36/48 (94:106). 9. Lugano 36/46 (91:103). 10. Fribourg-Gottéron 34/45 (80:89). 11. Ambri-Piotta 36/45 (89:102). 12. Rapperswil-Jona Lakers 35/38 (89:111).

Lugano - Davos 2:1 (1:0, 0:1, 1:0)

6309 Zuschauer. - SR Lemelin/Urban, Altmann/Gnemmi.Tore: 16. Lammer (Suri/Ausschluss Kienzle) 1:0. 27. Jung (Ambühl, Du Bois/Ausschlüsse Bertaggia; Marc Wieser) 1:1. 41. (40:51) Klasen 2:1.Strafen: 4-mal 2 plus 2-mal 10 Minuten (Chiesa, Lajunen) gegen Lugano. 3-mal 2 plus 10 Minuten (Kienzle) gegen Davos.Lugano: Schlegel; Chorney, Wellinger; Chiesa, Riva; Loeffel, Jecker; Vauclair; Klasen, McIntyre, Bertaggia; Bürgler, Lajunen, Suri; Fazzini, Sannitz, Lammer; Zangger, Romanenghi, Walker; Haussener.Davos: van Pottelberghe; Du Bois, Jung; Nygren, Guerra; Kienzle, Stoop; Buchli; Palushaj, Baumgartner, Tedenby; Marc Wieser, Lindgren, Hischier; Herzog, Corvi, Ambühl; Meyer, Marc Aeschlimann, Egli; Frehner.Bemerkungen: Lugano ohne Jörg, Morini (beide verletzt) und Postma, Davos ohne Rantakari (beide überzählige Ausländer), Dino Wieser, Paschoud und Bader (alle verletzt). Lattenschuss Klasen (26.). - 57:59 Time-out Davos, danach bis 58:45 und dann von 59:00 bis 60:00 ohne Goalie, mit 6. Feldspieler.

Rapperswil-Jona Lakers - Ambri-Piotta 1:4 (0:1, 1:2, 0:1)

5679 Zuschauer. - SR Tscherrig/Kaukokari, Kaderli/Ambrosetti.Tore: 2. Upshall (Flynn) 0:1. 27. (26:34) Hofer 0:2. 28. (27:04) Flynn (Dotti/Ausschluss Hinterkircher!) 0:3. 29. (28:34) Cervenka (Clark/Ausschlüsse Hinterkircher, Ngoy) 1:3. 60. (59:52) Flynn 1:4 (ins leere Tor). Strafen: 4mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 7mal 2 plus 10 Minuten (Hinterkircher) gegen Ambri-Piotta. Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler (28.-29. Bader); Schneeberger, Dufner; Profico, Randegger; Hächler, Maier; Vukovic, Schmuckli; Wellman, Rowe, Simek; Clark, Cervenka, Casutt; Schlagenhauf, Dünner, Eggenberger; Loosli, Ness, Hüsler.Ambri-Piotta: Manzato; Plastino, Fischer; Fora, Dotti; Ngoy, Jelovac; Fohrler; Trisconi, Goi, Hinterkircher; D'Agostini, Flynn, Upshall; Hofer, Müller, Zwerger; Joël Neuenschwander, Dal Pian, Incir; Mazzolini.Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Kristo, Schweri, Egli und Forrer, Ambri-Piotta ohne Rohrbach, Bianchi, Kostner, Kneubühler, Novotny (alle verletzt) und Sabolic (überzähliger Ausländer). Lattenschüsse Dufner (45.) und Müller (52.). Pfostenschuss Müller (56.). Timeout Rapperswil-Jona Lakers (58:37). Rapperswil-Jona Lakers von 58:19 bis 58:44 und 59:01 bis 59:52 ohne Torhüter.

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